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Rallycross-WM: Silverstone

Kristoffersson: Kollision mit Solberg im Halbfinale - dann Sieg!

Kristoffersson feiert den Sieg, nachdem er zuvor im Halbfinale mit Stallkollege Solberg kollidiert war. Bestes Austro-Team wird Stard mit Baumanis auf Platz 13.

Foto: WorldRX

Emotionale Achterbahnfahrt für PSRX-Volkswagen beim vierten Saisonlauf der Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) im britischen Silverstone. Im Halbfinale drohte das Wochenende nach einer teaminternen Kollision zwischen Johan Kristoffersson und Petter Solberg in einem Drama zu enden, doch im Finale gewann Kristoffersson vor Andreas Bakkerud (Audi) und Sebasiten Loeb (Peugeot) und feierte damit seinen dritten Saisonsieg.

Doch dieser hing zeitweise am seidenen Faden. Kristoffersson und Solberg waren im ersten Halbfinale nebeneinander aus der ersten Reihe gestartet und sich auf dem Weg Richtung erste Kurve in die Quere gekommen. Solberg zog auf der Außenseite nach innen, doch Kristoffersson gab nicht nach. Der Polo des amtierenden Weltmeisters steigt am Auto seines Teamkollegen auf, drehte sich und krachte in der ersten Kurve in die Reifenstapel, die dabei auf die Strecke verschoben wurden.

Eine rote Flagge war die Folge, während der hektisch an den beiden Polos des PSRX-Teams gearbeitet. Während an Kristofferssons Polo die Front beschädigt war, musste bei Solbergs Auto hinten rechts der in Fetzen hängende Kotflügel gerichtet werden und ein plattes Rad gewechselt werden musste.

Doch diese Reparaturen reichten nicht aus. Solberg trat zwar beim Neustart des ersten Halbfinals an, musste sein Auto nach zwei Runden aber abstellen. Kristoffersson hingegen überstand das Halbfinale zwar und gewann trotz des angeschlagenen Autos, blieb dann aber auf der Auslaufrunde liegen und musste abgeschleppt werden!

Bis zum Start des Finals hatten die PSRX-Mechaniker den Polo wieder repariert, und Kristoffersson dankte es mit einem Start-Ziel-Sieg. "Vor sechs Stunden lag ich noch auf Platz sechs, aber dann habe ich mich mit den Siegen in Q3 und Q4 zurückgemeldet", blickt Kristoffersson auf seine Formsteigerung am Sonntag zurück.

"Das Halbfinale war wirklich hart, vor allem in der ersten Kurve. Es ist ehrlich gesagt alles ziemlich schnell passiert", will sich der Schwede zum Unfallhergang unmittelbar nach dem Rennen nicht äußern. "Im Finale war Andreas dann plötzlich deutlich schneller als im Finale. In den letzten zwei, drei Runden habe ich mich darauf konzentriert, möglichst sauber zu fahren. Und am Ende hat es knapp gereicht.

Auf Platz zwei fuhr Bakkerud, der damit sein bestes Ergebnis seit seinem Wechsel für EKS-Audi erzielte. Rang drei sicherte sich Loeb, der den Start aus der ersten Reihe verpatzt hatte und ans Ende des Feldes zurückgefallen war. Der neunmalige Rallye-Weltmeister machte aus der Not eine Tugend, ging gleich in die Joker-Runde und kam auf diese Weise an Mattias Ekström (Audi) vorbei, der erst in vierten Umlauf in die Joker-Runde fuhr.

Esktröm musste am Ende mit Rang vier vorliebnehmen, die Plätze fünf und sechs gingen an Niclas Grönholm (Hyundai) und Kevin Hansen (Peugeot). Dessen Bruder und Teamkollege Timmy Hansen war nach starken Leistungen in den Qualifyings im Halbfinale mit einem Reifenschaden ausgeschieden.

Von den beiden österreichischen Teams hatte erneut Stard die Nase vorne: Janis Baumanis verpasste das Finale auf Platz 14, durfte sich aber mit drei WM-Punkten trösten, der zweite Pilot Ma Quing Hua sowie Andrew Jordan im MJP Racing Fiesta gingen leer aus.

In der Meisterschaftswertung führt nach vier von 12 Saisonrennen Kristoffersson mit 105 Punkten vor Loeb (91 Punkte) und Bakkerud (83). In der Teamwertung liegt PSRX-Volkswagen mit 185 Punkten vor den fast punktgleichen EKS-Audi (163) und Peugeot (162).

Weiter geht es mit der Rallycross-WM in zwei Wochen (8. bis 10. Juni) mit dem fünften Saisonlauf im norwegischen Hell.

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