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Valentino Rossi steht nach seinem Sieg in Motegi als 500er-Champ praktisch fest, die beiden restlichen Klassensieger Harada (250ccm) und Ui (125ccm) haben ihre Titelchancen gewahrt.

Bernhard Eder

Rossi (fast) am Ziel seiner Träume

Valentino Rossi ist drauf und dran, die Königsklasse des Motorrad-Rennsports für sich zu entscheiden. Der italienische Jungstar gewinnt das Halbliterrennen beim Pazifik-GP in Motegi, sein großer Rivale Max Biaggi stürzt. Bei drei ausständigen Rennen beträgt damit Rossi´s Vorsprung bereits 67 Punkte, nur 75 Punkte kann Biaggi noch maximal einfahren - das sollte für Rossi locker reichen.

Biaggi erwischt in Motegi den besten Start, Kenny Roberts trickst den Italiener aber schon in der ersten Kurve aus und geht in Führung. Die Freude des US-Boys währt freilich nur kurz, Biaggi kontert wenig später und übernimmt wieder die Spitze. Auch Valentino Rossi bald an Noch-Weltmeister Roberts vorbei, damit die beiden WM-Rivalen auf eins und zwei. Die Verfolgergruppe mit Roberts, Barros, Capirossi, Gibernau und Abe kann das Tempo des Spitzenduos nicht halten.

Rossi macht keine Anstalten, Biaggi anzugreifen, der WM-Leader muss aufgrund seines großen Vorsprungs in der Gesamtwertung nichts riskieren. In der 7. Runde dann die Entscheidung: Biaggi rutscht übers Vorderrad ins Kiesbett, muss das Rennen aufgeben. Rossi fährt in der Folge den Sieg souverän nach Hause, Alex Barros sichert sich einen ungefährdeten zweiten Platz. Das Podium komplettiert Loris Capirossi, Kenny Roberts fällt noch auf Rang acht zurück.

250ccm: Harada gewinnt, Katoh crasht mit Melandri.

Wie in der Halbliterklasse stürzt auch bei den 250ern der eine Titelanwärter, während der andere das Rennen gewinnt. Anders als bei den 500ern wird die WM in der 250ccm-Klasse dadurch aber wieder spannend: Tetsuya Harada hat mit seinem Sieg den Rückstand in der WM auf 24 Punkte verringert.

Den besten Start erwischt Daijiro Katoh, aber Harada übernimmt bereits nach der ersten Kuirve die Führung, auch Marco Melandri geht bald an Katoh vorbei. In Runde sechs nimmt dann das Unglück für Katoh seinen Lauf: Melandi verliert in einer Linkskurve die Kontrolle über seinen Maschine, der dicht folgende Katoh kann nicht mehr ausweichen, stürzt spektakulär ins Kiesbett.

Damit ist das Rennen für Harada gelaufen, der Japaner siegt mit mehr als sieben Sekunden Vorsprung vor Emilio Alzamora und Jeremy McWilliams. Enttäuschend das Rennen der beiden deutschen Teilnehmer: Alex Hofmann wird 17., Katja Poensgen belegt den 26. und letzten Platz.

125ccm: Ui gewinnt, Poggiali übernimmt WM-Führung

Derbi-Pilot Youichi Ui gewinnt seinen Heim-GP auf überzeugende Art und Weise, der Japaner hat damit auch seine Chancen im Titelkampf wieder etwas verbessert, liegt drei Rennen vor Schluss an 3. Stelle der WM-Gesamtwertung, 33 Punkte hinter Leader Poggiali.

Der bisherige WM-Führende Toni Elias geht nach einem Sturz in Runde fünf diesmal leer aus, wird in der Gesamtwertung von Poggiali überholt, der mit Rang zwei wertvolle Punkte sammeln konnte. Ein tolles Rennen fährt wieder der erst 16-jährige Spanier Daniel Pedrosa, der sich Rang drei sichert. Die beiden Deutschen Jarno Müller und Steve Jenkner bleiben ohne Punkte: Müller wird 19., Jenkner stürzt.

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