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Bergrallyecup: St. Andrä/Höch

Schagerl wie von einem anderen Stern

Auch auf dem Demmerkogel war Karl Schagerl im VW Golf TFSI-R das Maß der Dinge, während es für die Porsche-Piloten ein Waterloo gab.

Foto: H. Rieger

Schagerl feierte in St. Andrä/Höch als Tages- und Klassensieger nach Lödersdorf und Pöllauberg das Triple und so nebenbei auch den dritten Streckenrekord, denn der Purgstaller blieb in 58,28 Sekunden als einziger unter der magischen Ein-Minuten-Schallmauer; mit einer Topperformance auf Platz zwei: der Bad Gamser Werner Hofer im Ford Escort WRC. Diese Leistung war umso bemerkenswerter, da er nur sporadisch Bergrennen bestreitet.

Arg gebeutelt wurde die Porsche-Truppe – auch wenn Gastgeber Rupert Schwaiger den dritten Gesamtrang belegte, war dies nur ein kleiner Trost, denn sowohl Manuel Seidl (Porsche 997 GT3 Cup) im ersten Rennlauf als auch Schwaiger im dritten Rennlauf zerstörten bei Ausritten ihre Boliden nachhaltig, blieben dabei aber unverletzt. Die Formkurve für den Weizer Stefan Wiedenhofer im Mitsubishi Mirage R5 Evo 2 zeigt mit Platz vier weiter nach oben.

Bergfuchs Felix Pailer (Lancia Delta Integrale) haderte am Start des ersten Laufs wieder mit der Antriebswelle, konnte dann nach einem Tausch noch den zweiten und dritten Rennlauf bestreiten und wurde sehr guter Fünfter. Auf dem sechsten Platz landete mit Thomas Strasser junior bereits der erste Zwei-Liter-Pilot; der Tiroler, dessen Augenmerk dem deutschen Bergcup gilt, fuhr ein sehr starkes Rennen.

Siebenter wurde der Mürztaler Werner Karl, der im Audi S2R Quattro wieder eine blitzsaubere Leistung ablieferte. Auf Platz acht: Der zweite Zwei-Liter-Pilot Jürgen Halbartschlager, der im VW Golf bisher eine tolle Saison abliefert. Lokalmatador Didi Sternad aus Gamlitz peitschte seinen Alfa Romeo 156 STW auf den ausgezeichneten neunten Gesamtrang, vor dem Sinabelkirchner Michi Wels im VW Scirocco, der die Top Ten beschloss.

Klassenergebnisse

• Spez. TW. E1 über 2.000 cm³ 4WD

Karl Schagerl (VW Golf TFSI-R) ist derzeit eine Bank und feierte seinen dritten Klassensieg in Folge. Mit einer blitzsauberen Vorstellung auf Platz zwei: Vorjahressieger Werner Hofer aus Bad Gams im Ford Escort WRC. Mit einem guten dritten Platz bleibt der Weizer Stefan Wiedenhofer im Mitsubishi Mirage R5 Evo 2 in dieser Klasse erster Verfolger von Schagerl. Trotz Antriebswellendefekts wurde der Haslauer Gipfelstürmer Felix Pailer im Lancia Delta Integrale sehr guter Vierter vor dem Langenwanger Werner Karl, dessen Audi S2R Quattro bisher einwandfrei und ohne Defekte läuft. Ewald Scherr pirscht sich mit Platz sechs im Ford Escort Cosworth auch zeitenmäßig weiter an die Konkurrenz heran.

• Spez. TW. E1 über 2.000 cm³ 2WD

Es war nicht der Tag der Porsche-Piloten. Zwar gewann Gastgeber Rupert Schwaiger im Porsche 911 3.5 Biturbo die Klassenwertung, zerstörte im dritten Rennlauf seinen Boliden aber nachhaltig. Der Lödersdorfer Karl Heinz Binder agiert mit seinem Ford Sierra RS 500 derzeit in Topform: Er belegte Platz zwei vor einem stark fahrenden Teamkollegen Ronald Reiß und gilt jetzt auch als Geheimfavorit auf den Titel. Reiß im Ford Escort Turbo konnte seinen ersten Stockerlplatz fast nicht glauben. Mit einer Topleistung sehr guter Vierter wurde der Weststeirer Karlheinz Schauperl im VW Käfer vor dem Grazer Christoph Rappold, der seinen BMW M3 auf einen guten fünften Platz lenkte. Drifterass Daniel Sailer begeisterte mit seiner Show im BMW E30 einmal mehr die Fans. Der Gleisdorfer Manuel Seidl touchierte im ersten Lauf mit dem Porsche 997 Cup GT3 eine Leitplanke und zerstörte sein Fahrzeug nachhaltig.

• Spez. TW. E1 bis 2.000 cm³

Der Tiroler Thomas Strasser junior (VW Scirocco), meist im deutschen Bergcup am Start, siegte bei seinem Gastauftritt auf dem Demmerkogel vor Jürgen Halbartschlager im VW Golf, der damit die Führung in der Klasse weiter ausbaute. Der Gamlitzer Lokalmatador Didi Sternad (Alfa Romeo 156 STW) bewies mit Rang drei einmal mehr, dass er zu den schnellsten Zwei-Liter-Piloten zählt: auf Platz vier Michael Wels, der amtierende Cupsieger aus Sinabelkirchen, im VW Scirocco vor dem Leobener Heiko Fiausch, der im Opel Astra GSI den hervorragenden fünften Platz belegte.

