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Neuer Nissan Qashqai - erster Test Nissan Qashqai 2017

Asphalt-Cowboy

Nissan überarbeitete sein Kompakt-SUV Qashqai optisch wie technisch. Wir bitten den programmierten Bestseller zum ersten Test rund um Wien.

Georg Koman

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Zehn Jahre gibt es den Nissan Qashqai bereits, wenn auch erst in zweiter Generation. Ein langsamer Generationenwechsel ist immer ein Erfolgssignal, so auch beim Qashqai.

Dennoch war es Zeit, der zweiten Generation eine Modellpflege angedeihen zu lassen, man will die Verkaufszahlen ja weiter hoch halten - was bisher, trotz ständig wachsender Konkurrenz, gut gelang. 2,3 Millionen verkaufte Qashqai sprechen diesbezüglich eine eindeutige Sprache.

Nissan bezeichnet den Qashqai übrigens nicht als SUV, sondern als Crossover und reklamiert geich die Pionierrolle für diese Art Auto für sich. Bevor Verwirrung aufkommt: Ein Crossover ist schon ein SUV, es legt aber noch mehr Gewicht auf gute Straßen-Fahreigenschaften und praktische Werte, verzichtet dafür auf den Allradantrieb, jedenfalls in den meisten Versionen.

Vorne modifizierte Nissan den Kühlergrill sowie die Lichtsignatur, hinten kommen ebenfalls neu designte Leuchten zum Einsatz. Der Neue ist somit sofort als solcher erkennbar, ohne dass die vorhergehende Version deshalb schlagartig alt aussehen würde.

Innen fällt als erstes das neue Lenkrad auf. Es besitzt einen runden Pralltopf und ist unten für leichteren Einstieg abgefllacht. Außerdem ist sein Kranz dicker und damit griffgünstiger. An Assistenzsystemen gibt es neuerdings einen Querverkehrswarner fürs Rückwärts-Ausparken, der Notbrems-Assistent verfügt nunmehr über Fußgänger-Erkennung.

Ebenfalls ein neues Feature ist der "Stand Still Assist". Er sorgt bei den handgeschalteten Versionen dafür, dass das Auto nach dem Stillstand nicht zu rollen anfängt, selbst wenn man die Bremse löst. Prinzipiell wie ein Berganfahr-Assistent, er wirkt aber auch in der Ebene oder bergab.

Erst ab dem Fühjahr 2018 wird es den "ProPILOT" geben, eine Kombination aus aktivem Spurhalte-Assistenten, Abstandsregel-Tempomat und Staupilot. Dieses System ermöglicht es dem Qashqai, auf der Autobahn (ohne Spurwechsel), im Kolonnenverkehr und im Stau, die Steuerung von Lenkung, Bremsen und Gaspedal zu übernehmen.

Der Innenraum wurde zudem in Richtung Premium aufgewertet, mit feineren Materialien und mehr Chrom, dazu kommt obendrauf eine zusätzliche Ausstattungsvariante namens "Tekna+". Diese bietet nach dem "Bitte einmal alles"-Prinzip unter anderem 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, Voll-LED-Scheinwerfer, Navigationssystem, Nappaleder, Bose Premium Sound, beheizbare Frontscheibe und das Nissan Safety Shield (Bewegungserkennung, Querverkehrswarner, intelligenter Einpark-Assistent, Müdigkeitserkennung, Totwinkel-Assistent).

Aber auch die günstigeren Versionen sind gut bestückt, selbst das Basismodell "Visia"hat beispielsweise Klimaanlage, Tempomat, Radio-CD-Kombi, digitalen Radioempfang und eine Freisprechanlage mit Bluetooth-Schnittstelle an Bord.

An den Maßen des 4,39 langen Qashqai und an seinem Ladevolumen (430-1.585 Liter) änderte sich nur wenig, auch vier Großgewachsene fühlen sich im "Crossover" wohl. Feinarbeit leistete Nissan hingegen an Fahrwerk und Handling. Tatsächlich fährt sich der grundsätzlich komfortabel abgestimmte Qashqai handlich, die Lenkung ist ebenso exakt wie die Schaltung.

Das Motorenangebot umfasst wie gehabt zwei Benziner (115 und 163 PS) und zwei Dieselmotoren (110 und 130 PS). Mit Hubräumen zwischen 1.200 und 1.600 ccm sind die - durchwegs besser als im Vorgänger gedämmten - Motoren streng dem Downsizing-Prinzip verpflichtet, was selbst den stärkeren Diesel erst nach einer Denksekunde richtig anschieben lässt.

Dieses Turboloch kann man mit dem stufenlosen Automatikgetriebe zum moderaten Aufpreis von 1.400 Euro entschärfen, das ebenso für den schwächeren Benziner erhältlich ist. Allradantrieb ist lediglich für den stärkeren Diesel zu haben - dann aber nicht mit Automatikgetriebe. An einer Kombination aus beidem wird laut Nissan "gearbeitet".

Der Österreich-Marktstart des Nissan Qashqai erfolgt im August 2017, die Österreich-Preise starten bei 21.690 Euro für den 115-PS-Benziner in der Basisausstattung "Visia". Der Maximalpreis liegt bei 38.874 Euro für den 130-PS-Diesel mit Allradantrieb und Vollausstattung "Tekna+".

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