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Rallye-ÖM: Pirelli

Letzte Chance für den BMW 2002

Gut in Form wie schon lange nicht mehr zeigte sich Walter Zöckl bei der OMV-Rallye Burgenland vor drei Wochen.

Bis zuerst ein gerissenes Gasseil und schlussendlich ein Bruch der Halbwelle alle Chancen zunichte machten. Immerhin sind dadurch die Erwartungen, mit dem 02er im Lavanttal ein prächtiges Tempo vorlegen zu können, um einiges gestiegen. Der ursprünglich geplante Einsatz mit dem BMW M3 kam nicht zustande, der Wagen wurde nicht rechtzeitig fertig.

In gewisser Weise ist es sicher ein Vorteil, dass Zöckl bei der fahrerisch vielleicht schwierigsten Rallye des Jahres mit einem erprobten Fahrzeug an den Start gehen wird. Gerade auf den anspruchsvollen Bergprüfungen mit ihren steilen, oft engen Passagen wäre die Umstellung auf den bissigen BMW M3 mit seinen 330 PS sehr schwer gefallen. Außerdem wird besonders in höheren Lagen mit Schneefall zu rechnen sein, wo bekanntlich auch Rallye-Action laufen wird.

Kein Unsicherheitsfaktor besteht in der Beifahrerfrage: Maros Certan, der um einige Jahre jünger ist als das Auto, wird wieder den Platz am rechten Sitz einnehmen. Von so einem eingespielten Team wie Zöckl und Certan kann man sich nur Gutes erhoffen.

Während die im Vorjahr oftmals dominierenden Escorts von Lampelmaier, Lindner und Pointinger noch nicht wieder zurückgekehrt sind, werden vor allem Bernd Rothensteiner (Escort RS) und eventuell Eduardo Muner mit seinem Porsche 911 mit großen Siegesambitionen in der Historischen Klasse antreten. Als härtester Gegner von Walter Zöckl hat sich allerdings zumeist der Defektteufel herausgestellt.

Die Motivation ist jedoch ungebrochen, immerhin führt die Pirelli-Lavanttal-Rallye über ein Gebiet, das schon in den jungen Jahren von Walter Zöckl als Rallyefahrer Schauplatz einer großen Rallye war: Die Semperit-Rallye ging ebenso über den Schulterkogel wie etwas davor die Alpenfahrt.

Ein klassischer Bewerber in klassischer Umgebung: Der Idealfall schlechthin für Historic-Fans.

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