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Spannender Showdown

Auf dem Hockenheimring kommt's zum großen Finale, vier Piloten haben noch Chancen auf den Titel.

Im Rahmen des DTM-Finallaufes auf dem Hockenheimring geht auch die Deutsche Formel 3 Meisterschaft in ihre letzte Runde. Steht bei den Tourenwagen der Meister bereits fest, kommt es bei den Monoposti zu einem Showdown, der spannender nicht sein könnte. Auf dem Grand Prix Kurs haben noch vier Piloten eine realistische Titelchance.

Am 06. und 07. Oktober dürfen sich die Akteure keine Fehler mehr erlauben, sonst hat sich der Traum vom Meistertitel ausgeträumt. Beste Chancen haben Frank Diefenbacher und der Japaner Toshihiro Kaneishi. Die Teamkollegen im Opel Team BSR kämpfen mit gleichen Waffen und sind entsprechend motiviert.

Team-Duell:
Frank Diefenbacher und Toshihiro Kaneishi fighten beide um den Meistertitel

172 Punkte stehen für jeden der Akteure zu Buche. Für den 19-jährigen Diefenbacher sprechen vier Siege, Kaneishi hat deren nur zwei. Dafür jedoch vier zweite Plätze und kaum Ausfälle. Hier tut sich sein Teamkollege etwas schwerer: Diefenbacher ist entweder ganz vorn, oder aber weit hinten. In Hockenheim könnte der Unerfahrenere in seinem zweiten Formel-3-Jahr allerdings den Heimvorteil ausspielen.

"Kein Problem", wirft Kaneishi, 22-jährig und in vier Formel-3-Jahren gestärkt, ein, "den Kurs kenne ich genau so gut. Wer das Set-up optimal erwischt, ist wohl vorn." Der Mannschaft von Bertram Schäfer ist es im Übrigen gleich, ob am Ende Kaneishi oder Diefenbacher den F3-Titel gewinnt. "Beide erhalten die gleichen Voraussetzungen, das ist für uns selbstverständlich." Und was dem Teamchef, selbst mehrmals Deutscher Meister, besonders wichtig ist: "Toshi und Frank haben unverändert ein sehr gutes Verhältnis zueinander, sie sprechen miteinander, auch über diese spezielle Situation. Beide wollen alles geben und haben ausgemacht, sich nicht in die Quere zu kommen."

Die Österreicher:
Die Youngster konnten die relativ hohen Erwartungen nur bedingt erfüllen

Auch der Tabellendritte Pierre Kaffer kennt die schwierige Mischung aus langen Geraden und kurvigem Motodrom: "Einerseits muss das Auto über die Waldgeraden geradezu fliegen, andererseits im Motodrom nahezu auf der Piste kleben. Abtrieb ist also ebenso gefragt wie Windschlüpfrigkeit. Ich habe nichts zu verlieren, fahre voll auf Sieg. Den Titel habe ich trotz meiner 19 Punkte Rückstand ganz bestimmt noch nicht abgeschrieben."

Für die Österreicher geht eine eher durchwachsene Saison zu Ende, bis auf ein paar Ausnahmen blieben die rot-weiß-roten Youngster durchwegs unter den Erwartungen und fanden sich des öfteren am Ende des Feldes wieder. Was das Finale betrifft, sind sich Auinger und Lachinger einig:

„Das ist eine kleine Lotterie. Setz ich eher auf das Motodrom, brauche ich viel Flügel. Setz ich eher auf die langen Geraden zu den Schikanen, bräuchte man gar keinen Flügel! Wichtig ist wie immer das Qualifying. Du kannst zwar hier gut überholen – aber wenn es kracht, dann zumeist im Mittelfeld.“

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Formel 3: Hockenheim, 06.07.10.01

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