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GT Masters: Most

Gastspiel in der tschechischen Republik

Titelverteidiger Robert Renauer kommt mit seinem Teamkollegen Thomas Preining als Führender nach Most, wo ISR Heimvorteil genießt.

Bildquelle: ADAC Motorsport

Das GT Masters startet in sein zweites Wochenende: Nach dem Saisonauftakt in Oschersleben geht es am 18./19. Mai zum nächsten Kräftemessen in die tschechische Republik, genauer gesagt in das rund 70 Kilometer nordwestlich von Prag gelegene Autodrom Most. Auf dem fahrerisch anspruchsvollen Kurs macht die Konkurrenz Jagd auf Vorjahresmeister Robert Renauer und seinen neuen Teamkollegen Thomas Preining im Porsche 911 GT3 R von Herberth Motorsport, die als Tabellenführende anreisen.

Ein Sieg und ein sechster Platz – für Renauer hat beim Saisonauftakt in Oschersleben die "Mission Titelverteidigung" nahezu optimal begonnen. Zusammen mit seinem Teamkollegen, dem Serienneuling Thomas Preining, liegt der Porsche-Pilot damit nach dem ersten Rennwochenende an der Spitze der Gesamtwertung. Nun kommt Most, wo Renauer in der Meistersaison 2018 mit zwei dritten Rängen so viele Punkte gesammelt hat wie an keinem anderen Ort.

Auf mehr Rennglück als in Oschersleben hoffen in Most die Markenkollegen Klaus Bachler und Timo Bernhard (Team75 Bernhard), denen nach einem unglücklich verlaufenen ersten Qualifying und einer Kollision am Sonntag nur ein 14. Platz gelang.

"Oschersleben hat auf keinen Fall unseren Speed widergespiegelt", so Bachler. "Wir wissen, was wir ändern müssen, auch wenn nicht alles in unserer Hand lag. Wir wollen keine Fehler machen und uns auf uns konzentrieren, dann schauen wir, wo wir herauskommen." Der Österreicher ist vom 4,212 Kilometer langen Kurs angetan: "Mir gefällt das Layout sehr gut."

Gute Erinnerungen an die letztjährige Most-Premiere haben die Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer und Markus Pommer (Callaway Competition), die beim Auftakt in Oschersleben das Samstagsrennen gewannen. In Most blieb Pommer im Vorjahr am Sonntag siegreich, damals noch zusammen mit Maxi Götz im Mercedes AMG GT3; sein diesjähriger Partner Kirchhöfer wurde in der Corvette C7 GT3-R zwei Mal Zweiter.

Heimvorteil erhofft sich das Team ISR, der einzige tschechische Rennstall im GT Masters. Der Sitz des Rennstalls liegt südöstlich von Prag in Čestlice und damit nur rund 100 Kilometer von der Strecke entfernt. "Ich freue mich auf das Heimspiel", sagt Filip Salaquarda (CZE), der sich einen Audi R8 LMS mit Frank Stippler teilt und zusammen mit dem Deutschen 2018 auf dem Nürburgring einen Sieg holte.

"Das Rennen ist für unser Team und unsere Partner sehr wichtig. Natürlich hat man beim Heimrennen mehr Druck, aber auf der anderen Seite ist es auch jene Strecke, auf der ich wahrscheinlich die meisten Kilometer gefahren bin. Der Kurs in Most sollte dem Audi entgegenkommen, denn er hat schnelle Kurven, aber gute Bremsen und viel Traktion sind ebenfalls gefragt. Nachdem wir in Oschersleben beim Test und im freien Training schnell waren, aber nach unglücklich verlaufenen Qualifyings in den Rennen leer ausgingen, wollen wir jetzt möglichst viele Punkte sammeln", so der Tscheche.

Wie zahlreiche andere Teams hat sich auch ISR in Most mit Testfahrten auf das bevorstehende Rennwochenende vorbereitet. Dabei stand vor allem der neue (und glattere) Asphaltbelag im Vordergrund, der seit März auf dem Großteil der Strecke ausliegt. Die Fans dürfen daher neue Rundenrekorde erwarten.

"Rund 70 Prozent der Strecke wurden neu asphaltiert, nur die Start-und-Ziel-Gerade wurde nicht verändert", so Salaquarda. "Bei unserem Test war die Strecke noch recht schmutzig, aber das sollte am Rennwochenende kein Problem mehr sein. Ich rechne daher damit, dass die Rundenzeiten mindestens eine halbe Sekunde besser werden."

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