Formel 3000: Hockenheim | 29.07.2002
Nullnummer für Friesacher
Giorgio Pantano gewinnt in Hockenheim, Bourdais bleibt ohne Punkte. Pech auch für die beiden Red Bull Teamkollegen Friesacher und Mauricio – beide vorzeitig out!
Der 9. Lauf zur F3000-Meisterschaft 2002 wurde bei heißem Sommerwetter ausgetragen. Die hohen Temperaturen sorgten dafür, dass die Strecke wesentlich mehr „Grip“ aufbaute als noch beim Qualifying. Dennoch kam es zu einem sehr abwechslungsreichen Rennen.
Die beiden Red Bull Junioren Patrick Friesacher (13.) und Ricardo Mauricio (14.) gingen aus dem Mittelfeld ins Rennen. Friesacher hatte so wie schon zuletzt einen guten Start und konnte einige Positionen gutmachen, als er in der ersten Runde in der Spitzkehre vom Italiener Toccacelo umgedreht wurde!
Dabei wurde das Heck des Lola von Friesacher stark beschädigt – der junge Kärntner musste nach diesem Zwischenfall aufgeben.
Teamkollege Ricardo Mauricio (Bra) konnte sich im Verlauf des Rennens zunächst um 4 Plätze verbessern, als er in der 20. Runde, an 9. Stelle liegend, von Rob Nguyen (Aus) von der Strecke gedrängt wurde. Auch der Brasilianer musste danach das Rennen aufgeben.
In Führung lag von Beginn an der Trainingsschnellste Giorgio Pantano (Ita) vor Björn Wirdheim (Swe) und Antonio Pizzonia (Bra).
Der Meisterschaftsführende Sebastien Bourdais (Fra) verlor gleich zu Beginn bei einem Ausritt durch die Wiese wertvolle Zeit und blieb ebenso ohne Punkte wie sein stärkster Konkurrent, Tomas Enge (Cze).
Viele Piloten schienen das Pech in Hockenheim gepachtet zu haben, zu guter letzt fiel dann zwei Runden vor Schluss noch der bis dahin Drittplatzierte Antonio Pizzonia mit Getriebeschaden an aus!
Nach 33 Runden hieß der Sieger von Hockenheim Giorgo Pantano vor Björn Wirdheim und Rodrigo Sperafico.
Patrick Friesacher war klarerweise sauer und enttäuscht: „Ein Wochenende zum Vergessen, der heutige Crash hat da noch ausgezeichnet hineingepasst! Ich sah eine Lücke und hätte da gleich drei bis vier Plätze gewinnen können. Aber dann kam Freund Toccacelo…!“
„Ich bin froh, dass wir jetzt drei Wochen Sommerpause haben. Da muss ich erst einmal alles aufarbeiten und mich wieder neu motivieren. Es folgen dann zwei Lieblingsstrecken mit Ungarn und Spa – da muss es ja wieder klappen!“
Ricardo Mauricio: „Ich konnte leider auch im Rennen nichts entscheidend bewirken, war aber schon auf Platz 9, als mich der liebe Kollege Nguyen von der Strecke boxte. Auch ich freue mich auf eine kurze Auszeit im Sommer. Und dann wird wieder voll angegriffen!“
Endergebnis:
1. Giorgio Pantano (Ita)
2. Björn Wirdheim (Swe)
3. Rodrigo Sperafico (Bra)
4. Mario Haberfeld (Bra)
5. Tiago Monteiro (Por)
6. Ricardo Sperafico (Bra)
Gesamtstand:
1. Sebastien Bourdais (Fra) 46
2. Tomas Enge (Cze) 41
3. Giorgio Pantano (Ita) 34
4. Rodrigo Sperafico (Bra) 20
weiters:
8. Patrick Friesacher (Aut) 13
11. Ricardo Mauricio (Bra) 7