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DTM: Assen

Wittmann erobert Pole im Qualifying für das erste Rennen

BMW-Pilot Marco Wittmann bricht die Audi-Dominanz, Markenkollege Philipp Eng auf Platz neun, Ferdinand Habsburg auf Platz 17.

Foto: DTM

BMW-Pilot Marco Wittmann schlägt beim Samstag-Qualifying in Assen nach vier Audi-Poles in Folge zurück und holt seine dritte Saison-Pole. Mit einer Bestzeit von 1:25.434 Minuten setzt sich der Fünftplatzierte in der Meisterschaft gegen die Audi-Piloten Rene Rast, Loic Duval und Pietro Fittipaldi durch.

"Das ist immer ein kleiner Befreiungsschlag, wenn du ganz vorne stehst", zeigt sich Wittmann erleichtert, nachdem er in den vergangenen drei Rennen nur vier Punkte geholt hatte. "Vor allem nach dem Dämpfer beim Heimrennen am Norisring ist es schön, wieder zurück zu sein." Und das obwohl man am Vortag noch "ein paar Schwierigkeiten" hatte.

"Wir haben das Auto über Nacht noch einmal verändert. Meine Mechaniker und Ingenieure haben mir echt ein Top-Auto hingestellt, aber auch die Runde war wirklich einwandfrei", freut sich Wittmann über die drei Punkte für die Pole.

DTM-Leader Rast, der neben dem BMW-Piloten in der ersten Reihe steht, fehlten am Ende 0,158 Sekunden auf die WIttmann-Zeit. "Der zweite Reifensatz war nicht so wie ich mir das vorgestellt habe", liefert er gegenüber 'Sat.1' die Erklärung. "Ich hatte nicht den Grip, den ich mir gewünscht habe. Irgendwie ging nichts mehr, und deswegen habe ich abgebrochen."

Dennoch ist er mit Platz zwei laut eigenen Angaben "mega happy! Zwei Punkte für die Meisterschaft - und meine Hauptkonkurrenten sind alle hinter mir", spielt er auf die Startplätze sechs für Nico Müller und neun für Philipp Eng, die in der Meisterschaft seine direkten Verfolger sind, an. Eine interessante Aussage: Zählt er also Wittmann, der auf Platz fünf 54 Punkte Rückstand hat, nicht mehr zu seinen engsten Titelrivalen?

Kommt Regen-Blindflug?

Für Spannung sorgt auf jeden Fall der Wetterbericht, der gegen Mittags Gewitter prognostiziert. "Jetzt warten wir auf den Regen. Das ist ganz schön knifflig, denn wir sind hier noch nie bei Regen gefahren", sagt Rast mit Blick auf die DTM-Rennpremiere in Assen ab 13 Uhr.

Ein kleines Erfolgserlebnis hatte diesmal Pechvogel Timo Glock, der mit Platz fünf als zweitbester BMW-Pilot ein deutliches Lebenszeichen gab. "Ich bin happy", zeigt er sich erleichtert. "Es war bis jetzt rundes und problemfreies Wochenende. Das Auto war von Anfang an sehr gut, ich habe mich sehr wohlgefühlt."

Österreicher Eng & Habsburg

Weniger gut lief es für Markenkollege Philipp Eng, der aber trotz Startplatz neun noch nicht resigniert: "Ich weiß selber noch nicht, woran es gelegen hat, denn das Auto hat sich nicht so schlecht angefühlt. Auf der anderen Seite war ich in Misano auch auf Platz neun im Qualifying und bin dann aufs Podium gefahren."

Das Qualifying wurde bei Halbzeit durch eine rote Flagge unterbrochen, weil Jake Dennis in seinem Aston Martin mit einem technischen Defekt auf der Strecke liegenblieb. Der Vantage musste abgeschleppt worden und durfte das Qualifying durch die fremde Hilfe nicht mehr aufnehmen.

Die vier Aston-Martin-Piloten reihten sich geschlossen am Ende des Feldes ein - Ferdinand Habsburg landete in der letzten Startreihe auf Platz 17.

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