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Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Offener Schlagabtausch erwartet

Zum Jubiläum wartet der Rallye-Klassiker in Kärnten mit vielen Höhepunkten auf, Doppelreiters Start ist so gut wie fix.

Wenn am Freitag die Castrol Rallye 2005 zum zehnten Mal – diesmal wieder in Althofen – gestartet wird, bedeutet das nicht nur für den MSC Wolfsberg unter Obmann Gerhard Leeb ein rundes Jubiläum, sondern auch Titelsponsor Castrol hat Grund zur Freude. Man feiert heuer den 50. Geburtstag in Österreich.

Die Rallye selbst, die zur heimischen Rallye Staatsmeisterschaft, zum Mitropacup, zum Suzuki Cup und zur Castrol Historic Rallye Trophy zählt, wird den Teams auf Grund ihrer schweren Sonderprüfungen wieder alles abverlangen. Mehr als 100 Mannschaften aus 7 Nationen haben ihre Nennung abgegeben, darunter befinden sich mit Ausnahme des Deutschen Gruppe N-Piloten Hermann Gaßner, alle Titelanwärter.

Mörtl gegen Baumschlager geht in die nächste Runde

Die besten Chancen, heuer die Gesamtwertung zu gewinnen, haben drei Piloten. Lokalmatador Achim Mörtl hat diesen Klassiker bereits im Jahre 1999 für sich entschieden, sein größter Kontrahent in der Meisterschaft Raimund Baumschlager (beide Mitsubishi), war im Jahre 2003 erfolgreich. Beide haben also die Möglichkeit, ihren zweiten Gesamtsieg bei der Castrol-Rallye zu holen.

Doppelreiter mit größter Wahrscheinlichkeit am Start

Auf Grund der zuletzt gezeigten Leistungen hat aber auch WRC-Pilot David Doppelreiter die Möglichkeit, zum ersten Mal in Althofen ganz vorne zu sein. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass sein Wagen hundertprozentig einsatzfähig ist. Doppelreiters Stamm-Skoda wurde ja ausgerechnet vom Teamchef Tamas Tagai bei einem wilden Abflug schwer beschädigt.

Drei Tage vor dem Start der Rallye gibt sich David Doppelreiter im Telefonat mit Motorline.cc aber optimistisch: „Sie schweißen meinen Krapfen schon zusammen“, nimmt’s der Montanstundent nach wie vor mit bewundernswertem Humor: „Ich glaube, die Jungs werden fertig. Es ist eine gute, eingespielte Truppe. Wenn bis Donnerstag alles fertig ist und ich dann einen kurzen Shakedown fahren kann, starte ich mit meinem reparierten Auto. Sollte sich das nicht ausgehen, haben wir eine zweite Option. Robert Butor hat mir zugesichert, seinen Octavia herzuborgen. Das ist aber nicht mein oberster Wunsch. Das Auto ist nämlich nur ein Evo II. Das größere Problem ist aber, dass dort ein ganz anderes Fahrwerk eingebaut ist, das macht die Sache bei der schwierigen Castrol-Rallye sicher nicht einfacher…“

Gefährliche Außenseiter wollen zuschlagen

Drei gefährliche Außenseiter muss man in den Kampf um den Sieg dazuzählen. Ruben Zeltner, geborener Kärntner, hat den letzten Meisterschafslauf in Deutschland gewonnen. Lokalmatador Alfred Kramer ist auf Grund seiner positiven Einstellung und seines faherischen Könnens immer für einen Sieg gut. Und der schnelle Ungar Krisztian Hideg, der von Rallye zu Rallye immer schneller wird und sich in der Meisterschaft der Gruppe A schon an die dritte Stelle gesetzt hat.

Mit Andreas Waldherr (VWKitCar), Mario Saibel, Johann Holzmüller (beide Mitsubishi) und Waldemar Benedict mit dem Renault Clio KitCar kommen noch weitere Fahrer hinzu, die gute Chancen haben auf vordere Plätze zu fahren.

Die Gruppe N dürfte zum Sekundenkrimi werden

Gänzlich offen ist die Frage, wer diesmal die Gruppe N gewinnt. In Abwesenheit von Hermann Gaßner gibt es mit Willi Stengg, Ernst Haneder (beide Mitsubishi) und Martin Zellhofer (Proton) drei Sieganwärter, wobei aber auch der Slowene Tomaz Kaucic (Subaru) und die schnellen Österreicher Walter Kovar, Christian Lippitsch, Franz Wittmann jun., Toto Wolff (alle Mitsubishi) sowie Kris Rosenberger (Subaru) jederzeit in die Entscheidung eingreifen können.

Klarer Favorit bei den Dieseln, Marcus Leeb hofft bis zuletzt

Wesentlich klarer ist die Aussicht auf den Dieselsieger. Hannes Danzinger (VW Golf IV TDI KitCar) wird sich wahrscheinlich die Chance nicht entgehen lassen, den sechsten Saisonsieg in Kärnten zu feiern. Bedingt aufhalten könnte ihn dabei nur Michael Böhm (Fiat). Seine Chancen sind aber nur gering.

Offen ist die Situation bei den Junioren. ÖM-Leader Marcus Leeb hofft, im letzten Augenblick doch noch ein Auto (Suzuki Ignis) für die Castrol Rallye zu bekommen. Damit hätte er gute Chancen, seine Führung auf Verfolger und Markenkollegen Michael Kogler auszubauen bzw. zu halten.

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