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Formel-3-EM: Brands Hatch

Lucas Auer Zweiter in Brands Hatch

Raffaele Marciello zieht nach dem siebenten Sieg in der Gesamtwertung der Formel-3-EM auf und davon. Lucas Auer wird guter Zweiter.

Mit seinem siebenten Saisonsieg baute der Italiener Raffaele Marciello (Prema) seine Führung in der Gesamtwertung der Formel-3-Europameisterschaft aus. Der von der Ferrari-Akademie geförderte 18-Jährige fuhr auf dem 1,929 Kilometer langen Indy-Circuit von Brands Hatch 1,865 Sekunden vor dem Österreicher Lucas Auer (Prema) ins Ziel.

Harry Tincknell (Carlin) eroberte in einem ereignisreichen Rennen als bester Brite im Feld den dritten Rang. In der Gesamtwertung hat Marciello nach zwölf von 30 Saisonrennen schon über 100 Punkte Vorsprung vor Felix Rosenqvist (Mücke).

"Das Rennen verlief wie Rennen zwei gestern Nachmittag: Der Start gelang mir gut und ich konnte Alex überholen. Dieser Start war auch der Schlüssel zu meinem Sieg. Der Rest war dann nicht mehr so schwierig, sogar die Überrundungen liefen heute besser als gestern", berichtet Marciello.

Doch der Reihe nach: Marciello entschied den Sprint zur ersten Kurve gegen seinen von der Pole-Position ins Rennen gegangene Teamkollegen Alex Lynn (Prema) und setzte sich in Führung. Diese hielt er über das gesamte Rennen. Lucas Auer (Bild oben und unten) erbte seinen zweiten Platz nach einem Fahrfehler von Lynn.

Der Brite geriet in Runde 15 ausgangs Paddock-Hill-Bend auf Rang zwei liegend auf die Randsteine, drehte sich und blieb auf der Strecke stehen. Der herannahende Eddie Cheever (Prema) konnte nur mit Mühe einen Auffahrunfall verhindern, touchierte Lynn leicht; beide schieden aus. Die Rennleitung schickte das Safety-Car auf die Strecke.

Nach dem Restart wurden elf Piloten zu einer Durchfahrtsstrafe gebeten, weil sie zuvor unter gelber Flagge zu schnell gewesen waren: Mit Jordan King (Carlin), Josh Hill (Fortec), William Buller (ThreeBond) und Daniil Kwjat (Carlin) traf dies auch vier Piloten aus den Top Ten.

An der Spitze änderte sich allerdings nichts: Marciello blieb Erster vor Auer und Tincknell. "Als sich Alex vor mir drehte, hatte ich keine Probleme, ihm auszuweichen", sagt Auer. "Nach dem Restart konnte ich Raffaele zunächst folgen und ich habe sehr gepusht, um den Anschluss an ihn zu halten. Gegen Ende bauten meine Reifen aber ab, weshalb ich ihn ziehen lassen musste. Insgesamt war es ein gutes Wochenende für mich mit drei Podestplätzen. In der Gesamtwertung ist es sehr eng, nur Raffaele ist an der Tabellenspitze etwas enteilt."

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