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Slalom-ÖM: Pichling

Nachlese zum Peter-Nemecek-Slalom

Bei der Kombiveranstaltung von Slalom-ÖM und OÖ. Slalomcup ist in der heimischen Meisterschaft die erste Titelentscheidung gefallen.

Bildquelle: slalom-oem.at

Der PSV Linz als Veranstalter des fünften Laufs zur Slalom-ÖM 2019 und zum Finale des 33. internationalen oberösterreichischen Automobilslalomcups war wirklich nicht vom Glück verfolgt. Regen und kühle Temperaturen bis zum Mittag drückten deutlich auf das Zuschauerinteresse, und die fragwürdige Aktion eines Anrainers brachte zu allem Überfluss auch noch den Zeitplan ins Wanken, aber dank der großen Routine von Rennleiter Alfred Fischer und Roland Dicketmüller ließ man sich nicht aus der Ruhe bringen. Am Ende konnten sich alle über eine gelungene Veranstaltung freuen. Wie schwierig die äußeren Bedingungen für die 92 TeilnehmerInnen waren, konnte man an den zahllosen Hut- und Torfehlern erkennen; gravierende Ausritte blieben trotz der rutschigen Strecke aber zum Glück aus.

Martin Eilmer musste in der Klasse bis 1.400 cm³ der Gruppe "Street" dieses Mal wieder ohne Gegner auskommen und holte mit zwei sehr gleichmäßigen Läufen Rang eins. In der Klasse bis 1.600 cm³ gewann Hans Werner vor einer Phalanx aus Oberösterreich, bestehend aus Günter Kuchta, Reinhard Schatzl, Werner Himsl und Christian Sieghartner. Jürgen und Franz Kollmann hatten leider in der Klasse bis 2.000 cm³ Pech und mussten ihren Opel Adam schon nach dem Training wieder aufladen. Den Sieg holte sich Wolfgang Luttenberger vor Hans Brei und Norbert Forster. Marcus Stanzel feierte in der Klasse über 2.000 cm³ 2WD Saisonsieg Nummer fünf und ließ Emanuel Scheiter deutlich hinter sich. Mathias Lidauer konnte in der Klasse über 2.000 cm³ 4WD im Duell mit Thomas Fröhlich mit zwei fehlerfreien Läufen die Oberhand behalten und nach Siegen auf 3:2 stellen.

Michael Weingartmann musste in der Klasse "Sport" bis 1.400 cm³ einen Hutfehler in die Wertung mitnehmen, konnte aber trotzdem Harald Kern auf Distanz halten. Raphael Kapeller fuhr in der Klasse bis 1.600 cm³ die schnellsten Zeiten, schaffte aber keinen einzigen fehlerfreien Wertungslauf und musste sich so mit Rang zwei hinter Daniel Buxbaum begnügen. Walter Wimmer zeigte mit Rang drei, dass er in der langen Pause nichts verlernt hat. Auf Platz vier folgte Tobias Großalber. Ein Hutfehler im zweiten Rennlauf kostete Martin Walcher den Sieg in der Klasse bis 2.000 cm³. Christian Kitzler blieb zwei Mal fehlerfrei und hatte so am Ende die Nase vorne. Erwin Heidenbauer schaffte als Dritter den erneuten Sprung aufs Podest vor Bernhard Gassler und Rene Riebl.

Mit starken Zeiten holte sich Jürgen Kollmann den obersten Stockerlplatz in der Klasse über 2.000 cm³ 2WD vor Sascha Nitsch. Markus Huber konnte nach einem Ausfall im ersten und einem Hutfehler im zweiten Rennlauf Rang drei um 51 Hundertstel vor Franz Kollmann retten. Herbert Sommer komplettierte als Fünfter die Top 5. Dieter Lapusch zauberte als einziger der Sport-Gruppe 1:13er-Zeiten auf den Asphalt, womit ihm der Sieg in der Klasse über 2.000 cm³ 4WD natürlich nicht zu nehmen war. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Thomas Krisch und Thomas Becker. Jürgen Wendolsky ließ seinen Division-III-Audi diesmal zu Hause in der Garage und trat stattdessen mit einem Golf in der Sammelklasse der Division II an, in der er das MX-5-Duo Alexander Schwaiger und Daniel Hartmannsdorfer sprengen und sich hinter Sieger Schwaiger Rang zwei sichern konnte.

