Motorsport

Inhalt

Suzuki Cup Europe: Salzburgring

Regenchaos in Salzburg

Erschwerte Bedingungen führen zu Kollisionen und zahlreichen Ausritten im ersten Lauf auf dem Salzburgring. Östterreich-Sieger wurde Puchinger.

Foto: autosport.at

Beim heutigen ersten Rennen des Suzuki Cup Europe auf dem Salzburgring waren insgesamt 26 Suzuki Swift am Start. Die Österreicher stellten 15 Fahrzeuge, bei den Ungarn waren 9 Autos im Einsatz.

Im Qualifying am Vormittag dominierte der Ungar Gabor Tim vor dem besten Österreicher Tobias Weichenberger. Christoph Zellhofer belegte in der Österreicherwertung den zweiten Platz vor Lukas Puchinger und Hermann Neubauer, der von der Rallye einen Abstecher auf die Rundstrecke machte.

Kurz vor Rennbeginn setzte auf dem Salzburgring heftiger Regen ein, der das Renngeschehen entscheidend beeinflussen sollte. Ein Teil der Fahrer startete auf Slicks einige zogen vor dem Start noch Regenreifen auf. Aber nicht die Reifenfrage war schlussendlich entscheidend, sondern die extrem schlechte Sicht sorgte für brenzlige Situationen.

Den Start gewann der Ungar Gabor Tim, dahinter aber schon der Österreicher Tobias Weichenberger. Von hinten kam auch Christoph Zellhofer, die beiden Österreicher erzeugten in den ersten Runden viel Druck. In der 4. Runde kam es jedoch zu einem verhängnisvollen Unfall unter den Österreichern.

Dazu Christoph Zellhofer: „Bei der Anfahrt zur ersten Schikane wurde mein Auto durch Aquaplaning aufgeschwemmt, ich konnte nicht mehr lenken und bin trotz eines Ausweich-manövers voll in das Heck von Tobias Weichenberger gekracht. Dieser Vorfall tut mir für Tobias leid, wir waren bis dahin sehr stark unterwegs. Damit waren die bis dahin stärksten Österreicher draußen. Die Ungarn übernahmen in der Folge das Kommando und feierten durch Gabor Tim, Zoltan Balogh, Csaba Gaspar, Egon Burkus, Istvan Bernula und Bizub Tomas einen sechsfachen Erfolg.

Bester Österreicher wurde der ehemalige Motorradrennfahrer aus Oberösterreich, Lukas Puchinger. Er feierte seinen ersten Sieg im Suzuki Cup Austria vor Routinier Max Zellhofer und Lokalmatador Alex Maier. Bei den übrigen Österreichern gab es viel Licht aber auch Schatten. Hermann Neubauer musste schon in der 1. Runde aufgeben, da die Lüftung ausgefallen ist und er nichts mehr sehen konnte. Ähnlich war die Situation bei Walter Kuss. Für Bewegung im Feld sorgten Zigmars Lappa, sein Teamchef Markus Hilberger und auch der Steirer Keijo Keke Platzer. Auch Gaststarter Anton Bauer als Siebenter, sowie Peter Eibisberger sorgten für zahlreiche Positionskämpfe. Johannes Maderthaner entwickelte sich zum Regenspezialisten, während Werner Jedinger und „Drive for Angelina“ Pilot Jürgen Norbert Fux trotz der prekären Wettersituation noch ins Ziel kamen.

Ergebnis des ersten Rennens der Österreicher auf dem Salzburgring:

01.Lukas Puchinger OÖ 25:30,730 Minuten
02.Martin Zellhofer NÖ + 0,185 Sek.
03.Alex Maier Salzbg + 0,570
04.Zigmars Lappa LET + 1,677
05.Keijo Keke Platzer Stmk + 2,395
06.Markus Hilberger Ktn. + 10,539
07.Anton Bauer DEU + 12,224
08.Peter Eibisberger Stmk. + 22,495
09.Johannes Maderthaner NÖ + 45,824
10.Werner Jedinger Tirol + 1:38,619 Min.
11.Jürgen Norbert Fux Salzbg + 1 Runde

