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Porsche-Supercup: Istanbul

Zwischen Rallye-Stil und Renn-Pech

Norbert Siedler erfocht sich Platz 5 mit Zähnen und Klauen, bei Lechner Racing blieben die erwarteten Stockerlplätze diesmal aus.

Siedler: Abwehrschlacht im Rallyestil

Mit dem vierfachen Supercup-Champion, Patrick Huisman, unter seinem Getriebe rettete sich Norbert Siedler im Hitzerennen von Istanbul als hervorragender Fünfter über die Ziellinie: "Alles in allem bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, relativierte der im Qualifying noch auf Rang drei platzierte Tiroler seine Verteidigungsschlacht gegen den routinierten Holländer.

"Ich hab meine Reifen in der Anfangsphase leider zu sehr beansprucht und mir dadurch ein enormes Übersteuer eingefangen. Trotz mehrerer Quersteher hab ich mich mit Händen und Füßen gegen Janak und Westbrook gewehrt, aber auf Dauer konnte ich mich mit diesem Rallyestil natürlich auch nicht verteidigen. Gott sei Dank hat wenigstens Huisman in den letzten Runden Druck von hinten gekriegt, sonst wäre es auch da noch einmal richtig eng geworden. Das nächste Mal muss ich mit meinen Reifen einfach besser haushalten.“

In Silverstone, dem „Home of British Motor Racing“, wo der Supercup in zwei Wochen gastiert, fuhr Norbert im Vorjahr eines seiner besten Rennen.

Lechner Racing: Punkte, aber kein Podium

Nichts wurde es mit der erhofften „Leistungsexplosion“ im Team der Lechner Racing School: Damien Faulkner und Stefan Rosina holten zwar Punkte, der angepeilte Platz auf dem Podium blieb aber neuerlich aus.

Stefan Rosina (Bild) sah die Zielflagge als Sechster, für Damien Faulkner blieb nach einer Rempelei in der Anfangsphase des Rennens nur der 12. Endrang.

„Das ist natürlich nicht das, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben die Chance auf bessere Platzierungen einmal mehr im Training vergeben, nach den Startplätzen 7 (Faulkner) und 9 (Rosina) war leider nicht mehr drinnen “ sagte Teamchef Walter Lechner nach dem Rennen.

Immerhin durfte er sich mit seinem Schützling Stefan Rosina freuen, der ein beherztes Rennen zeigte: Nach einem guten Start fightete er zuerst mit dem Briten Williams um den siebenten Platz. Nachdem er diesen niedergekämpft hatte, konnte er auf den vor ihm liegenden Patrick Huisman aufschließen.

Der Slowake setzte den vielfachen Supercup-Champion rundenlang unter Druck und ging in der vorletzten Runde noch am Niederländer vorbei. „Das war astrein, Stefan hat in beeindruckender Manier seine Zweikampfqualitäten gezeigt “ meinte Walter Lechner.

Weniger toll setzte sich Damien Faulkner in Szene: Der Ire geriet in der Anfangsphase des Rennens mit dem Neuseeländer Matt Halliday aneinander und musste die Box aufsuchen. Mit einer Runde Rückstand ging er wieder ins Rennen und sah am Ende als 12. die Zielflagge.

Der Sieg in Istanbul ging an Supercup-Titelverteidiger Jeroen Bleekemolen (NL), der auch in der Gesamtwertung klar führt. Stefan Rosina rangiert in dieser auf dem vierten Rang, Faulkner auf Platz 7, direkt vor Nordert Siedler.

In der Teamwertung liegt die Mannschaft der Walter Lechner Racing School auf dem dritten Zwischenrang, Siedlers Team MRS Racing auf der vierten Position.

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