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Der Meister wechselt sein Gefährt

Raimund Baumschlager schickt seinen Mitsubishi EVO V in Pension, ab der Lavanttal-Rallye sitzt der Staatsmeister im brandneuen Mitsubishi EVO VIII.

„Es wird immer schwieriger, das Auto am Laufen zu halten, kostendeckend zu Fahren, der Umstieg war einfach notwendig“, sagte Raimund Baumschlager, der bei der Pirelli Lavanttal Rallye erstmals mit einem von BRR aufgebauten modernen Mitsubishi Evo VIII am Start sein wird.

Der alte Evo V wird in Zukunft für Kundenfahrten verwendet, die bisher immer mit den BRR-Einsatzautos bestritten wurden. Auf einen Evo VIII umzusteigen war für den Remus-Piloten in Zeiten immer kleiner werdender Sponsoren-Zuwendungen eine Frage der Vernunft und der Kosten.

Da der BRR-Mitsubishi Evo VIII eine Version N plus sein wird, ist er jederzeit mit wenig Aufwand auf ein Gruppe N-Auto umzurüsten, sollte er bei einem Ausfall eines Kundenautos gebraucht werden.

Baumschlager: „Es war an der Zeit umzustellen, moderner zu werden. Wir haben drei Mitsubishis Evo VIII im Einsatz - die Autos der Red Bull Rallye Juniors Andreas Aigner und Quirin Müller, sowie das Auto von Toto Wolff - und einen Evo VI, den Mario Saibel fährt."

"Die Lackierung meines neuen Autos ist ident mit den Junior-Autos, Stoßstangen, Motorhauben, Türen gleich und die Ersatzteile, die ja immer teurer werden, passen somit in vier Autos. Das entlastet auch das Lager-Budget der Firma.“

Trotzdem wird der Evo V, mit dem Baumschlager zwei österreichische Meistertitel in Serie holte, nicht ins Ausgedinge gestellt. „Es gibt viele Anfragen von Firmen, die ihren Mitarbeitern ein Rallyeerlebnis bieten wollen und dafür wird jetzt der Fünfer eingesetzt. Damit stopfen wir nicht nur unser Budgetloch, sondern schonen auch die Einsatzautos. Bei der IQ Jänner Rallye haben mir am zweiten Tag 30 Kilometer auf Platz 2 hinter Pech gefehlt, als mich ein Differentialschaden stoppte. 30 Kilometer, die ich vor der Rallye bei Firmenfahrten locker abgespult habe.“

Trotzdem blickt der Staatsmeister stolz auf seinen „Fünfer“, der im „vorigen Jahrhundert“ (1999) mit einem Gruppe-N-Sieg von Ernst Haneder bei der IQ Jänner-Rallye die Szene betreten hatte und mit dem Baumschlager im Jänner 2003 beim Einstieg im Mühlviertel auf Platz 2 hinter Franz Wittmann im Toyota Corolla WRC fuhr.

Nach einem Ausfall bei der Lavanttal-Rallye begann dann der große Lauf. Sieben Siege in Serie und der zweite Meistertitel nach 1993. Beim Saisonauftakt 2004 düpierte Baumschlager bei der IQ Jänner Rallye mit dem „alten“ Fünfer die tschechische WRC-Armada, gewann dann noch die Pirelli- und Bosch-Rallye, wurde beim Heimspiel Pyhrn-Eisenwurzen hinter De Cecco im Peugeot WRC Zweiter.

Bei der Castrol-Rallye im Juni in Kärnten fixierte der Remus-Pilot mit Platz 5 seinen zweiten österreichischen Meistertitel in Serie, so früh wie noch kein anderer zuvor. Zum Drüberstreuen gab`s dann noch Siege beim Challenge-Lauf im Mühlviertel und bei der Arbö Rallye Steiermark.

Den Umstieg auf den neuen BRR Mitsubishi Evo VIII sieht Baumschlager aber auch als Service. „Ich kann meine Erfahrungen bei den Tests an die Kunden weiter geben, Fahrwerksdaten, Geometrie und so weiter. Der Unterschied zwischen meinem so genannten A-Auto und den N-Autos ist nämlich gar nicht so groß.“

Denn der Unterschied zwischen Baumschlagers Auto und den Dienstautos von Andreas Aigner oder Quirin Müller ist minimal: Restriktor, Airbox, Fahrwerk und ein paar Kleinigkeiten. Trotz Modernisierung hält Baumschlager den eingeschlagenen, kostengünstigen Weg weiter: N plus, nicht A.

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