RALLYE

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Der fünfte Streich

Achim Mörtl war bei der Castrol-Rallye einmal mehr in der Gruppe N eine Klasse für sich, mit Gesamtrang zwei ließ er ebenfalls aufhorchen.

Daß die Castrol-Rallye ihren Standort gewechselt hatte, sorgte schon im Vorfeld der Veranstaltung für große Aufregung – am Ende erwies sich der „Umzug“ aus dem Raum Althofen in Kärnten nach Judenburg in der Steiermark aber als voller Erfolg.

Über 30.000 begeisterte Rallye-Fans sahen auf teils komplett neuen, teils bereits bekannten Sonderprüfungen tollen Rallyesport und packende Kämpfe um Sekunden.

Lediglich der Gesamtsieger und der Sieger der Gruppe-N-Wertung waren von Beginn an nicht sonderlich gefährdet: Während Raimund Baumschlager in der Gruppe A bzw. in der Gesamtwertung nicht zu schlagen war, konnte Achim Mörtl einmal mehr die Gruppe N gewinnen, es war sein fünfter Sieg im sechsten ÖM-Lauf.

Und das, obwohl Mörtl mit seinem Co-Piloten Sigi Schwarz ein wenig den Start „verschlief“. Nach drei Sonderprüfungen lag das Subaru-Duo „nur“ auf dem fünften Gesamtrang, in der N-Wertung „nur“ auf Platz zwei hinter Mario Saibel.

Allerdings: Der Kärntner hatte sich zwei Tage vor dem Beginn der Rallye eine veritable Sommergrippe eingefangen und mußte mit Antibiotika behandelt werden, körperlich also alles andere als gute Voraussetzungen für einen erfolgreichen Angriff auf den Gruppe-N-Sieg.

Zu diesem Zeitpunkt zeigte sich Achim Mörtl aber einmal mehr als wackerer Kämpfer, biß die Zähne zusammen, und gab gnadenlos Gas, wodurch er bis zum Ende der ersten Etappe wieder auf gewohntem Terrain unterwegs war: Platz zwei gesamt, Erster in der Gruppe N.

„Ich bin am Anfang nicht konzentriert genug gefahren, das Set-Up hab’ ich auch nicht optimal erwischt. Dann ging’s wesentlich besser, vor allem auf dem tollen Stadt-Rundkurs in Judenburg haben wir viel Spaß gehabt!“

Die zweite Etappe der Castrol-Rallye brachte –in gewohnter Manier – äußerst wechselhaftes Wetter. Zwar regnete es auch am Freitag kurz, am Samstag wurde es jedoch extrem: Wolkenbruchartige Regenfälle mit Hagel und Sturmböen wechselten mit Sonnenschein und schwüler Hitze ab, beinahe der gesamte Tag stand im Zeichen einer Reifen-Lotterie.

Subaru-Pilot Mörtl spielte seine Erfahrung aus, erzielte sogar drei SP-Bestzeiten, vergriff sich allerdings trotzdem einmal beim „schwarzen Gold“. An seinem überlegenen Sieg konnte aber auch das nichts ändern, über drei Minuten Vorsprung auf den zweitplatzierten N-Piloten (Mario Saibel mit einem Mitsubishi Evo VIII) sprechen eine deutliche Sprache.

„Ich bin sehr zufrieden. Das Plansoll ist erfüllt, könnte man sagen. Dieser Sieg bringt uns ein bedeutendes Stück näher an unser großes Ziel, die Gruppe-N-Staatsmeisterschaft zu gewinnen! Wir haben jetzt fast doppelt so viele Punkte wie unser härtester Verfolger – es sieht ganz gut aus."

"Ich möchte mich ganz besonders bei Honza Stepanek bedanken, der mit seiner Mannschaft wie immer für ein perfekt vorbereitetes Auto gesorgt hat. Jetzt dürfen wir eine kleine Pause einlegen, denn in Slowenien werden wir aller Voraussicht nach nicht starten. Das tut uns allen gut und ich kann meine Sommergrippe auskurieren!“

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