RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Rauswurf von Duval, Comeback von Sainz

Riesensensation in der Rallye-WM: Carlos Sainz ersetzt Francois Duval – der Spanier wird allerdings nur den WM-Lauf in der Türkei bestreiten.

In der Presseaussendung erklärt Citroen diesen drastischen Schritt damit, dass der Hersteller eine klare Strategie in Bezug auf die Herstellerwertung in der Rallye-WM verfolgt: Der Titel muss her – und ohne leistungsfähige zweite Crew an der Seite der Traumpaarung Sebastien Loeb/Daniel Elena, sieht man sich dazu außer Stande.

Aus diesem Grund trat Citroen an Carlos Sainz und seinen Ex-Co-Piloten Marc Marti heran und fragte den Spanier, ob er in der Türkei für den französischen Hersteller an den Start gehen und den erfolglosen Francois Duval ersetzten würde.

Sainz stimmte überraschend zu, hatte er doch im vorigen Jahr seinen Rücktritt aus der Rallye-Szene verkündet. Doch „El Matador“ machte gleich klar, dass es sich um einen einmaligen Auftritt handeln wird: „Es ist sieben Monate her, dass ich in einem Citroen Xsara WRC gesessen bin. Aber ich will Citroen gerne helfen, wenn sie es für nötig erachten. Es ist klar, dass meine Teilnahme in der Türkei unter außerordentlichen Umständen zustande kommt und dass diese Teilnahme nicht bedeutet, dass ich ein Comeback in der Rallye-WM geben werde. Außerdem ist es ganz natürlich, dass ich Citroen einen Gefallen tue, wenn sie mich darum bitten – dieses Team hat mir 2003 sehr geholfen, dass habe ich nicht vergessen. Ich hoffe, ich kann meinen Teil zum Erfolg des Teams beitragen!“

Teamchef Guy Frequelin: „Die bisherigen Ergebnisse von Citroen in der Konstrukteurswertung entsprechen überhaupt nicht unseren Erwartungen. Wir brauchen aber mehr Zeit, um die weitere Vorgehensweise für die Saison festzulegen. Deshalb habe ich Carlos gebeten, uns zu helfen. Aufgrund der außergewöhnlich guten Leistungen von Carlos in den letzten beiden Jahren habe ich ihn gebeten, uns zu helfen.

Der Crash von Francois Duval auf Zypern war also ganz offensichtlich einer zuviel – und mit großer Wahrscheinlichkeit auch sein letzter. Denn es ist nicht zu erwarten, dass Citroen den Belgier nach einer Pause in der Türkei wieder „an Bord“ holt. Vielmehr dürfte – nach der „Überbrückungshilfe“ durch Sainz – ein neuer Pilot im zweiten Cockpit des Werks-Xsaras Platz nehmen. Wer das sein wird, steht noch in den Sternen. Wir halten jedenfalls Manfred Stohl die Daumen – auch wenn sein Engagement als Werksfahrer schon alleine aufgrund der konträren Hauptsponsoren (OMV vs. Total) relativ problematisch sein dürfte…

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ARC, ET König Rallye: Vorschau Zellhofer

Christoph Zellhofer kommt mit viel Kampfgeist

Der Niederösterreicher braucht ORM2-Sieg um noch Titelchancen zu besitzen - Anna Maria Seidl ist voll motiviert, der SUZUKI SWIFT ZMX bestens vorbereitet

TEC7 ORM, ET König Judenburg Rallye: Vorschau

Hochklassiges PS-Spektakel ist garantiert

Mit der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg geht die TEC 7 Rallye-Staatsmeisterschaft in die vierte Runde des laufenden Jahres.

Unser Kolumnist, ORF-Legende Peter Klein, war zu Besuch bei einem großen Künstler, der weit über den Motorsport hinaus geschätzt und geliebt wird...

Mitropa Rally Cup: Rally Velenje

Start-Ziel-Sieg für Kößler/Hofmann

Manuel Kößler/Benedikt Hofmann gewinnen in ihrem Hyundai i20 R5 die Mitropa Rally Cup (MRC) Wertung bei der 41. TIKI Rally Velenje. Die Italiener Alessandro Pulz/Stefano Ierman stehen im Ford Sierra RS Cosworth ganz oben auf dem Podium in der Wertung für historische Fahrzeuge.

MRC, Rally Mecsek: Vorschau

Mitropa Rally Cup gastiert in Ungarn 

Bei der 59. Mecsek Rallye (11.-13.06.26) in Ungarn geht der Mitropa Rally Cup in seine 5. Runde der diesjährigen Meisterschaft.