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Auf der Tokyo Motor Show präsentierte Mitsubishi die SUV-Studie "eX Concept" mit Elektro-Antrieb und zahlreichen autonomen Fähigkeiten.

mid/wp

Bei Mitsubishi plant man in Richtung Elektro-Antrieb, autonomes Fahren, fortschrittlichen Leichtbau und neuartige Lenktechnik für aktiveres Fahren. Der Zeitrahmen ist eng geschnitten, in zwei bis drei Jahren will Mitsubishi mit seiner Hightech-Offensive auf den Weltmärkten antreten.

Dafür steht ein in Design und Technik richtungweisendes Concept Car: Auf der gerade zu Ende gegangenen 44. Tokio Motor Show sorgte die Weltpremiere der Konzeptstudie Mitsubishi eX Concept für Aufsehen. "Electric Crossover" lautet die Formel der Mitsubishi Motors Corporation (MMC) für die kommenden Entwicklungen.

Bei einer Länge von 4,24 Meter bietet der eX urbane Wendigkeit, die durch die neuartige Allradlenkung weiter erhöht wird. Ordentlich Passagier-Raum verspricht der Radstand von 2,61 Metern.

Die Frontpartie des Concept Cars eX wird von einer schildähnlichen, mittig positionierten Maske dominiert, Blinker und Positionsleuchten sitzen für gute Erkennbarkeit ungewöhnlich hoch. Die Scheinwerfer sind mit einem Chrombogen nach außen gerückt und in den deutlich ausgeformten Kotflügeln positioniert.

Dadurch sitzt der Mitsubishi optisch breit und mit sattem Kontakt auf der Straße. Bei der Studie wurde auf einen mittleren Dachpfosten zwischen den Türen verzichtet, die Serienkarosserie wird wegen Steifigkeit und Crashsicherheit nicht ohne ihn auskommen.

Für den Eindruck einer sportlichen Eleganz sind die relativ hohe Gürtellinie, der niedrige Dachaufbau und die im Design nach vorne gerichtete Heckpartie zuständig.

Im Innenraum geht Mitsubishi ungewöhnliche Wege: Fahrer- und Beifahrersitze sind unterschiedlich gestaltet, es gibt Batterien zum Herausnehmen für Outdoor-Aktivitäten und Side- sowie Rear-View-Monitore mit Bildern von hochauflösenden Kameras sorgen für Rundumsicht.

Das Concept Car ist eingebunden in ein Kommunikations-Netz von anderen Fahrzeugen und sogar von Fußgängern (die man über ihr Smartphone erfasst - so sie die Standortfunktion nicht deaktiviert haben).

Dazu addieren sich gespeicherte Infos aus externen Datenbanken in der Online-Cloud. Der Mitsubishi greift darauf zu und verknüpft alle Daten zu wichtigen Fahrerinformationen. Zu den Komfortzielen gehören Reservierungen in Restaurants oder Einkäufe in Shops und die permanente Überwachung der Fahrzeug-Systeme.

Nicht Folgen vermindern, sondern Unfälle verhindern, so lautet das Credo der Mitsubishi-Ingenieure. Automatisches Bremsen ist der Job von "FCM": die Front Collision Mitigation ahnt mithilfe von Systemen, die auf Kameras und Radarmessungen basieren, Kollisionsgefahren voraus und greift ein. Hindernisse werden erkannt und ein autonomes Manöver zum Ausweichen wird eingeleitet.

Ein anderer Helfer prüft unablässig das gesamte Umfeld des Fahrzeugs: Das Sicherheitssystem warnt den Fahrer und reagiert bei Gefahr eigenständig.

Stichworte für die Bündelung dieser Systeme sind: Totwinkelwarner, Spurwechsel-Assistent mit autonomer Spurentscheidung, Querverkehr-Warner, Erkennung des Straßenzustands, Registrieren und strategisches Verwerten von Informationen aus anderen Fahrzeugen.

Dazu kommen der autonom tätige Parkassistent, die Überwachung der Fahrer-Fähigkeiten und die im Prototypen bereits realisierten Möglichkeiten des autonomen Fahrens. Dabei kann der Fahrer natürlich jederzeit eingreifen und selbst das Kommando übernehmen.

Für den Einsatz elektrischer Antriebssysteme greift MMC auf fünfzig Jahre Erfahrung zurück. Im rein elektrisch mobilen Concept eX profitiert der E-Antrieb der neuesten Generation sowohl von High-Tech-Batterien, als auch von intelligenten Fahrdynamik-Regelungen.

Über Vorder- und Hinterräder gehen jeweils 70 kW/95 PS ans Werk. Dabei sorgen eine variable Drehmomentverteilung hinten und Bremseingriffe an den Vorderrädern für Souveränität auf rutschiger Fahrbahn.

Dank zweier Motoren für den Allradantrieb werden lange Wege zur mechanischen Kraftübertragung vermieden. Mit voller Batterieladung hat das eX Concept eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

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