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Katoh ist am Ziel

Dajihiro Katoh sichert sich mit einem Sieg den 250ccm-WM-Titel, Rossi gewinnt das Halbliter-Rennen, Ui die 125ccm-Klasse.

Bernhard Eder

In der Vorwoche gelang es Valentino Rossi, den WM-Titel in der 500ccm-Klasse zu fixieren, jetzt hat´s auch Dajihiro Katoh eine Etage tiefer geschafft: der Honda-Pilot lässt seinem Aprilia-Rivalen Tetsuya Harada keine Chance, gewinnt in Sepang ganz klar und sichert sich damit schon ein Rennen vor Saisonende die Krone in der Viertelliter-Klasse.

Bei den "Großen" demonstriert Weltmeister Valentino Rossi einmal mehr seine Ausnahmestellung, der Italiener siegt locker vor seinem Landsmann Loris Capirossi sowie dem Australier Gary McCoy. In der 125ccm-Klasse ist die WM-Entscheidung aufs letzte Rennen vertagt: Youichi Ui wahrt durch seinen dritten Sieg en suite die theoretische Titelchance, Manuel Pogialli darf nach dem 2. Platz von Sepang aber schon einmal den WM-Sekt einkühlen - 23 Punkte Vorsprung sollten fürs WM-Finale reichen.

500ccm: Rossi demonstriert seine Klasse, Biaggi gehen die Nerven durch

10 Siege bei bislang 15 Saisonrennen - keine Frage, Valentino Rossi ist heuer in der Königsklasse der Motorrad-WM die alles dominierende Gestalt. Nachdem sich der Italiener in der Vorwoche frühzeitig den Titel gesichert hatte, zeigt er sich in Sepang siegeshungrig wie eh und je. Nach dem fast schon traditionellen mäßigen Start startet Rossi eine seiner berühmt-berüchtigten Aufholjagden, übernimmt in Runde 12 erstmals die Führung und fährt den Sieg letztendlich locker nach Hause.

Zu Beginn des Rennens liegt der entthronte Weltmeister Kenny Roberts in Führung, der Amerikaner wird dann aber bald von Loris Caprirossi überholt, um letztendlich Opfer einer Rambo-Aktion Max Biaggi´s zu werden. Biaggi, der die WM-Niederlage gegen Valentino Rossi offenbar noch nicht ganz verdaut hat, schießt bei einem wilden, ziemlich unmotivierten Überholversuch Roberts regelrecht ab, beide Piloten müssen aufgeben. Nutznießer des Doppel-k.o´s ist Gary McCoy, der sich den dritten Platz sichert.

250ccm: Katoh siegt und holt den WM-Titel, Harada bleibt nur der zweite Platz.

Daijiro Katoh ist am Ziel seiner Träume. Der Japaner sichert sich (übrigens wie Kollege Rossi bei den 500ern) in Sepang seinen zehnten Saisonsieg - das ist der WM-Titel. Tetsuya Harada, der nur noch theoretische Chancen auf die WM-Krone hatte, kann in Sepang zwar lange mit seinem Rivalen mithalten, muss in der Schlussphase des Rennens aber die Überlegenheit Katoh´s anerkennen und wird mit 14.893 Sekunden Rückstand Zweiter. Das Podium in Malaysien komplettiert der Spanier Alsonso Nieto.

Im Ziel zeigt sich Harada natürlich überglücklich, auch angesichts der Überlegenheit seines Triumphes. "Ich wusste, wenn ich dieses Rennen gewinne, bin ich Weltmeister. Ich habe daher vom Start weg alles daran gesetzt, um hier zu siegen. Das Rennen und den Titel auf diese Art und Weise zu gewinnen ist doppelt befriediegend."

Besser als zuletzt läuft´s für den Deutschen Alex Hofmann, der das Rennen an achter Stelle beendet. Für die grippegeschwächte Katja Poengsen ist dagegen diesmal nichts zu holen, die 25-jährige Honda-Pilotin scheidet durch Sturz aus.
Weltmeister Katoh wird jetzt in die Königsklasse des Motorrad-Rennsports wechseln und die kommende Saison mit einer 500ccm-Werks-Honda bestreiten.

125ccm: Ui gewinnt, Poggiali ist dem WM-Titel ganz nahe

Manuel Poggiali kann den WM-Sekt schon einmal einkühlen. Der 18-jährige Gilera-Pilot wird in Sepang zwar - wie schon in der Vorwoche - hinter Youichi Ui "nur" Zweiter, hat vor dem Saisonfinale in Brasilien aber 23 Punkte Vorsprung auf den Japaner. Falls Ui in Rio gewinnen sollte, genügt Pogialli bereits ein 13. Platz zum Titel.

Das Rennen ist ungemein spannend: Ui setzt sich bereits in der Anfangsphase an die Spitze, der schwach gestartete Poggiali kämpft sich von Platz zehn aus kontinuierlich nach vorne, überquert in einem dramtischen Finish 0.118 Sekunden vor Lucio Cecchinello das Zweiter die Zielline. Der Spanier Toni Elias kommt über Rang sechs nicht hinaus und hat damit keine Chance mehr, den Titel zu holen. Für die Deutschen gibt´s nichts zu holen: Steve Jenkner durch Sturz out, Jarno Müller nur 21.

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