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Ekström triumphiert auch in Mettet

Start-Ziel-Sieg im Finale: Mattias Ekström feiert in Mettet seinen zweiten Triumph in Folge – Sebastian landet vor Petter Solberg erstmals auf dem Podest.

Fotos: FIA World RX

Der Schwede Mattias Ekström hat in der Rallycross-WM einen Erfolgslauf gestartet. Eine Woche nach seinem Sieg in Hockenheim war der Audi-Pilot auch in Belgien nicht zu schlagen. Auf dem Circuit Jules Tacheny in Mettet dominierte Ekström bis auf einen kleinen Fehler die Vorläufe und war sowohl in seinem Semifinale als auch im großen Finale unschlagbar. Mit seinem zweiten Saisonsieg führt der DTM-Pilot nun auch die WM-Wertung alleine an.

In Mettet standen drei internationale Toprennfahrer auf dem Podium. Sebastien Loeb fuhr als Zweiter zum ersten Mal in seiner noch jungen WRX-Karriere auf das Podest. Doppelweltmeister Petter Solberg eroberte Platz drei. "Mattias war an diesem Wochenende der Schnellste", zollt Solberg dem Sieger Respekt. In der WM führt Ekström nach drei Läufen mit 78 Punkten fünf Zähler vor Solberg.

"Ich bin überglücklich", atmet Ekström nach seiner perfekten Vorstellung durch. "Der Adrenalin-Kick in meinem Körpers ist extrem. Das Auto war bis auf einen kleinen Fehler von mir in Q4 perfekt. Der Rest des Wochenendes war perfekt, das Auto fährt wunderschön. Mein Team arbeitet Tag und Nacht dafür. Es fühlt sich surreal an, zunächst Hockenheim und jetzt hier zu gewinnen. Das Auto war absolut brillant. Wir haben hart gearbeitet, um die Starts hinzubekommen. Die Saison ist aber noch lang, trotzdem ist so ein guter Saisonstart wunderschön."

Loeb setzte sich im Semifinale und im Finale hinter Ekström fest, konnte den Schweden aber nie attackieren. "Die Strecke war hier sehr gut, ich habe es genossen. Im Auto habe ich mich wohlgefühlt", sagt der Franzose nach Platz zwei. "Ich habe gepusht, im Finale war es ein guter Kampf gegen die Jungs. Ich musste richtig pushen, um von Petter wegzukommen. Es ist sehr schön, dass ich hier auf dem Podium stehe. Das Level ist hier sehr hoch, höher als in anderen Serien. Man sieht hier immer unterschiedliche Autos vorne. Man muss ständig am Limit sein, alles ist intensiv. Deswegen ist es schön, ein Wochenende so zu beenden."

Weltmeister Solberg erwischte im Finale nicht den besten Start und musste seine Strategie ändern: "Es war ein toller Kampf. Ich versuchte in der ersten Kurve etwas vorsichtiger zu sein, aber dann war Loeb da. Ich nahm die Joker-Lap früh und habe dann aufgeholt", schildert der Norweger. "Dann hat sich Marklund gedreht, wobei ich zwei Sekunden verloren habe. Ich habe so hart wie möglich gepusht und dadurch die Hinterreifen überhitzt. Mit dem Podestplatz bin ich sehr zufrieden. Wir müssen hart arbeiten."

Semifinale 1: Ekström stürmt souverän ins Finale

Ekström und Loeb starteten aus der ersten Reihe und in der ersten Kurve setzte sich der Schwede innen durch. In der Folge behauptete Ekström souverän die Führung. Loeb konnte nur mit Abstand folgen. Der Franzose nahm am Ende von Runde vier die Joker-Lap und blieb Zweiter. Ekström hatte einen großen Vorsprung und nahm die Joker-Lap in der letzten Runden. Er fuhr souverän den Sieg vor Loeb nach Hause.

Dahinter war es turbulenter. Timur Timerzjanow zuckte beim Start, wodurch er zwei Joker-Laps nehmen musste. Nach dem Start drehte sich Davy Jeanney, er konnte aber weiterfahren. Im Verfolgerfeld ging es eng zu und Janis Baumanis fuhr zunächst als Dritter über die Linie. Allerdings bekam er die schwarze Flagge gezeigt und somit zog Francois Duval zum ersten Mal in seiner Karriere mit Ekström und Loeb ins Finale ein.

Semifinale 2: Solberg holt sich den Sieg

Der Start musste zweimal abgebrochen werden, weil Timmy Hansen und Reinis Nitiss zuckten und dafür zwei Joker-Laps nehmen mussten. Beim Start setzte sich Solberg von der Pole-Position durch und übernahm die Führung vor den beiden Volkswagen von Johan Kristoffersson und Anton Marklund. Am Ende von Runde vier bog Marklund in die Joker-Lap ab, eine Runde später folgte Kristoffersson.

Solberg nahm seine Joker-Lap am Ende und kam auch als Erster über die Ziellinie. Dahinter wurde Kristoffersson Zweiter. Spannend war es um den dritten und letzten Platz im Finale. Marklund setzte sich um weniger als eine Sekunde gegen Hansen durch, obwohl der Peugeot zwei Joker-Laps fahren musste. Für Kevin Eriksson und Nitiss war nach dem Semifinale Feierabend.

Finale: Ekström lässt Konkurrenz keine Chance

Beim Start setzte sich Ekström von der Pole-Position durch, während Marklund außen ein super Manöver machte und auf Platz zwei nach vor kam. Solberg und Loeb folgten als Dritter und Vierter. Durch den durchwachsenen Start entschied sich Solberg gleich am Ende der ersten Runde für die Joker-Lap, Duval folgte ihm. In Runde zwei erbte Loeb den zweiten Platz, da Marklund abflog und sich drehte.

An der Spitze fuhr Ekström souverän seine Runden mit den stärksten Zeiten. Loeb konnte nicht dicht dran bleiben, während von hinten Solberg aufholte und die Lücke schloss. Die Spitze blieb aber auf der saubereren Strecke, Ekström bog in der letzten Runde in die Joker-Lap ab und blieb ungefährdet vorne. Spannend war es im Duell um Platz zwei, auch Loeb nutzte die letzte Chance für die Joker-Lap in der letzten Runde und blieb hauchdünn vor Solberg. Marklund, Duval und Kristoffersson belegten die Plätze vier bis sechs.

Die nächste Runde der Rallycross-WM findet vom 27. bis 29. Mai in Großbritannien statt. Schauplatz ist der Traditionskurs von Lydden Hill.

Vorschau Vorschau Vor dem Semifinale Vor dem Semifinale

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