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Histo-Cup: Brno

Man oft the Race: Peter Mücke

Das zweite Rennwochenende des Histo-Cups brach sämtliche Erwartungen. Vor allem Peter Mücke im Ford „Zackspeed“ Turbo Capri sorgte für Furore.

Fotos: Histo-Cup

Der Classic Grand Prix in Brünn ist im Rennkalender des Histo-Cup Austria mittlerweile so etwas wie ein Klassiker. Nur zwei Wochen nach dem Saisonauftakt am Red Bull Ring brach die Histo-Cup Fahrergemeinschaft erstmals in diesem Jahr in Richtung Osten auf, um sich auf einer der schönsten Rennstrecken Europas am Stadtrand von Brünn zu messen.

Das erste Rennwochenende außerhalb Österreichs ist traditionell auch Auftakt zur inoffiziellen Langstrecken-Saison, die mit dem 1-Stunden-Rennen eröffnet wurde. Mehr als 200 aktive Rennfahrzeuge – darunter absolute „Gustostückerl“ der Motorsport-Geschichte – zeugen vom Boom der erfolgreichsten historischen Rennserie. Dementsprechend hochkarätig fällt auch die Vergabe des neuen Man of the Race-Titels aus: Dieser gebührt dieses Mal Peter Mücke im Ford „Zackspeed“ Turbo Capri.

Neben dem BMW 320 Gruppe 5 von Histo-Cup-Mastermind war er ohne Zweifel der Hingucker in Brünn: Die Rede ist von Peter Mückes Ford „Zackspeed“ Turbo Capri, mit dem der 67-jährige Motorsport-Haudegen aus Berlin in der STW-Wertung des Histo-Cups einen souveränen Doppelsieg feierte und zum „Man oft he Race“ kürte.

Aufgebaut wurde die neu aufgebaute Flunder von Sohn Stefan Mücke, der als Aston Martin-Werksfahrer in der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC selbst hinterm Lenkrad sitzt. „Fahrer und Auto haben nichts verlernt und haben für eine gelungene Feuertaufe gesorgt“, war der 32-jährige Werksingenieur mit der Leistung seines „alten Herren“ zufrieden. „Wir mussten wegen kleiner Probleme auch zwei Nachtschichten einlegen. Doch in den Rennen lief alles glatt, das Auto hat dann ohne Probleme seinen erste Renneinsatz nach knapp 32 Jahren durchgehalten.“

Der 540 PS starke Turbo Capri, in dem Klaus Ludwig 16 Siege in der Deutschen Rennsport-Meisterschaft zwischen April 1980 und Juni 1982 einfahren hatte sowie 1981 Gesamtsieger geworden war, hat auch bei Fahrer Peter Mücke einen bleibenden Eindruck hinterlassen. „Das ist ein Rennauto einer anderen Dimension. Auf so viel Downforce und Geschwindigkeit musste ich mich erst mal einstellen – und auch auf die Kräfte, die dann im Cockpit auf einen wirken.

Doch konditionell hatte ich keine Probleme“, erklärt der Berliner, der unter anderem mit dem Ford Capri RS 3100 „Cosworth“ 2002 als erster Deutscher niederländischer Youngtimer-Champion wurde sowie mit diesem und anderen „alten“ Rennfahrzeugen schon zahlreiche Siege in der Historischen Tourenwagen-Europameisterschaft oder im Histo-Cup einfuhr. „Es hat in Brünn noch mehr Spaß gemacht als sonst bei meinen Einsätzen als Fahrer.“ Zwei, drei Mal will er in diesem Jahr noch selbst fahren, wenn die Zeit es zulässt.“

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