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Motorrad-WM: Sepang

Pole für Pedrosa - Marquez stürzt

Honda-Pilot Dani Pedrosa führt die erste Startreihe in Sepang vor Johann Zarco und Andrea Dovizioso an - WM-Leader Marc Marquez wird nach Sturz nur Siebter.

Fotos: Michelin

Dani Pedrosa feiert in Sepang seine dritte Pole-Position dieser MotoGP-Saison: Der Honda-Pilot setzte sich in einem engen Qualifying-Finish gegen Johann Zarco (Tech-3-Yamaha) und Andrea Dovizioso (Ducati) durch, die die erste Startreihe beim Großen Preis von Malaysia komplettieren. Beiden fehlten auf die Bestzeit von Pedrosa (1:59.212 Minuten) nur wenige Hundertstelsekunden .

"Natürlich musste ich Risiko nehmen, auch im letzten Versuch sind mir ein paar Fehler unterlaufen", blickt der Polesetter auf sein Qualifying zurück. "Aber ich bin sehr glücklich, das ist meine dritte Pole in dieser Saison. Normalerweise gelingen mir nicht so viele. Auch der Start aus der ersten Reihe ist positiv. Die Strecke hat sich ständig verbessert, daher sind die Rundenzeiten immer schneller geworden."

Für das Rennen hofft Pedrosa auf trockene Bedingungen, "da wir gestern im Regen große Probleme hatten". Bleibt das Wetter stabil, geht der Spanier nach dieser Quali-Vorstellung und angesichts seiner bisherigen Historie in Sepang als einer der Favoriten in den Rennsonntag. Das gilt nicht minder für Dovizioso, der sich als Dritter in einer guter Ausgangsposition befindet.

Johann Zarco: "Habe eine gute Pace für den Sieg"

"Die Pole-Position wäre natürlich nett gewesen", sagt der Ducati-Pilot im Parc ferme, "aber ich war so glücklich, als ich die 59.2 gesehen habe. Mir ist eine perfekte Runde gelungen. Das war sehr wichtig. Viele sind schon beim ersten Versuch eine schnelle Zeit gefahren, daher musste ich eine sehr gute Zeit fahren, um noch in die erste Startreihe zu kommen. Das ist geglückt."

Der Italiener zeigte bisher sowohl im Trockenen als auch im Nassen eine starke Pace und will seinen Vorjahressieg natürlich am liebsten wiederholen. Als Störenfried könnte sich dabei erneut Zarco erweisen, der das Spitzenfeld zuletzt auf Phillip Island aufmischte und das auch an diesem Rennsonntag wieder vorhat.

"Wir sind ein tolles viertes Training gefahren mit dem Medium-Reifen. Ich denke, ich kann damit das gesamte Rennen fahren und habe eine gute Pace für den Sieg", gibt sich der Franzose kämpferisch. Bisher stand er einmal auf dem Podest, und zwar bei seinem Heim-Grand-Prix in Le Mans. "Mal sehen, welches Wetter wir am Sonntag haben werden. In den warmen Bedingungen wird es für alle hart, aber ich bin bereit zu kämpfen."

Marc Marquez kann es erst retten und stürzt dann doch

Mit seiner Qualifying-Performance ist Zarco zufrieden, auch wenn er knapp an der Pole-Position vorbeischrammte: "Wir haben ein paar kleine Verbesserungen erzielt. Auf dem zweiten Reifensatz ist mir eine gute Runde gelungen. Auf der letzten Runde habe ich die Pole-Position erwartet, aber ich bin nicht traurig. Auch die zweite Position in der ersten Reihe ist gut, und auf diesem Niveau zu kämpfen ist einfach fantastisch."

Seinen Markenkollegen Valentino Rossi ließ Zarco erneut hinter sich. Dieser führt als Vierter die zweite Startreihe an. Dahinter folgen Teamkollege Maverick Vinales und Jorge Lorenzo (Ducati). Für WM-Leader Marc Marquez (Honda) reichte es nach einem Sturz im ersten Run letztlich nur zum siebten Platz. Es ist der schlechteste Startplatz für den Weltmeister in diesem Jahr.

Dabei sah der Spanier im vierten Freien Training noch stark aus. Doch seine Zeitenjagd im Qualifying fand ein frühes Ende, als er im ersten Run über das Vorderrad ausrutsche. Diesen Sturz konnte er anders als jenen im Training nicht mehr retten und musste zurück an die Box, um auf seine zweite Honda umzusteigen. Mit dieser kletterte er zunächst auf Rang drei, fuhr erneut an die Box und ging für eine letzte schnelle Runde noch einmal raus.

Marquez vs. Dovizioso: Reifenpoker im Rennen?

Die Zeiten der Spitze konnte der Honda-Pilot jedoch nicht mehr mitgehen. Während sich Dovizioso, Zarco und Pedrosa mit roten Sektorenzeiten gegenseitig überboten, blieb Marquez mit einer persönlichen Bestzeit von 1:59.694 Minuten auf Platz sieben hängen. Sein Rückstand auf die Spitze betrug 0,482 Sekunden.

Allerdings fuhr er in der Trainingsession kurz zuvor mit dem harten Vorder- und dem mittelharten Hinterreifen konstant schnelle Rundenzeiten, was ihn für ein Trockenrennen am morgigen Sonntag optimistisch stimmen kann. Dovizioso war mit den jeweils weicheren Reifenoptionen (vorne medium und hinten soft) im Longrun ebenfalls schnell. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Reifen über die komplette Renndistanz entwickeln werden.

Im vierten Training direkt hinter Marquez und Dovizioso präsentierte sich Suzuki-Pilot Alex Rins stark. Beim Qualifying belegte er Rang acht und entschied das teaminterne Duell mit Andrea Iannone für sich, der Neunter wurde. Cal Crutchlow (LCR-Honda) blieb nach einem Crash auf Position zehn stehen. Jack Miller (Marc-VDS-Honda) und KTM-Pilot Pol Espargaro (KTM) runden die vierte Startreihe auf den Plätzen elf und zwölf ab.

Michael van der Mark startet beim Debüt als Letzter

In der ersten Qualifying-Session kämpften zuvor gleich mehrere Piloten aussichtsreich um ein Weiterkommen. Neben Rins und Espargaro belegten zeitweise auch Bradley Smith (KTM) sowie die Pramac-Ducati-Fahrer Danilo Petrucci und Scott Redding einen der ersten beiden Plätze. Am Ende reichte es dann aber doch nur für die fünfte Startreihe abwärts.

Petrucci und Redding gehen von den Positionen 13 und 14 ins Rennen. Alvaro Bautista (Aspar-Ducati) schob sich noch vor Smith auf Startplatz 15. Loris Baz (Avintia-Ducati), der wie Espargaro in den letzten Minuten der Quali-Session gestürzt war, fiel auf Rang sieben zurück. Aprilia-Pilot Sam Lowes beschließt die sechste Startreihe als Achtzehnter.

Tito Rabat (Marc-VDS-Honda), Hector Barbera (Avintia-Ducati) und Karel Abraham (Aspar-Ducati) kamen im Qualifying nicht über die Plätze 19 bis 21 hinaus. Superbike-WM-Pilot Michael van der Mark, der die Tech-3-Yamaha des kranken Jonas Folger pilotiert, muss sein erstes MotoGP-Rennen als Letzter in der Startaufstellung in Angriff nehmen. Nach einem Sturz im zweiten Run konnte sich der Niederländer nicht mehr steigern.

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