Die Stimmen der drei Erstplatzierten:

Sieger Lukas Puchinger: „Für mich ist dieser erste volle Erfolg völlig unerwartet gekommen. Ich habe gar nicht gewusst, dass mir der Regen im Rennen liegt. Es war gegen Ende des Rennens gar nicht leicht, Max Zellhofer zu bekämpfen. Er hat sehr viel Druck gemacht, aber es hat knapp für mich gereicht. Ich möchte mich beim Team sehr herzlich bedanken, man hat mir ein absolut perfektes Auto zur Verfügung gestellt.“

Max Zellhofer als Zweiter: „Dieses Rennen unter diesen Umständen war für mich die schwerste Aufgabe die ich je in einem Rundstreckenrennen erlebt habe. Das Rennen war sehr ereignisreich, die Unfälle waren bedingt durch die Witterung reine Rennunfälle, leider hat es ein paar Mal heftig gekracht.“

Alex Maier als Dritter: „Beim Heimrennen auf dem Stockerl zu stehen ist immer als Erfolg zu werten. Diesmal ist der Swift einwandfrei gelaufen, es war ein schwieriges Rennen, ich bin auch einmal in den Kies hinaus geflogen aber wieder zurückgekommen. Morgen soll das Wetter besser werden.“

Der Stand in der Suzuki Cup Austria Gesamtwertung nach dem achten Saisonrennen:
01.Tobias Weichenberger 73 Punkte, 2. Lukas Puchinger 61,5, 3. Keijo Keke Platzer 61,0, 4. Alex Maier 59,0, 5. Zigmars Lappa 51,0, 6. Max Zellhofer 49,5, 7. Christoph Zellhofer 40, 8. Markus Hilberger 38,5, 9. Thomas Berger 24,5, 10. Johannes Maderthaner 24,0, 11. Walter Kuss 17,5, 12. Werner Jedinger 17, 13. Michael Böhm und Jürgen Norbert Fux je 16, 15. Andreas Aigner 9, 16. Wolfgang Rehberger 8,5, 17. Anton Bauer 8, 18. Peter Eibisberger 7,5, 19. Hermann Neubauer 5 Punkte.

Der neunte Lauf findet morgen Sonntag ab 11,40 Uhr auf dem Salzburgring statt.

Drucken
Rennen 2 Rennen 2 Vorschau II Vorschau II

Ähnliche Themen:

07.08.2016
Suzuki Cup: Salzburgring

Heimischer Vierfach-Triumph: Im ersten Rennen des Suzuki Cup Europe feierten das Vater-Sohn-Gespann Christoph und Martin Zellhofer einen Doppelsieg.

18.05.2015
Suzuki Cup: Spielberg

Zellhofer gewinnt im dritten Rennen, Weichenberger nach toller Aufholjagd zweiter und „Man of the race“, Lokalmatador Kejo-Keke Platzer auf Rang drei.

17.05.2015
Suzuki Cup Europe: Spielberg

In Spielberg gewinnt das erste Rennen Tobi Weichenberger. Im zweiten Rennen scheiden nach einem heftigen Crash einige Favoriten aus - Zellhofer siegt.

Suzuki Cup Europe: Salzburgring

Lebende Legende Stirling Moss feiert 90. Geburtstag

Stirling Moss ist mit 16 GP-Siegen der erfolgreichste Formel-1-Pilot, der nie Weltmeister wurde. Jetzt feiert der Motorsport-Sir seinen 90. Geburtstag.

Formel 1: News Leistungssprung: Ferrari unter Verdacht

Über ein vorsätzliches Leck im Ladeluftkühler soll Motoröl für einen kurzen Leistungsschub dem Verbrennungsprozess zugeführt werden.

Click und Start Motorrad einfach online zulassen

So macht die nächste Motorrad-Tour noch mehr Spaß: Kennzeichen reservieren, Bike einfach zulassen und losfahren: dank i-Kfz im Internet.

ARC: Herbstrallye RRA: Bunt gemischtes Starterfeld

Beim großen ARC-Finale rund um Dobersberg finden sich im Servicezelt von Race Rent Austria bunt gemischte, interessante Piloten ein...