MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
GP2: Spa

Erste Startreihe für das Prema-Team

GP2-Neueinsteiger Prema bleibt in seiner eigenen Liga: Antonio Giovinazzi kann Pierre Gasly in Belgien die Pole Position entreißen.

Auch nach der Sommerpause bleibt Prema Racing in der GP2-Serie in einer eigenen Liga. Beim Qualifying in Spa-Francorchamps verbuchte das italienische Team einen erneuten Doppelerfolg: Antonio Giovinazzi schlug seinen Teamkollegen Pierre Gasly im Kampf um die Pole Position um 0,161 Sekunden. In 1:56,607 setzte sich der Rookie in einer Hitzeschlacht knapp gegen seinen erfahreneren Teamkollegen durch, der schon wie der sichere Polesitter ausgesehen hatte.

Nach einem ersten Schlagabtausch hatte sich Gasly dank einer 1:57,068 mit fast drei Zehntelsekunden Vorsprung klar an die Spitze gesetzt, doch es stand fest, dass mit frischen Reifen noch Raum für Verbesserungen war. Die finale Attacke führte dann Gasly an, der eine hervorragende Runde fuhr, die auch von einem leichten Verbremser vor der Kombination Fagnes nicht getrübt wurde. Das Rad blieb minimal stehen, doch der Franzose konnte die Linie halten. 1:56,768 schienen bereits die Bestmarke zu sein.

Als sich Gasly bereits auf seiner Auslaufrunde befand, schlug plötzlich Giovinazzi zu: Der Italiener hatte eine tadellose Runde, die so stark war, dass er sogar den Führenden noch abfangen konnte. Damit war vor dem Qualifying nicht unbedingt zu rechnen, denn der 22jährige Italiener hatte im freien Training am Vormitag, als er nicht über Rang sechs hinauskam, noch einige Schwierigkeiten gehabt.

Somit war wieder einmal ein erste Startreihe für Prema, noch dazu mit Riesenvorsprung, perfekt. Auf Rang drei ordnete sich etwas überraschend Gustav Malja (Rapax) ein. Der Schwede setzte auf eine antizyklische Strategie und ging einige Minuten vor dem Gros des Feldes auf die Jagd nach den Bestzeiten. Er nutzte die freie Strecke perfekt aus und stellte seinen Boliden mit einer 1:57,124 (+ 0,517 Sekunden) in die zweite Startreihe, die er sich mit Norman Nato (Racing Engineering; + 0,604) teilen wird.

Seinem Teamkollegen Jordan King (1:57,411; + 0,804) gelang es abermals nicht, Nato im Qualifying zu schlagen – der junge Brite musste sich mit Startplatz fünf zufriedengeben. Die Top 10 komplettieren Arthur Pic (Rapax; + 0,855), Raffaele Marciello (Russian Time; + 0,905), Alex Lynn (DAMS; + 1,051), Nobuharu Matsushita (ART, + 1,058) und Marvin Kirchhöfer (Carlin, + 1,143).

Einen herben Rückschlag im Titelkampf musste Sergey Sirotkin (ART) hinnehmen: Der Russe war am Vormittag mit einer 1:58,828 die schnellste Runde des freien Trainings gefahren, fand jedoch im Qualifying bei heißeren Bedingungen nicht die richtige Balance. Ihm blieb mit einer 1:57,927 (+ 1,320) nur der 13. Startplatz. Dabei findet er sich in guter Gesellschaft wieder, denn Artem Markelov (Russian Time; + 1,299), Luca Ghiotto (Trident, + 1,357) und Oliver Rowland (MP; + 1,380) erlebten mit den Plätzen zwölf, 14 und 15 vergleichbare Enttäuschungen.

GP2-Qualifying, Spa 2016

 1.  Antonio Giovinazzi   Prema         1:56,607
2. Pierre Gasly Prema 1:56,768
3. Gustav Malja Rapax 1:57,124
4. Norman Nato Racing Eng. 1:57,211
5. Jordan King Racing Eng. 1:57,411
6. Arthur Pic Rapax 1:57,462
7. Raffaele Marciello Russian Time 1:57,512
8. Alex Lynn DAMS 1:57,658
9. Nobuharu Matsushita ART 1:57,665
10. Marvin Kirchhöfer Carlin 1:57,750
11. Nicholas Latifi DAMS 1:57,768
12. Artem Markelov Russian Time 1:57,906
13. Sergey Sirotkin ART 1:57,927
14. Luca Ghiotto Trident 1:57,964
15. Oliver Rowland MP 1:57,987
16. Sergio Canamasas Carlin 1:58,165
17. Sean Gelael Campos 1:58,252
18. Daniël de Jong MP 1:58,342
19. Mitch Evans Campos 1:58,386
20. Jimmy Eriksson Arden 1:58,674
21. Nabil Jeffri Arden 1:59,292
22. Philo Paz Armand Trident 1:59,577

News aus anderen Motorline-Channels:

GP2: Spa

Weitere Artikel:

DTM 2026: Starterfeld

DTM: Starterfeld mit 21 Autos steht

Die DTM hat das Starterfeld für 2026 mit 21 Autos präsentiert: Welche Fahrer dabei sind, welche Stars fehlen und wieso das Feld etwas kleiner ausfällt als im Vorjahr

Teamchef Toto Wolff erteilt einem Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes eine Absage - Auch Experte Ralf Schumacher sieht viele Gründe, die dagegen sprechen

Absage Bahrain & Saudi-Arabien

Die versteckten Folgen der abgesagten GP

Die Absage der Grands Prix von Bahrain und Saudi-Arabien hat nicht nur logistische Konsequenzen für die Teams, sondern betrifft auch mehrere sportliche Aspekte