RALLYE

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„Zweiter Platz ist für mich ein Sieg“

Raimund Baumschlager fehlten am Ende 10 Sekunden zum dritten Saisonsieg, dennoch war der Oberösterreicher nach seiner Heimrallye zufrieden.

Die Italiener Claudio De Cecco/Jean Campais gewannen vor 30.000 Zuschauern auf einem Peugeot 206 WRC die Dunlop-Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye im Raum Kirchdorf/Kremsmünster vor Raimund Baumschlager/Klaus Wicha im BRR-Mitsubishi Evo V und Andreas Waldherr/Richard Jeitler im VW Golf IV KitCar.

Dem Remus-Piloten fehlten am Ende 10 Sekunden zum dritten Saisonsieg, andrerseits lag der Oberösterreicher nur 3,7 Sekunden vor seinem härtesten österreichischen Konkurrenten, den er erst mit Bestzeiten auf den letzten Kilometern niederringen konnte.

„Der zweite Platz ist für mich wie ein Sieg, denn es war ein Schritt in Richtung Meisterschaft. Die Siege bei der IQ-Jänner-Rallye und bei der Pirelli-Lavanttal-Rallye waren leichter zu holen als der zweite Rang hier. Soviel riskiert habe ich zuletzt im Focus-WRC“, sagte Baumschlager, der nach einem verpatzten ersten Tag („da hab ich einige Fehler gemacht“) eine seiner stärksten Leistungen in der T-Mobile-Meisterschaft bot. Co Klaus Wicha bestätigte: „Das waren mehr als 100 Prozent.“

Mario Saibel, zweiter Gruppe-A-Fahrer im Remus-Racing-Team, verfehlte mit neuem Beifahrer Mario Süss im zweiten BRR-Mitsubishi Evo V das selbst gesteckte Ziel, den ersten Top-Ten-Platz, um 13 Sekunden. Trotzdem war er sehr zufrieden:

„Ich fahre in der Lernphase auf Sparflamme, bin mit einem Satz Reifen ausgekommen und hab auch nur Tankstellen-Benzin verwendet. Auch den eingeplanten Seitenspiegel hab ich nicht zerstört. Sobald ich merke, dass mehr geht, investiere ich auch mehr.“

Enttäuscht war hingegen Junior Marcus Leeb, dem wieder Getriebe- und Kupplungs-Probleme das Leben im Citroen Saxo schwer machten. „Ich habe mich zum zweiten Platz in der Klasse hingezittert.“

„Die Punkte waren unheimlich wichtig, denn in der Junior-Meisterschaft bin ich als Dritter mit vier Zählern Rückstand weiter im Rennen“, sah der 22-jährige Kärntner den 3. Meisterschaftslauf aber auch positiv. Da die Bosch-Rallye in 14 Tagen in der Steiermark nicht gerade zu seinen Lieblings-Veranstaltungen zählt, hat Leeb nur einen Wunsch: „Ich wünsche mir nur eine Rallye ohne technische Probleme.“

Grund zur Freude gab es im BRR-Team aber auch mit Klaus Kröll. Der Steirer beendete seine erste Rallye im Gruppe-N-Mitsubishi als Gesamt-14. (5. Gruppe N). „Wie beim Skifahren, Stockerl nur um sechs Zehntel verfehlt“, kommentierte der Weltklasse-Abfahrer aus Öblarn lachend zwei Tage Spaß. „Es war ein Super-Erlebnis, das Auto war perfekt, ich hab mich unheimlich wohl gefühlt.“ Raimund Baumschlagers Resümee: „Klaus ist ein so guter Skifahrer, dass er für uns in nächster Zeit sicher kein Konkurrent sein wird.“

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