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Formel E: Monaco

Sieg für Buemi

Der frühere Formel 1-Pilot Sebastien Buemi gewinnt vor Di Grassi und Piquet. Am Beginn des Rennens gab es einen heftigen Crash mit Abt und Senna.

Foto: Formel E

Sebastien Buemi hat den Formel-E-Fluch gebrochen und als erster Pilot seinen zweiten ePrix gewonnen. Beim turbulenten Lauf in Monaco siegte der Franzode in e.dams-Diensten vor Abt-Pilot Lucas di Grassi sowie dessen Landsmann Nelson Piquet jun. (China), die damit ebenfalls ihre Meisterschaftsansprüche weiter anmelden.

Auf Rang vier kam Sam Bird (Virgin) ins Ziel, Rang fünf belegte Dragon-Fahrer Jerome d'Ambrosio - er war der letzte, der innerhalb von sechs Sekunden zum Sieger ins Ziel kam und zur breiten Führungsriege gehörte.

Nicolas Prost (e.dams) hatte auf Rang sechs bereits einen gewissen Respektsabstand, der siebtplatzierte Stephane Sarrazin (Venturi) lag beim Heimspiel seines Teams bereits 26 Sekunden zurück.

Scott Speed (Andretti), Charles Pic (China) und Antonio Felix da Costa (Aguri) belegten die finalen Ränge in den Top 10 und sicherten sich somit auch die letzten Zähler. Nick Heidfeld verpasste den Sprung in die Punkteränge als Elfter denkbar knapp. Wieder einmal Pech hatte auch Landsmann Daniel Abt, der schon in der ersten Runde in einen wahren Horrorcrash verwickelt wurde und ausschied.

Schwerer Massenunfall mit Beinahe-Überschlag

Jener Massencrash zu Beginn des Rennens war der "Höhepunkt" des siebten Saisonlaufs in den Straßen Monte Carlos. Ausgangs von Kurve 1 drückte Prost Daniel Abt in die Leitplanken und löste so ein wahres Chaos aus. Weil Abt dadurch plötzlich stehenblieb, fuhr Bruno Senna auf den jungen Deutschen auf und hob spektakulär ab. Beinahe überschlug sich der Brasilianer, landete allerdings schließlich (körperlich) unbeschadet wieder auf der Erde - sein Auto war hingegen Schrott.

Neben Abt und Senna wurden durch den folgenden Stau noch weitere Autos in Mitleidenschaft gezogen, kaum ein Bolide kam ohne Blessuren an Nase oder Flügel davon. Jean-Eric Vergne (Andretti), Salvador Duran (Aguri), Loic Duval (Dragon), Vitantonio Liuzzi (Trulli) und Abt schleppten sich noch an die Box, um das Auto zu tauschen, allerdings hatten sie natürlich keine Chance, die Distanz über 47 Runden damit zu überstehen.

Da zu diesem Zeitpunkt auch Jaime Alguersuari durch eine Kollision in Kurve 1 bereits am Rand stand, war das Feld reichlich ausgedünnt. Die weiterhin mitrollenden Boliden erwiesen sich für die Führungsfahrzeuge als Hindernisse, die auf dem engen Kurs im Fürstentum gar nicht so leicht zu umschiffen waren.

Lucas di Grassi behält WM-Führung

Nach dem fälligen Einsatz des Safety-Cars lag Polesetter Sebastien Buemi vor di Grassi und Piquet in Front. Schnell konnten sich die beiden Führenden absetzen, während Piquet die hinter ihm fahrenden D'Ambrosio und Bird ein wenig aufhielt. Kurz vor dem fälligen Boxenstopp war die Spitzengruppe allerdings wieder relativ nah beisammen.

In Runde 24 nutzte di Grassi als erster die Chance für einen Boxenstopp und hoffte so, die Konkurrenz zu überflügeln. Doch als zwei Runden später auch die anderen Spitzenpiloten zum Service abbogen, änderte sich an der Reihenfolge nichts. Buemi blieb knapp vor dem Brasilianer und musste sich einige Kurven lang harten Angriffen erwehren, die er allerdings abwehren konnte.

Doch weil di Grassi früher an der Box war, musste er ein wenig mehr mit der Energie haushalten und sah sich am Ende stattdessen den Attacken von Piquet ausgesetzt. Doch auch er konnte die Oberhand im brasilianischen Duell behalten und mit zwei Sekunden Abstand auf Sieger Buemi über den Zielstrich fahren. In der Meisterschaft behält der Abt-Pilot damit vorerst die Führung vor eben Piquet.

Als nächstes steht für alle deutschen Fans ein ganz besonderes Highlight an: In zwei Wochen startet die Elektroserie auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin.

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