RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Auszeit für Raphael Sperrer

Der regierende Meister wird heuer mangels geeigneter Möglichkeiten keine Rallyes bestreiten, Sperrer will aber 2004 zurückkehren.

Österreichs regierender Rallye-Staatsmeister Raphael Sperrer hat sich nach langen Verhandlungen und Überlegungen nunmehr definitiv entschlossen, heuer nicht mehr aktiv an der Meisterschaft in Österreich teilzunehmen.

Die Gründe dafür liegen im wirtschaftlichen Bereich des Kirchdorfers. Die Teilnahme an einem ÖM-Lauf mit einem World Rallye Car kostet ca. € 80.000.-. Dies ist eine sehr beträchtliche Summe, die ohne Beteiligung eines Automobil Importeurs ganz einfach nicht mehr aufzubringen ist.

Derzeit gibt es in Österreich keine diesbezüglichen Kooperationsmöglichkeiten. Dazu kommt, dass man in der Obersten Sportkommission die Anzahl der Meisterschaftsläufe nicht reduziert, sondern auf insgesamt neun erhöht hat. Mathematisch gerechnet ergibt dies einen Aufwand von € 720.000.-, früher rund 10 Millionen Schilling. Diese Summe ist ohne Importeure, nur mit Sponsoren, in Österreich nicht mehr aufzubringen.

Dabei ist Sperrer – wie die Statistik zeigt – ein Garant für Importeurserfolge. In seiner vierjährigen Zusammenarbeit mit Renault Österreich gelangen dem Kirchdorfer in den Jahren 1996 und 1998 auf Renault Maxi Megane zwei ÖM-Titel. Eine 100 % Erfolgsquote erreichte Sperrer bei Seat. Ein Jahr mit dem World Rallye Car unterwegs, brachte für die Salzburger auch gleich im Jahre 2000 den Meistertitel. Bei Peugeot Austria wurde im zweiten Jahr die Meisterschaftskrone eingefahren.

Da im heurigen Jahr alle bisherigen Importeurs-Verhandlungen zu keinen akzeptablen Ergebnissen geführt haben, sah sich Sperrer gezwungen eine Auszeit zu nehmen. Dies bedeutet keinesfalls ein Ende seiner erfolgreichen Karriere, sondern ganz einfach die Möglichkeit zu haben, in Ruhe für das Jahr 2004 zu planen. Dabei wird man die Entscheidungen der FIA zu berücksichtigen haben, ob man weiter auf World Rallye Cars setzt, oder aber ob sich der nationale Rallyesport im Bereich von Kitcars bewegen wird.

Damit kann sich Raphael Sperrer heuer gemeinsam mit seinem Bruder Harald auf seine Firma, die in Kirchdorf ansässige „Sperrer Motorsport GmbH“, konzentrieren, sein Bruder Fred widmet sich hingegen den organisatorischen Aufgaben seines Heim-Events, der Dunlop Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Bericht

Wagner gewinnt Thriller-Showdown

Vor der abschließenden Powerstage fehlten Simon Wagner nur noch 1,3 Sekunden auf Michael Lengauer - der fünffache Staatsmeister konnte das Blatt tatsächlich noch wenden...

WRC Safari-Rallye: Bericht

Erster WRC-Sieg für Takamoto Katsuta

34 Jahre musste Japan auf einen WRC-Sieg warten: Bei der legendären Safari-Rallye in Kenia endet die lange Durststrecke - dank Takamoto Katsuta

TEC7 ORM, Rebenland Rallye: Nach SP 11

Titelverteidiger im Angriffsmodus

Simon Wagner holte frühmorgens auf, doch der Spitzenreiter der Rebenland Rallye, Michael Lengauer, schlug wieder zurück / Entscheidung um den Sieg fällt bei den Königsprüfungen am Nachmittag / Sekundenkrimi auch um Platz drei

ORM/ARC/MRC, Lavanttal Rallye: Vorschau

Hungrige Meute hetzt ein Favoriten-Trio durchs Lavanttal

Die österreichische TEC7 Rallye-Staatsmeisterschaft kennt auch im heurigen Frühjahr keine Pause. Besonders zwischen der Rebenland Rallye in der Südsteiermark und der Lavanttal-Rallye in Kärnten bleibt den Akteuren fast schon traditionell kaum Zeit, um richtig durchschnaufen zu können.

Unwetterfolgen treffen WRC

Route der Rallye auf Gran Canaria umgebaut

Nach heftigen Unwettern wird die Strecke der Kanaren-Rallye angepasst: Überschwemmungen und Erdrutsche machen Änderungen am Ablauf notwendig

WRC Safari-Rallye: Nach Tag 3 (SP16)

Katsuta erbt Spitze nach dreimal Toyota-Drama!

Oliver Solberg, Sebastien Ogier und Elfyn Evans stranden alle auf Samstagsetappe der "Safari" - Takamoto Katsuta vor erstem WRC-Sieg - Kritik am Veranstalter