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Achim Mörtl im Interview

Der Kärntner über sein Missgeschick bei der Korsika-Rallye, warum er in Australien nun doch starten wird und wie´s für 2002 ausschaut.

Bernhard Eder

"Wir gehen in Australien an den Start!"

Es ist wirklich zu dumm. Da liefert Achim Mörtl bei der Korsika-Rallye eine tolle Leistung, kann lange Zeit mit den absoluten Assen mithalten - und dann macht ein defekter Scheibenwischer auf der vorletzten Sonderprüfung dem Kärntner einen Strich durch die Rechung.

Mörtl gegenüber motorsport.at zu seinem Missgeschick auf SP 15: "Es war eine Wetterfront. Knapp bevor wir gestartet sind, hat es wolkenbruchartig zu regnen begonnen. Dazu ist noch ein heftiger Sturm gekommen, der uns schließlich die Scheibenwischer weggedrückt hat."

"Dabei muss etwas gebrochen sein, wir haben zwar angehalten und die Wischer wieder in ihre richtige Position gebracht, sie haben aber nicht mehr funktioniert. Wir haben im Regen praktisch nichts mehr gesehen. Nach etwa zwei Kilometern sind wir in einer Kurve von der Strecke abgekommen und haben das Auto dann nicht mehr flott gekriegt."

Trotz Ausfall zieht Mörtl ein positives Korsika-Fazit: "Die gute Leistung war praktisch die Bestätigung von San Remo. Wenn man in Betracht zieht, dass die fehlende Streckenkenntnis 2 bis 3 Zehntel pro Kilometer ausmacht, wenn man dann vom Auto her noch einmal 2 bis 3 Zehntel abzieht, dann bin ich auf Asphalt schon an einem Richard Burns dran."

Die letzten beiden Rallyes waren jedenfalls beste Werbung in eigener Sache - als "Belohnung" wird Achim in zwei Wochen down under an den Start gehen. Mörtl: "Die Leute von Subaru haben meine gute Leistung natürlich registriert. An sich war es nicht geplant, in Australien an den Start zu gehen, an diesem Wochenende hat es sich aber ergeben, das ich jetzt den WM-Lauf dort bestreiten werde."

Und zwar nicht in einem weißen Auto wie bisher, sondern in den Farben von Subaru. Mörtl: "Es wird ein blaues Auto sein, und zwar das Neuseeland-Auto von Petter Solberg, leider auf Kundenstatus zurückgerüstet, aber immerhin. Für mich bedeutet Australien vor allem wieder wertvolle Erfahrung auf Schotter zu sammeln.

Wie sieht die nähere Zukunft aus? Wird man Achim vielleicht auch in England zum WM-Saisonfinale am Start sehen? "Die Chancen, dass ich dort fahre, stehen 50:50." Und der WM-Fahrplan für 2002? Mörtl ist optimistisch. "Fixiert ist noch nichts, aber gut möglich , dass ich nächstes Jahr 10-14 WM-Läufe fahre, das entscheidet sich in den nächsten Wochen."

AudiofileSoundfile Achim Mörtl

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