Gerhard Nell musste zwar in seinem schnellsten Lauf einen Hutfehler hinnehmen, konnte sich aber in der Klasse "Race" bis 1.400 cm³ dennoch den Sieg sichern. Rang zwei ging an Martin Dall vor Alfred Feldhofer. Ein Hutfehler von Gerhard Millauer im zweiten Rennlauf entschied das Hundertstelduell um Rang vier zwischen ihm und David Madlmayr zugunsten des Letztgenannten. Gerhard Kronsteiner war in der Klasse bis 1.600 cm³ in seinem Element und gewann vor Philipp Raab und Philipp Gärtner. Ein turbulentes Rennen erlebte Patrick Mayer: Falsche Reifen im ersten Rennlauf, Setup-Probleme im zweiten und eine Laufwiederholung im dritten brachten ihn aber nicht aus der Ruhe, womit am Ende der nächste Sieg in der Klasse bis 2.000 cm³ zu Buche stand. Nach langer Zeit wieder einmal in Pichling zu Gast war Christian Irlinger, der sich Platz zwei vor Erwin Flicker sichern konnte. Georg Schlader konnte Andreas Ortner um 18 Hundertstel auf Rang fünf verdrängen.

Mann des Tages war Robert Aichlseder, der sich nicht nur den Sieg in der Klasse über 2.000 cm³ 2WD, sondern 38 Hundertstel vor Seriensieger Mayer auch den Tagessieg holen konnte. Rang zwei ging an Hannes Huemer im bärenstarken Opel Kadett. Roman Steinbauer durfte sich als Dritter über seinen ersten Stockerlplatz der Saison freuen. Alfons Nothdurfter vor Edi Kronsteiner hießen die Nächstplatzierten. Wolfgang Leitner war der Sieger in der Klasse über 2.000 cm³ 4WD, obwohl auch er Fehler in der Wertung hatte. 74 Hundertstel hinter Leitner und gar nur sechs vor seinem Vater Wolfgang holte sich Alexander Masin Platz zwei. Platz vier ging an Jakob Keferböck. Christian Kellermayr schnappte sich in der Sammelklasse der Gruppe "Race" den Platz an der Sonne vor Franz Wirleitner, den allerdings im letzten Rennlauf kurz vor dem Ziel ein technischer Defekt ereilte. Der drittplatzierte Patrick Stingl hatte dieses Pech bereits im zweiten Rennlauf und musste deshalb im Finale zusehen.

Alfons Nothdurfter brachte diesmal einen Simca Rally aus seinem Fahrzeugfundus mit nach Linz. Obwohl in der Klasse bis 1.300 cm³ alleine unterwegs, langte er so richtig hin und markierte Gesamtbestzeit in der Gruppe "Histo". Markus Mauracher holte sich vor Wolfgang Erwin Huber einen weiteren Sieg in der Klasse bis 2.000 cm³ und krönte sich damit bereits ein Rennen vor Schluss zum Gesamtsieger bei den historischen Fahrzeugen. Stella Ochabauer sicherte sich 57 Hundertstel hinter Huber und 68 Hundertstel vor Helmut Wakolbinger den letzten Stockerlplatz. In der Klasse über 2.000 cm³ feierte Marie-Luise Neubauer eine beeindruckende Premiere im Lancia Delta Integrale ihres Vaters. Obwohl ebenfalls alleine in der Klasse, ließ sie nichts anbrennen und fuhr sogar die zweitbeste Gesamtzeit in der Gruppe "Histo".

Das letzte Rennen der diesjährigen Meisterschaft wird am 5. Oktober in Greinbach ausgetragen, wo tags darauf auch die vierte Slalom Trophy über die Bühne gehen wird. Veranstalter des Saisonausklangs in der Steiermark wird wieder der RX-Motorsportclub mit Speerspitze Christian Petrakovits sein. Bis auf die Division IV sind noch alle Titelentscheidungen offen, womit wieder die besten Voraussetzungen für ein spannendes Finale gegeben sind.

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