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MotoGP: Jerez

KTM in Spanien ohne Top-10-Chancen

Pol Espargaró ärgert sich über einen Fehler, durch den ihn Jorge Lorenzo im Grand Prix von Spanien in Jerez noch überholen konnte.

Fotos: Philip Platzer

KTM beendete den Grand Prix von Spanien mit Pol Espargaró und Johann Zarco auf den Plätzen 13 und 14. "Abgesehen von der letzten Runde war es gut. Wir sind ein gutes Rennen gefahren", sagte Pol Espargaró. Der Spanier lieferte sich fast das komplette Rennen lang ein Duell mit Honda-Werksfahrer Jorge Lorenzo. In der 23. von 25 Runden gelang Espargaró schließlich ein Überholmanöver und lag an der zwölften Position. Dann passierte ihm aber ein kleiner Fehler, der ihn mächtig ärgerte.

"Statt noch zwei Runden habe ich noch drei verbleibende Runden auf der Boxentafel abgelesen", berichtete Espargaró. "Ich war nahe an Jorge dran und habe ihn überholt. Dann bin ich eine Runde vor Jorge gefahren und dachte, es sei die letzte Runde. Deswegen war ich hochkonzentriert, habe alle Sektoren gecheckt und die Türen zugemacht, denn für Jorge wäre es mit der Honda einfach gewesen, mich zu überholen."

"Ich war auf das Fahren konzentriert und mit dem Motorrad am Limit, sodass ich nicht realisiert habe, dass es noch nicht die letzte Runde war. Mein Bruder hatte eine Kollision mit Miller, und ich sah ihn, wie er auf der Zielgeraden beinahe stand. Ich habe sehr schnell aufgeschlossen und dann realisiert, dass noch eine Runde zu fahren ist. Dann habe ich das Duell mit Jorge verloren. In Kurve 1 habe ich 2,5 Sekunden verloren", so der Spanier.

"Ich könnte sagen, dass es ein Problem mit dem Motorrad gegeben hat, aber es war mein Fehler", gestand Espargaró. Auf dem Display am Armaturenbrett des Motorrades werden die Runden nicht runter-, sondern raufgezählt; der Fahrer muss demnach rechnen, wie viele Umläufe es noch sind. "Es war zu 100 Prozent mein Fehler. Es ist für uns nicht normal, dass wir gegen eine Honda kämpfen. Ich musste am Limit fahren und habe einen Fehler gemacht, worüber ich mich sehr ärgere."

Noch ist nicht sicher, ob neue Entwicklungen der dieswöchigen Testfahrten auch an einem Rennwochenende eingesetzt werden. In der Hersteller-WM ist KTM nach den ersten vier Grands Prix auf dem sechsten und letzten Platz, ein Zähler fehlt auf Aprilia. Außerdem sickerte durch, dass Ex-Rennfahrer Jean-Michel Bayle künftig den auf der RC16 noch strauchelnden Johann Zarco betreuen und unterstützen wird. Der 50jährige bestritt 2002 seine letzten Rennen in der Halbliter-WM.

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