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Formel 2: Monza

Aitken siegreich, Schumacher punktet

Jack Aitken setzt die Reverse-Grid-Pole in den Sieg in Monza um - Mick Schumacher macht acht Plätze gut - Tragischer Held Callum Ilott.

Beim Sprintrennen in Monza holte Jack Aitken (Campos) seinen dritten Formel-2-Sieg der Saison. Der junge Brite war im Reverse Grid von der Pole-Position gestartet, musste jedoch das ganze Rennen über hart um seinen Sieg kämpfen. Letztlich sicherte ihm ein schneller Restart nach einer virtuellen Safety-Car-Phase den Sieg.

Mick Schumacher (Prema; 6.) hatte einen hervorragenden Grundspeed und holte sich die schnellste Runde im Autodromo Nazionale Monza. Doch der Ferrari-Junior konnte das nicht in letzter Konsequenz nutzen: Von Platz 14 gestartet, schob er sich zwar schnell bis auf Rang neun nach vorn und sammelte durch eine Kollision vor ihm (s.u.) zwei weitere Plätze auf.

Hinter Nobuharu Matsushita (Carlin; 5.) stand er mehrere Runden an. Als dieser Giuliano Alesi (Trident; 7.) überholte, wollte auch Schumacher schnell durch. Dabei verbremste er sich in der Variante Rettifilo und musste durch den Notausgang.

Das warf ihn zunächst hinter Guanyu Zhou (Virtuosi; 4.) zurück. Es gelang ihm jedoch, letztlich noch an Alesi vorbeizukommen. Das Pech von Callum Ilott (Charouz; 12.) in der letzten Runde brachte ihm noch Rang sechs ein.

Ilott verliert in letzter Runde alles

Es war eine dramatische Schlussphase: Aitken führte vor Ilott und hatte bereits die schwarz-weiße Verwarnflagge gesehen, weil er zuvor auf der Geraden immer wieder Zickzack gefahren war, um den Windschatten abreißen zu lassen. "Das waren ein paar spannende Runden, in denen ich etwas nervös war", gibt er zu.

Ilott kam trotzdem nicht wirklich in Schlagdistanz, weil seine Reifen am Ende waren. In der letzten Runde blockierte dann sein linkes Vorderrad vor der Variante Rettifilo. Der Drittplatzierte der GP3 2018 geriet in die Wiese, touchierte die Wand, drehte sich und fuhr letztlich mit zerstörtem Reifen ins Ziel. Platz zwölf statt zwei.

Die zweite Position erbte so Jordan King (MP Motorsport), der den Speed hatte, das Rennen zu gewinnen. Er hatte Aitken zuvor überholt, ließ sich jedoch beim Restart überrumpeln. Als er Aitken in der Variante della Roggia wieder attackierte, verbremste er sich, drängte Aitken von der Strecke und verlor Rang zwei an Ilott, während Aitken durch den Notausgang hindurch die Führung behielt.

Im Ziel war er ziemlich angefressen von der Gangart Aitkens: "Es ist sehr gefährlich. Man holt hier so schnell auf. Obwohl die Regeln sagen, dass es okay war, ist es gefährlich. Man weiß bei ihm nie, auf welcher Seite man attackieren soll."

Als Dritter kam Matsushita über die Linie, der Samstagssieger hatte jedoch eine 5-Sekunden-Strafe aufgrund eines Vergehens in der VSC-Phase erhalten, was ihn auf P5 zurückwarf. Rang drei ging an Tabellenführer Nyck de Vries (ART), der damit seine Führung weiter ausbaute. Dabei war er gar nicht zufrieden: "Das Team hat diesen Platz heute verdient, ich nicht. Aber es sind gute Punkte."

Nullrunde für Ghiotto und Latifi

Denn für eine Meisterschaftskontrahenten gab es gar keine: Nicholas Latifi (DAMS) fand auch am Sonntag keine Pace und wurde abgeschlagener Zehnter. Luca Ghiotto (Virtuosi) löste die VSC-Phase aus. Er bremste die Rettifilo-Schikane viel zu spät an und schob de Vries in Sergio Sette Camara (DAMS). Der Brasilianer war auf der Stelle draußen, Ghiotto verlor den Flügel endgültig, de Vries hatte Glück.

Vierter wurde Zhou, der vom letzten Startplatz aus ins Rennen gegangen war und eine kontrollierte Aufholjagd zeigte. Hinter Matsushita und Schumacher komplettierten Alesi und Louis Deletraz (Carlin) die Punkteränge.

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