RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

"Asi" nicht zu schlagen

"Asi" Aschenbrenner lässt im Gr.A-Mitsubishi die WRC-Konkurrenz hinter sich und gewinnt vor Balasz Benik und Norbert Herczig.

Text & Fotos: Daniel Fessl

Die besten Bilder!

Der vierte Lauf zur Ungarischen Rallyemeisterschaft in der Grenzstadt Szombathely (Steinamanger) war, wie auch die Castrol-Rallye in Österreich, von wechselnden Witterungsbedingungen geprägt.

Die Favoriten bei dieser zweiten von insgesamt drei Schotterrallyes in Ungarn waren Vorjahresmeister Balazs Benik (Ford Focus WRC), die Skoda Piloten Tamas Turi, Szabo Gergely, Norbert Herzcig und Tamas Tagai, sowie Görgi „ASI“ Aschenbrenner mit seinem A8 Lancer Evo 5.

Karoly Angyalfi musste, nachdem er bei den vorigen Rallyes noch mit einem Impreza WRC bzw Corolla WRC antrat, diesmal ebenfalls mit einem Mitsubishi Lancer der Gruppe A vorlieb nehmen, für den Rest der Saison soll aber nun ein Ford Focus aus Tschechien angemietet werden.

Wie schon bei der Fehervar Rallye vor drei Wochen zeigte „Asi“ Aschenbrenner dass auf losem Untergrund nicht ausschließlich das Fahrzeug zählt, sondern vielmehr das fahrerische Können sowie die richtige Reifenwahl. Asi markierte gleich auf der ersten Prüfung eine Bestzeit und war auch auf den Prüfungen 3 und 4 der schnellste.

Die Rolle des ersten Verfolgers nahm wie üblich wieder Benik ein, er ließ sich die Bestzeiten auf der zweiten, der fünften und siebten Wertungsprüfung notieren, allerdings leistete er sich auf SP 4 einen Dreher, welcher ihn neben 26 Sekunden Zeitverlust auch den Anschluss an den nun überlegen Führenden Asi kostete.

Schlimmer als Benik erwischte es auf der vierten Sp Tamas Tagai, er rutschte in einen Graben und konnte die Fahrt aus eigener Kraft, trotz eines beinahe unbeschädigten Octavia WRC, leider nicht mehr fortsetzen. Dies sollte aber der einzige Ausfall unter den Favoriten bleiben.

Als am späten Nachmittag ein schweres Gewitter über das Rallyegebiet zog sahen sich die Veranstalter dazu gezwungen die sechste Sonderprüfung zu neutralisieren, die Feldwege hatten sich unter dem Regen in Schlammpfade verwandelt und es wäre ganz einfach zu gefährlich gewesen diese SP zu starten. Da sich die anderen Prüfungen zum Großteil im Wald, bzw. außerhalb des Regens befanden wurde alle anderen Prüfungen programmgemäß absolviert.

Ein Blick auf das Gesamtklassement nach dem ersten Tag zeigte Asi mit 18,4 sek vor Benik, mit fast 27 Sekunden Rückstand belegte Herzcig den dritten Rang, der zweifache Saisonsieger Tamas Turi war vierter und mit genau einer Minute Rückstand auf den Führenden belegte, der aufgrund seiner spektakulären Fahrweise vom Publikum geliebte, Szabo Gergely den sechsten Zwischenrang.

Am zweiten Tag standen noch einmal sechs Sonderprüfungen auf dem Programm und Aschenbrenner bestimmte gleich vom Restart weg das Tempo. Auf den teilweise noch sehr feuchten Waldwegen hatte die Konkurenz gegen die Kombination von besonnener, aber zügiger Fahrweise, einem ausgereiften Fahrzeug und nicht zuletzt der auf nassen Untergrund sehr guten Yokohama Pneus, nichts entgegenzusetzen.

Nach zwei weiteren Bestzeiten, welche Asi einen Vorsprung von 30 Sekunden auf Ford Pilot Benik bescherten, waren die Positionen bezogen. Benik, riskierte mit Blickrichtung auf die Punktetabelle auch nicht mehr alles und so blieben die Positionen unverändert. Tamas Turi musste sich trotz zweier Bestzeiten auf den abschließenden beiden SP`s mit dem vierten Platz hinter Skoda Kollegen Norbert Herzcig zufrieden geben.

Die Gruppe N dominierte der auch bei uns nicht ganz unbekannte Kristian Hideg in einem Mitsubishi Lancer Evo V. In der Klasse der zweiradgetriebenen Fahrzeuge war wieder einmal Robert Butor/ Citroen Saxo S1600 nicht zu schlagen, er siegte mit fast drei (!) Minuten Vorsprung auf den Golf von Tibor Disca. Butor trennten im Ziel lediglich 40 Sekunden vom Sieger der Gruppe N und das wohlgemerkt auf teilweise nassen bis matschigen Schotterstrassen.

In der Meisterschaft entwickelt sich ein spannender Kampf zwischen Turi, Benik (je 56 Pkt)und Asi (50 Pkt.). Nur mehr Aussenseiterchancen darf sich Szabo (42 Pkt.) ausrechnen. Die Meisterschaft wird mit dem letzten Schotterlauf der Saison, der Veszprem Rallye am 10. / 11. Juli fortgesetzt.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Bericht Friedl

„Big moments“ aber auch heikle Situationen

Eugen Friedl und Helmut Aigner vom MCL 68 konnten sowohl mit einigen kniffligen Situationen als auch mit emotionalen Highlights ein gutes Ergebnis einfahren.

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

ARC, Mühlstein Rallye: Startklar!

SG Toolbox Mühlstein Rallye startet durch!

Am 7. und 8. August steigt die SG Toolbox Mühlstein Rallye 2026 mit Zentrum in Schwertberg / Novum ist ein spektakulärer Shakedown am Freitagabend / Der neue Namens-Sponsor SG Toolbox ist ein oberösterreichisches Unternehmen mit hoher Motorsport-Affinität.

Zur Einstimmung auf die bevorstehende Rally Akropolis erzählt unser Kolumnist Peter Klein aus jener Zeit, in der schon die Anreise zu dieser Kult-Rallye ein wahres Abenteuer war...

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.