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BP Ultimate Rallye: Bericht Leitner

Gelungener Einstand

Es war in vielerlei Hinsicht eine Premiere: Zum ersten Mal gastierte die BP-Ultimate-Rallye mit der SuperStage im Magna Racino, zum ersten Mal gab es einen sehr attraktiven Rundkurs im niederösterreichischen Wechselland...

...und zum ersten Mal war der Krieglacher Fredi Leitner gemeinsam mit seinem Gloggnitzer Co-Piloten Gerhard Bichler mit einem VW Golf III Diesel KitCar aus den Händen des legendären Dr. Helmut Czekal unterwegs.

Und auch wenn die Beiden ihre ersten Kilometer mit dem neuen Auto bereits bei einem kurzen Test vor der Rallye absolviert hatten, so war es doch sehr ungewohnt und schwierig, den bärenstarken Golf auf dem losen Untergrund des Magna Racino zu bewegen. Die beiden Show-Sonderprüfungen am Donnerstagabend, die sehr wohl auch dem Ergebnis der Rallye zugerechnet wurden, waren für Fredi Leitner die schwierigsten des gesamten Wochenendes: „Diese Rallye auf der Sandbahn zu beginnen, war schon eine Herausforderung. Da bin ich, ehrlich gesagt, noch nicht wirklich zu Recht gekommen."

"Wenn man ein Auto nur kurz kennt und dann bei weit über 100 km/h driften soll, dann ist das schon eine Aufgabe… Noch dazu, wo man nur ja nichts kaputt machen will!“ Die erzielten Zeiten waren trotz aller Anfangsschwierigkeiten gut: Auf das bärenstarke, weitaus modernere Golf IV Diesel KitCar von Michael Kogler verlor man im ersten Durchgang knappe zehn, im zweiten Durchgang nur noch sechs Sekunden – eine äußerst zufriedenstellende Bilanz.

Mancher meint, daß ein guter Auftakt bei einer Rallye schon die halbe Miete sei. Im Falle der KitCar-Premiere des Duos Leitner/Bichler scheint wirklich so gewesen zu sein: Denn in der buckligen Welt war man von Beginn an sehr gut unterwegs, konnte inmitten der enorm starken Diesel- bzw. Gas-Konkurrenz immer wieder ansprechende Zeiten hinlegen, am Ende des Freitags bedeutete das den 17. Gesamtrang sowie den sechsten Platz in der Alternativ-Klasse.

Am meisten Schwierigkeiten bereitete dem Castrol-Piloten kurioserweise die enorme Bremsleistung des Autos: „Es ist unglaublich, wie das Ding verzögert. Auf den Nacht-Sonderprüfungen, vor allem auf der SP St. Peter mit dem ewig langen und wahnsinnig schnellen Bergab-Stück, brems’ ich noch viel zu früh. Das muß erst ins Hirn hinein, wie gut diese KitCar-Bremsen wirklich sind…“

Der zweite Tag brachte neben einer weiteren Steigerung der SP-Zeiten auch die ein oder andere Schrecksekunde in Form von kleineren Verbremsern. Insgesamt war der erste Auftritt mit dem neuen Auto aber ein Riesen-Erfolg, am Ende konnte man den vierten Platz in der Alternativ-Klasse erobern – hinter einem uneinholbaren Beppo Harrach im allradgetriebenen Gas-Mitsubishi, dem frischgebackenen Meister der Alternativ-Klasse Michi Kogler, sowie dem zweiten Gas-Piloten Hannes Danzinger.

Fredi Leitner war im Ziel überglücklich: „Wenn mir jemand vor der Rallye gesagt hätte, daß ich hinter drei Staatsmeistern Vierter der Alternativ-Klasse und zweitbester Diesel werde, hätt’ ich ihn wahrscheinlich ausgelacht. Daß es mit dem Auto so toll geklappt hat, ist ein Traum – ich möchte unbedingt versuchen, die nächste Saison mit diesem Auto zu finanzieren.“ Dazu wurde Leitner übrigens gleich nach der Rallye von Teamchef Dr. Helmut Czekal eingeladen – eine große Ehre für den Steirer, der sich gemeinsam mit Co Gerhard Bichler schon jetzt auf den nächsten Einsatz freut.

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