Auf Platz sechs der Auftaktsieger von Lödersdorf, Michael Emsenhuber im VW Corrado, vor Patrick Trammer, der im VW Golf 1 16V Evo 2 top unterwegs war. Mit Platz acht sammelt Werner Jud (VW Golf 2) kontinuierlich wichtige Punkte für die Meisterschaft. Der Passailer Markus Blasl (Opel C Kadett Coupé) war mit Platz neun abermals in den Top 10 vor Matthias Brandl im 2er-Golf GTI. Auf Platz elf: der Leibnitzer Lokalmatador Martin Povoden (Renault Mégane); Zwölfter schließlich der Gleisdorfer Georg Stix im Renault Clio Cup.

• Spez. TW. bis 1.400/1.600 cm³

René Warmuth (VW Polo) pirschte sich mit einem weiteren Sieg an den Steirer Dominik Rabl im VW Golf GTI, diesmal auf Platz zwei, heran. Den dritten Platz belegte der schnellste 1400er: Johann Blecha im Suzuki Swift GTI.

• Division A über 2.000 cm³

Roland Hartl, der amtierende Bergstaatsmeister aus Wien, siegte im Mitsubishi Lancer Evo 6 vor dem Kaindorfer Manfred Fuchs (Mitsubishi Lancer Evo 8) und übernahm damit auch die Führung in dieser Klasse. Auf Platz drei im Renault Turbo: der Kärntner Markus Stingl.

• Division A bis 2.000 cm³

Der Slowene Aleš Prek, dem dieser Lauf als letzter Funktionstest vor dem EM-Lauf auf dem Rechberg diente, gewann vor dem Fladnitzer Chris-André Mayer, der zufrieden resümierte, und dem regierenden Cupsieger Helmut Harrer (alle Honda Civic Type R). Auf Platz 4 im Opel Astra GSI: Patrick Flechl aus St. Kathrein.

• Division N über 2.000 cm³

Als Solist, aber mit kontinuierlich guten Zeiten, gewann der Kärntner Andre Würcher im Subaru Impreza STI die große Klasse der Gruppe-N-Tourenwagen.

• Division N bis 2.000 cm³

Der Fladnitzer Michael Auer, derzeit weiter im Honda Civic Type R unterwegs, feierte seinen zweiten Sieg der Saison vor Markus Raith, ebenfalls Honda Civic Type R, und übernahm damit auch die Führung, doch Wolfgang Schutting im Renault Clio Williams bleibt ihm mit Rang drei weiter auf den Fersen. Bernhard Riedl wurde im Renault Clio Sport guter Vierter vor dem Kärntner Klaus Demuth im Renault Clio Ragnotti. Markus Klausberger wurde im Suzuki Swift bei seinem erst dritten Renneinsatz Sechster.

• Historisch über 2.500 cm³

Dritter Sieg im dritten Rennen – eine bisher makellose Bilanz für den Hatzendorfer Harald Neuherz im Audi S1 Quattro vor dem Kärntner Gerald Glinzner im soundstarken Porsche 911 SC. Heimkehrer Reinhold Prantl aus Deutschlandsberg belegte einen feinen dritten Rang vor dem mittlerweile 72 Jahre jungen Herbert Neubauer im Lancia Delta Integrale.

• Historisch bis 2.500 cm³

Als hätte es nie eine Rennpause gegeben, dominierte auch diesmal der Lödersdorfer Mario Krenn im Ford Escort RS 2000 diese Klasse, aber der Fernitzer August Gratzer lässt mit Platz zwei im Lancia Beta Montecarlo nicht locker. Manfred Zöchling wurde im VW Golf GTI guter Dritter vor Adi Hochecker im Opel Kadett C Coupé. Den fünften Platz belegte Franz Haidn im BMW 325 E30.

• Historisch bis 1.600 cm³

Patrick Ulz eilt im Alfasud TI weiterhin von Sieg zu Sieg. Mit großem Einsatz wurde der Tiroler Josef Obermoser aus Kitzbühel in einem weiteren Alfasud TI Zweiter vor Thomas Schütz im Renault Alpine Cup. Oliver Obermoser belegte einen feinen vierten Platz im Alfa Romeo Sprint. Nach technischem Defekt noch vor dem Rennen leider nicht in der Wertung: Thomas Beutle VW Golf 1 GTI.

• Historisch bis 1.300 cm³

Auch für den Gleisdorfer Dominik Neumann gab es einen lupenreinen Hattrick – der dritte Sieg in Folge mit dem Mini Cooper BMC. Mit Platz zwei lässt der Weizer Erwin Mandl im NSU TT aber nicht locker. Auch der zweite Mini-Pilot, Fabio Labner, schaffte es mit Platz drei wieder auf das Stockerl. Gerd Fischer wurde im Ford Escort 1300 GT guter Vierter.

• Division E2 - SH

Diesmal war in dieser Klasse nur ein Pilot am Start – und dieser musste vor dem zweiten Rennlauf mit technischem Defekt w.o. geben: Schade für den Niederösterreicher Wilhelm Bernhard im spektakulären Puch TR5.

Nächster Lauf zum Bergrallyecup 2019 inklusive Bergstaatsmeisterschaft am Samstag, dem 4., und Sonntag, dem 5. Mai 2019, in St. Urban/Simonhöhe; Veranstalter: Mad. Racing Power (Ferdinand Madrian) und Glinzner Motorsport (Gerald Glinzner)

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