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Stohl erneut im Subaru Werks-WRC

Manfred Stohl testet neuerlich im Subaru Werks-WRC, Youngster Sebastian Vollak bereitet sich mit einem Schottertest in Österreich auf Neuseeland vor.

Knapp drei Wochen vor der Neuseeland-Rallye, dem dritten Lauf zur Production World Rally Championship, laufen die Vorbereitungen beim OMV World Rally Team auf Hochtouren. Sowohl in logistischer, als auch in sportlicher Hinsicht. Dazu kommt noch der Druck, denn nach dem Doppelausfall in Mexiko müssen Stohl und Paasonen in Neuseeland voll punkten, um die P-WRC-WM spannend zu halten.

Den größten Teil des logistischen Aufwandes hat Stohl-Racing bereits hinter sich. Nachdem bereits vor der Rallye Mexico ein Container mit Vollaks Renn-Mitsubishi, einem Servicefahrzeug und Ersatzteilen die Reise nach Neuseeland angetreten hat, wurde ein weiterer Container mit den beiden Wettbewerbsfahrzeugen von Stohl und Paasonen direkt von Mexiko nach „Down under“ verschifft.

Dabei erlebten die Mechaniker des OMV World Rally Teams eine Begegnung der anderen Art. Eine Beamtin der neuseeländischen Zollbehörde kontrollierte die Sauberkeit der Containerbeladung. Erst nach über 30 Minuten, als kein Schmutzpartikel zu finden war, gab sie grünes Licht für die Verplombung des Containers. Vor Ort in Auckland müssen die Mechaniker die beiden Mitsubishis Evo VII nun wieder auf den letzten Stand bringen.

Schnee statt Schotter

Bevor Manfred Stohl um die halbe Welt fliegt, geht es jedoch noch nach Finnland, wo er gemeinsam mit Peter Müller am Sonntag und Montag für das Subaru WRC-Werksteam Pirelli-Reifentests absolviert.

Stohl: „Da wird schon für die Schweden-Rallye 2005 getestet. Ich hoffe, dass ich ein fehlerloses Programm absolviere. Die Anerkennung von Subaru wäre sehr wichtig, da ich dadurch vielleicht die Möglichkeit erhalte, mit einem konkurrenzfähigen Kundenauto zwei WM-Rallyes mit einem WRC bestreiten zu können.“

Der Subaru-Test wird nahe dem Polarkreis abgehalten, wo Ende Jänner die Arctic-Rally über die Bühne ging. Nach Stohl übernimmt Subaru-Werkspilot Mikko Hirvonen (Fin) für einen Ein-Tages-Test das Steuer.

Stohl hält "milles pistes" für gewöhnungsbedürftig

Als gewöhnungsbedürftig bezeichnet der 32 Jahre alte Wiener den neuen Rennablauf „milles pistes“. Dabei sollen am Donnerstag alle Prüfungen einmal besichtigt werden. Danach werden jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag vormittags die SP's nochmals befahren, am jeweiligen Nachmittag geht's dann im Renntempo drüber.

Stohl: „Vielleicht wird die Rallye dadurch kompakter, jedoch keinesfalls sportlich hochwertiger. Es fehlt total der Rhythmus. Auch sehe ich keinen Sinn darin, dass mit dem Wettbewerbsfahrzeug trainiert werden kann. Das erhöht nur den Aufwand, da wir für das Training ein neues Motorprogramm schreiben müssten, das uns erlaubt, auch langsam zu fahren.“

Paasonen bekämpft Ärger mit Lauftherapie

Der finnische OMV Pilot Jani Paasonen bekämpft seinen Ärger über den Ausfall in Mexiko mit jeder Menge Konditionstraining. So joggt der 28 Jahre alte P-WRC-Sieger der Schweden-Rallye täglich mehrere Kilometer durch die finnischen Wälder.

Paasonen: „Der Unfall war ein ganz dummer Fehler von mir. Leider haben wir dadurch die WM-Führung verloren, die wir sonst mit Sicherheit verteidigt hätten. Dennoch muss ich das Ganze ganz schnell vergessen, damit ich den Kopf für Neuseeland frei habe. Laufen ist dafür ein sehr gutes Mittel.“

An Neuseeland hat der Finne größtenteils gute Erinnerungen. Dort erzielte er 2002 als erster und bislang einziger Fahrer eine Sonderprüfungsbestzeit mit dem Mitsubishi Lancer WRC.

Neuseeland-Simulation in Österreich

Sebastian Vollak kann sein nächstes Rally-Abenteuer kaum erwarten. Auch wenn er mit etwas gemischten Gefühlen an Neuseeland denkt. „Die Neuseeland-Rally zu fahren, ist sicher der Traum eines jeden europäischen Piloten. Bei mir geht dieser Traum schon mit 21 in Erfüllung. Das ist der reine Wahnsinn."

"Anderseits aber macht es einen doch nachdenklich, was man so von diesem WM-Lauf hört. Er ist extrem schnell. Und da besteht natürlich die Gefahr, dass ich als schotterunerfahrener Mann mehr Zeit auf die Spitze liegen lasse. Es wird aber sicher eine große Herausforderung den Mitsubishi bei hohen Geschwindigkeiten am Limit zu bewegen“, erklärt Rookie Sebastian Vollak.

Um dem Schottermanko ein wenig vorzubeugen, wird die deutsche Motorsport-Nachwuchshoffnung am 4. April in Österreich einen Schottertest absolvieren.

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