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Motorrad-WM: Brünn

Alle KTM RC16 fallen aus den Top 10

Nach dem besten Qualifying in der Geschichte des Herstellers fielen im Laufe des MotoGP-WM-Laufs in Brünn alle KTM-Piloten zurück.

Fotos: Sebas Romero

In der Anfangsphase des Grand Prix der Tschechischen Republik in Brno sorgte KTM-Werksfahrer Pol Espargaró für Furore: Der Spanier behauptete in den ersten vier Runden seine fünfte Position gegen Valentino Rossi. In der fünften Runde kam der Yamaha-Fahrer schließlich vorbei, auch Cal Crutchlow (LCR/Honda) überholte Espargaró kurz darauf. Mit Fortdauer des Rennens ging es dann immer weiter zurück, Espargaró kam als Elfter ins Ziel. Sein Teamkollege Johann Zarco sammelte als 14. zwei WM-Punkte.

Die KTM RC16 kann ihre Reifenleistung nicht konstant halten. "Sobald der Reifen nachlässt, verlieren wir massiv viel. Selbst auf der Geraden drehte der Hinterreifen extrem durch", schilderte Espargaró die Situation. Die KTM war in Brno mit frischen Reifen konkurrenzfähig und in den Top 6 dabei, aber im Unterschied zur Konkurrenz lassen die Pneus dann schlagartig nach. Espargaró hatte mit dem Motorrad zu kämpfen, die Rundenzeiten wurden schlechter, und er fiel zurück.

Updates, die Testfahrer Dani Pedrosa während der Sommerpause ausprobiert hatte, verwendete Espargaró im Laufe des Wochenendes nicht. "Das war Johanns Aufgabe, weil er darum gebeten hatte. Er hat also andere Dinge probiert. Ich bin das gleiche Motorrad wie immer gefahren. Wir müssen an diesen Verbesserungen beim Montagstest arbeiten und sie für Österreich verbessern, falls wir etwas finden können."

Zarco hatte am Samstag im Qualifying auf nasser Strecke mit Startplatz drei sein erstes Saisonhighlight erlebt. Die gute Ausgangsposition brachte dem Franzosen im Rennen aber nicht viel, denn nach der ersten Runde war er nur noch Zwölfter. "Die rechte Seite der Strecke war nasser, deshalb hat der Hinterreifen durchgedreht", lautete sein Erklärung dafür. "Beim Start habe ich gleich sieben, acht Positionen verloren, was nicht geholfen hat. Der Speed im Rennen war nicht gut genug für die Top 10. Ich arbeite daran."

"Wir haben Fortschritte gemacht. Damit bin ich zwar nicht schneller, aber ich fühle mich auf dem Motorrad sicherer. Ich bin nicht gestürzt, was positiv ist", betont Zarco, der in der ersten Saisonhälfte die meisten Stürze aller Fahrer verzeichnete. "Jetzt müssen wir daran arbeiten, schneller zu werden; Schritt für Schritt, so muss ich das akzeptieren. Wenn ich schneller fahren will, treten andere Probleme auf, die wir bisher nicht lösen können."

Miguel Oliveira vom Tech3-Satellitenteam belegte noch vor Zarco den 13. Platz, sein Teamkollege Hafizh Syahrin schied durch Sturz aus.

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