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Motorrad WM: Sepang

Quartararo auf Pole, Marquez stürtzt

Petronas-Pilot Fabio Quartararo hat seinem Team beim Heimrennen in Sepang die Pole-Position beschert.

Foto: MotoGP

Mit einer Fabelrunde von 1:58.303 Minuten, zugleich ein neuer Rundenrekord, setzte er sich gegen die eigene Markenkonkurrenz durch. Maverick Vinales und Franco Morbidelli machten den Yamaha-Erfolg in Reihe eins perfekt.

Mit 27 Grad Luft- und 37 Grad Asphalttemperatur war es für örtliche Verhältnisse recht kühl, als die MotoGP-Piloten in ihr Qualifying starteten. Bereits während des vierten Freien Trainings hatte es immer wieder leicht getröpfelt, die Strecke blieb aber ausreichend trocken, um mit Slicks den Kampf um die Pole aufzunehmen.

Von den zwölf Fahrern in Q2 führte Valentino Rossi (Yamaha) das Klassement nach einer absolvierten fliegenden Runde an. Marc Marquez (Honda) rangierte nur an elfter Stelle, nachdem der Weltmeister immer wieder immer verlangsamt hatte, um sich ein schnelles Hinterrad zu suchen. In Quartararo wurde der Spanier schließlich fündig.

Während sich der MotoGP-Rookie auf die erste 1:58er-Zeit der Session steigerte, machte auch Marquez Plätze gut. Doch es sah nicht danach aus, als könnte der Honda-Pilot den Yamahas in Sepang wirklich Paroli bieten. Und dieser Eindruck sollte sich bestätigen, den im Klassement lagen nach dem ersten Run drei Yamahas in Führung.

Auch in der Schlussphase folgte Marquez Quartararo wie ein Schatten. Wenn er ausrollen ließ, zog auch der Weltmeister zurück. Für Marquez rächte sich dieses Katz-und-Maus-Spiel böse: Er stürzte per Highsider nur wenige Minuten vor dem Ende der Session und musste nicht nur Quartararo, sondern auch einen guten Startplatz ziehen lassen.

Damit lag der Kampf um die Pole in der Hand der Yamaha-Piloten. Morbidelli legte mit einer neuen Rekordzeit vor, doch Vinales und Quartararo zogen nach. Letztlich hatte der MotoGP-Rookie einmal mehr die Nase vorn, und das obwohl er in einer der letzten Kurve fast noch gestürzt wäre. Für den Franzosen ist es die fünfte Pole der Saison.

"Das war nicht ohne", verriet er nach dem Qualifying-Krimi gegen Marquez im Parc ferme. "Ich merkte, wie er mir folgen wollte. Die Runde aus der Box war sehr langsam und ich hatte kein gutes Gefühl, was den Reifen angeht. In Kurve 1 verpasste ich die Linie und in Kurve 2 unterlief mir ein Fehler." Doch Quartararo gab nicht auf.

"Meine letzte Runde lief dann bis auf einen kleinen Fehler in der letzten Kurve problemlos. Ich bin sehr glücklich mit dieser Runde und freue mich, dass wir beide (er und Teamkollege Morbidelli; Anm. d. R.) in der ersten Reihe stehen." Es ist bereits das vierte Mal in dieser Saison, dass beide Petronas-Yamaha-Fahrer in Reihe eins stehen.

Entsprechend zufrieden ist auch Morbidelli und hofft, im morgigen Rennen ähnlich abschneiden zu können: "Ich fühle mich gut. Gestern lief es schon deutlich besser als in Australien und auch heute war ich vorne dabei. Auf meiner schnellsten Runde wurde ich ein bisschen aufgehalten, aber für das Rennen habe ich ein richtig gutes Gefühl."

Zwischen den Teamkollegen nimmt in der ersten Startreihe mit Vinales eine weitere Yamaha Platz. "Auf Phillip Island war ich schon stark, aber auch hier scheinen wir stark zu sein", sagt er. "Uns fehlt wohl noch eine kleine Verbesserung (am Bike), aber ich gehe mit einem guten Gefühl in das Rennen morgen. Ich bin bereit für den Kampf."

Hinter der Yamaha-Top-3 war Pramac-Ducati-Pilot Jack Miller als Vierter "Best of the Rest". Er führt die zweite Startreihe vor Cal Crutchlow (LCR-Honda) und Yamaha-Star Rossi an. Dahinter ordnen sich Alex Rins (Suzuki), Danilo Petrucci (Ducati) und Johann Zarco (LCR-Honda) ein. Andrea Dovizioso (Ducati) rundet die Top 10 ab.

Marquez wurde nach seinem Sturz in der Schlussphase gnadenlos durchgereicht. Er fiel bis auf Platz elf zurück und schrieb damit seine schlechteste Startposition in dieser sonst für ihn so erfolgreichen MotoGP-Saison. Langsamer als der Weltmeister war in Q2 nur Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati), der nicht über Rang zwölf hinauskam.

Im ersten Qualifying-Abschnitt waren die letzten beiden Q2-Plätze wie so oft hart umkämpft. Mit Ducati-Pilot Petrucci, Honda-Fahrer Crutchlow und Joan Mir (Suzuki) gab es gleich mehrere aussichtsreiche Kandidaten für ein Weiterkommen. Unter diesen Dreien entschied sich schließlich auch, wer den nachträglichen Q2-Einzug schafft.

Die Entscheidung fiel in der allerletzten Minute: Crutchlow, im Ranking auf Platz vier zurückgefallen, schob sich mit einer Zeit von 1:59.216 Minuten an die Spitze und verdrängte Petrucci auf Platz zwei. Mir, der die Session lange angeführt hatte, fiel auf den dritten Rang zurück und verpasste Q2 um gerade einmal 0,038 Sekunden.

Damit führt der Suzuki-Pilot die fünfte Startreihe an, neben ihm stehen die Espargaro-Brüder Aleix (Aprilia) und Pol (KTM). In Reihe sechs folgen Karel Abraham (Avintia-Ducati), Andrea Iannone (Aprilia) und Jorge Lorenzo (Honda). Ihm fehlten 1,1 Sekunden für Q2. Die KTM-Fahrer Mika Kallio und Hafizh Sayhrin schließen den Grid ab.

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