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Motorrad-WM: Phillip Island

Marc Marquez sichert sich die Pole-Position

Vereinzelte Regentropfen machen das Qualifying auf Phillip Island spannend: Marc Marquez erobert vor Yamaha-Duo die Pole.

Bildquelle: motogp.com

MotoGP-Weltmeister Marc Marquez steht beim Grand Prix von Australien das fünfte Jahr hintereinander auf dem besten Startplatz. Der Honda-Werksfahrer nutzte im Qualifying auf Phillip Island den Windschatten von Alex Rins (Suzuki) perfekt und setzte sich mit 1:29.199 Minuten an die Spitze. Marquez zog mit dieser Leistung mit Casey Stoner gleich. Der Australier stand auf dieser Strecke auch fünfmal (2008-2012) auf der Pole-Position. Die erste Startreihe komplettierten die beiden Yamaha-Fahrer Maverick Vinales und Johann Zarco .

Einfach war es nicht, denn zu Beginn von Q2 fing es rund um die Strecke zu tröpfeln an. Es war aber nicht komplett nass, weshalb die Fahrer mit Slicks attackierten. "Was das Qualifying betrifft, waren das wirklich die schwierigsten Bedingungen in diesem Jahr", sagt Marquez. "Ich hatte ein bisschen Angst. Man weiß einfach nicht, wo das Limit liegt, wenn es leicht regnet. Dann wurde der Regen stärker und ich habe es gut sein lassen. Das Rennen ist morgen."

Vinales absolvierte nach seinen ersten beiden fliegenden Runden einen schnellen Boxenstopp. Er sprang sofort auf seine zweite M1 und gab wieder Gas. Im zweiten Angriff gelang ihm seine persönlich schnellste Runde, die um drei Zehntelsekunden langsamer als Marquez war. Dann hatte Vinales noch eine beste Zwischenzeit im ersten Sektor. "In den ersten drei Sektoren war ich der Schnellste, aber im vierten habe ich es dann verloren." Dort war es dann in den finalen Minuten schon zu nass, um noch schneller fahren zu können.

Wie extrem schwierig es auf dieser ultraschnellen Strecke war, schildert der drittplatzierte Zarco: "Es war schrecklich, bei diesen Bedingungen zu fahren! Du weißt nicht, ob das Bike in der Spur bleibt oder ob du stürzen wirst. Wir mussten es aber probieren, denn sonst hätten wir das Qualifying weggeschmissen. Ich habe alles versucht, aber ich hatte echt Angst! Jetzt bin ich einfach nur froh, dass alles gutgegangen ist und ich jetzt durchatmen kann!"

Drei Italiener in der dritten Startreihe

Suzuki-Pilot Andrea Iannone hatte die Freien Trainings bestimmt, aber im Qualifying musste sich der Italiener mit Startplatz vier begnügen . Sein Teamkollege Rins wird sich daneben als Fünfter aufreihen. Lokalmatador Jack Miller (Pramac-Ducati) griff gleich zu Beginn von Q2 mit Slicks an und ging wie immer Risiko. Ganz wurde das aber nicht belohnt. Als Sechster war "Jackass" der beste Ducati-Fahrer, er komplettierte die zweite Startreihe.

Die dritte Startreihe ist fest in italienischer Hand. Valentino Rossi (Yamaha) fehlte eine Sekunde auf die Spitze, was Rang sieben bedeutete. Dahinter klassierten sich die beiden Ducati-Fahrer Danilo Petrucci und Andrea Dovizioso. Bester Rookie war Hafizh Syahrin (Tech3-Yamaha), für den Startplatz zehn das beste Ergebnis seiner Karriere ist. Pol Espargaro (KTM) und Alvaro Bautista (Ducati) rundeten die vierte Startreihe ab. Bautista stürzte in Q2 vor Kurve 10 und purzelte in die Wiese.

Q1: Dani Pedrosa weit hinten

Im ersten Qualifying-Abschnitt, bei dem die Strecke noch komplett trocken war, sicherte sich Bautista die Bestzeit. Der Spanier, der im Ducati-Werksteam den verletzten Jorge Lorenzo vertritt, fuhr als Einziger in Q1 unter 1:30 Minuten . Platz zwei eroberte Espargaro mit der KTM. Beide Spanier zogen somit ins Q2 ein. Karel Abraham, der an diesem Wochenende im Angel-Nieto-Team auf der Ducati GP17 von Bautista sitzt, verpasste als Dritter den Einzug und wird auf Startplatz 13 stehen.

Keine Rolle bei der Vergabe der ersten beiden Positionen spielte Dani Pedrosa. Der zweite Honda-Werksfahrer hatte fast eine Sekunde Rückstand und qualifizierte sich nur für Startplatz 18. Dahinter folgte als 19. Aleix Espargaro als bester Aprilia-Vertreter. Der Schweizer Tom Lüthi (Marc-VDS-Honda) wird von Position 20 auf die Jagt nach seinem ersten WM-Punkt gehen. Insgesamt sind 23 Fahrer am Start. Cal Crutchlow fehlt nach seinem Trainingssturz am Freitag wegen eines Knöchelbruchs. Er wurde bereits in Melbourne operiert.

Der Grand Prix über 27 Runden wird am Sonntag um 06:00 Uhr MEZ gestartet.

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