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Tracy, die Dritte

Der Kanadier gewinnt das dritte Rennen in Folge, Michel Jourdain Jr. verliert seinen sicher geglaubten Sieg durch Technik-Defekt.

Manfred Wolf

Paul Tracy freut sich über den dritten Sieg in Folge

Die Schlussphase des 90 Runden-Rennens war an Dramatik kaum zu überbieten. Im Laufe des Rennens hatten sich zwei Gruppen gebildet, die mit unterschiedlicher Strategie um den Sieg im Klassiker von Long Beach kämpften.

Während die meisten Piloten – unter anderem Adrian Fernandez – während einer Gelbphase etwas früher zum letzten Tankstopp kamen, blieben Michel Jourdain Jr., Paul Tracy und Bruno Junqeira auf der Strecke.

Pole-Mann Jourain Jr. führte die meiste Zeit des Rennens und versuchte am Schluss – ebenso wie Tracy, der sein härtester Verfolger war – mit schnellen Runden genügend Zeit für einen kurzen Tankstopp herauszufahren.

Alles schien perfekt, doch als Jourdain Jr. nach seinem „Splash and Dash“ nur sieben Runden vor Schluss aus der Box beschleunigen wollte, brach das Getriebe. Der Mexikaner war verständlicherweise maßlos enttäuscht, hätte er doch seinen ersten Sieg holen können:

Michel Jourdain Jr. wird von Bobby Rahal getröstet

„Es ist einfach furchtbar. Wir hatten das beste Auto, das beste Team, alles hat gepasst. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Als ich aus der Box fahren wollte, konnte ich keinen Gang mehr einlegen.“ Ein Punkt für die meisten Führungsrunden war da nur ein schwacher Trost.

Paul Tracy war dagegen natürlich überglücklich: „Michel fuhr ein Wahnsinns-Tempo. Das war eines der anstrengendsten Rennen, die ich je gefahren bin, wir fuhren über eine unglaublich lange Zeit dieses hohe Tempo…“

Nach Tracys kurzem Boxenstopp in den letzten Runden hatte Adrian Fernandez knapp zu dem Kanadier aufgeschlossen, doch vorbeigehen konnte der Mexikaner nicht: „Am Ende waren meine Reifen hinüber. Aber ich hatte ein tolles Auto und der zweite Platz ist ein super Resultat!“

Dritter wurde Bruno Junqeira, der durch diese Platzierung in der Meisterschaft auf den zweiten Gesamtrang vorstößt, allerdings liegt er bereits 26 Punkte hinter dem Führenden Paul Tracy zurück.

Einmal mehr im Pech war Sebastien Bourdais. Der junge Franzose war im Qualifying dieses Mal zwar nicht ganz so stark, zeigte aber ein solides Rennen, bis ein Motorschaden ein zählbares Resultat verhinderte.

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