RALLYE

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Comeback mit Glanz

"Es geht uns einfach nur um den Spaß", hatte Herwig Hüfinger vor seinem Start angekündigt. Doch beim Drift um den Käshof waren er und sein Co-Pilot Hannes Klingler durchaus motiviert.

Schließlich wollte man zeigen, daß während der langen Rallye-Pause nichts vom Talent des Steirers verloren gegangen ist. Mit dem Ex-Auto von Giorgio de Negri, einem weitgehend serienmäßigen Mazda 323 GT-R, war das Duo für das Schotterabenteuer jedenfalls bestens gerüstet. Außerdem sorgte der Allradantrieb beim Fahrer und seinem Co für die doppelte (Vor-)Freude.

„Endlich wieder vier angetriebene Räder, das taugt mir einfach unheimlich. Mal sehen, wo wir liegen – viel erwarte ich mir aber nicht, da die Konkurrenz unheimlich stark ist. Außerdem ist das für uns ja mehr ein erweiteter Test – das Auto soll schließlich bei unserer Heim-Rallye Ende September in Admont tadellos funktionieren“, so Hüfinger kurz vor dem Start zur ersten Sonderprüfung am Freitagabend. Die ersten SP-Kilometer seit über einem Jahr klappten dann auch problemlos, Platz 24 in der Gesamtwertung und Rang zehn in der Gruppe H, das war ein Auftakt nach Maß.

Der zweite Tag wurde ein wenig von leichten Regenschauern beeinträchtigt, das tat der Action auf den Schotterpfaden aber keinen Abbruch: Das Duo Hüfinger/Klingler steigerte sich kontinuierlich und erzielte auf der dritten Sonderprüfung die ausgezeichnete 14. Zeit! Das wahre Highlight war aber die „Quertreiberei“, die dem Admonter den Titel des ersten offiziellen „Drift-Königs“ einbrachte.

Die Drift-Einlagen bei der Einfahrt in den Käshof wurden vom Publikum bewertet, als Hauptpreis sponserte die Firma Castrol eine stattliche Menge Motoröl, die sich jetzt im Besitz von Herwig Hüfinger befindet! Dieser Titel darf übrigens als hochoffizieller Beweis gelten, daß wirklich der Spaß im Vordergrund stand…

„Ich bin super happy“ resümierte Hüfinger am Tag nach der Veranstaltung. „Der Mazda steht wieder in der Garage und hat nicht einen Kratzer! Das Auto ist perfekt gelaufen und wir haben überhaupt nichts riskiert. Die Reifen hatten schon zwei Schotter-Rallyes am Buckel, die hat uns der Giorgio beim Kauf netterweise dazugeschenkt – alleine da wäre noch viel mehr drinnen gewesen. Und die Leistung war auch so gut wie serienmäßig, wir haben alles „abgedreht“. Daß ich der Drift-King geworden bin, freut mich weit mehr, als der gute sechzehnte Gesamtrang.“

In der Wertung der Gruppe H eroberte das Duo vom AMS Team Rottenmann damit den etwas undankbaren vierten Platz, für die Heimrallye, die von 29. bis 30. September in der Xeis-Region über die Bühne geht, können sich die Fans aber einiges erwarten. Der Pilot selbst gibt sich trotz der geglückten Generalprobe zurückhaltend: „Ich geb’ keine Prognose ab, das bringt Unglück. Außerdem warte ich jetzt einmal auf das Nennergebnis, die Konkurrenz wird wie jedes Jahr groß sein. Aber so oder so: Wir freuen uns auf die Admont-Rallye!“

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