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Das Vorjahr vergessen machen

Das VW-Rallyeteam-Austria hat mit der Dunlop-Rallye vom Vorjahr noch eine Rechnung offen, heuer wollen die vier Piloten aufzeigen.

Für das Volkswagen-Rallye-Team-Austria steht die Dunlop-Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye, der dritte Meisterschaftslauf der Saison 2004, unter besonderen Vorzeichen. Das „Czekal-Team“ hat einige Kerben des Vorjahres auszubügeln.

Dieselmeister Andreas Waldherr beendete die erste Etappe aufgrund kleiner technischer Probleme am Kit-Car als Gesamt-Letzter. Bei seiner tollen Aufholjagd touchierte er gegen Ende der zweiten Etappe eine Leitplanke und mußte endgültig aufgeben. Christian Lippitsch wiederum lag lange in Führung (Dieselwertung), aber sein Schluß-Service nach dem ersten Rallyetag dauerte zu lange, sodaß er aufgrund von Strafzeiten auf Platz zwei zurückfiel.

Am nächsten Morgen begannen Turboprobleme. Ein Wechsel des Aggregats war nicht möglich, da sein Teamkollege beide Ersatz-Lader aufgebraucht hatte. Teamchef Dr. Helmut Czekal nahm den TDI von Lippitsch (schweren Herzens) aus der Wertung.

2004 soll anders werden:

Andreas Waldherr/Richard Jeitler:


Im Lavanttal war er nicht in seiner fahrerischen Höchstform. Rutschige Straßen und das schnelle VW Golf Kit-Car passten in seinem Hinterkopf nicht zusammen. Doch: Die „Pyhrn-Eisenwurzen“ ist die erste Rallye der laufenden Saison deren Sonderprüfungen zu einhundert Prozent auf Asphalt-Sonderprüfungen gefahren werden. Das Ziel ist für Andreas Waldherr klar gesteckt: „Ein Platz unter den ersten 3 im Gesamtklassement. Ich weiß, daß das etwas hochtrabend klingt, aber wenn nicht bei der Pyhrn-Eisenwurzen, wo dann? Ich hoffe nur, daß das Wetter mitspielt. Trockene Straßen im Kremstal wären fein.“

Christian Lippitsch/Gerry Pöschl:

Im Lavanttal waren die Oberösterreicher in der Dieselklasse eindeutig das schnellste Team. Einige Reifenschäden verdrängten sie auf den zweiten Platz. Lippitsch: „In meiner Heimat muß der erste Saison-Sieg her. Wir werden von Beginn an auf Angriff fahren, ohne Taktieren, ohne Abwarten, hoffentlich auch ohne Reifenschaden.“

Hannes Danzinger/Alfred Fuchs:

Nach dem Sieg bei der Pirelli-Rallye (Anfang April) schwebt der Böheimkirchner Pilot natürlich auf Wolke Sieben. „Ein angenehmes Gefühl in der Meisterschaft in Führung zu liegen. Ein perfektes Auto hat mir dazu verholfen. Doch meine Aufgaben werden schwieriger. Bei der Pyhrn-Eisenwurzen-Rallye betrete ich absolutes Neuland. Im Kremstal war ich noch nie am Start. Dies ist eine große Herausforderung für mich. Äußerste Konzentration ist für mich schon während der Strecken-Besichtungsfahrten angesagt. Mein Co-Pilot, Fredi Fuchs, wird mir sicher eine große Hilfe sein, denn er als Einheimischer kennt die Streckenführungen der Sonderprüfungen ganz genau. Unser Ziel ist es, die Meisterschaftsführung zu verteidigen.“

Martin Ertl/Tina-Maria Monego:

Für den Aspanger Junior im VW-Rallye-Team gilt es sich weiter zu steigern, um sich an das Limit seines VW Golf III Kit-Cars heranzutasten. „Unser Ziel ist Platz drei, wie schon zuletzt in Kärnten. Das könnte auf den schnellen Sonderprüfungen um Windischgarsten/Kirchdorf nicht ganz einfach werden. In meiner Rallye-Lernphase liegen die fahrerischen Grenzwerte sehr eng beisammen. Außerdem: Ein kaputter Golf ist kein schöner Golf. Aber wir sind zuversichtlich, für unser VW-Team an einem zweiten Triple-Sieg in der Dieselklasse mitwirken zu können.“

Teamchef Dr. Helmut Czekal:

„Eigentlich bin ich auf meine vier Fahrerteams sehr stolz. Die Mischung zwischen „jung und erfahren“ zeigt sich auch in der internen Kommunikation als erfreulich. Wir sind eine tolle Rallye-Familie, obwohl drei der vier Teams im direkten Klassenkampf gegenüberstehen.

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