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Rallye-ÖM: Lavanttal-Rallye

Die Quertreiber sind zurück

In Kärnten wird das größte österreichische Historic-Feld aller Zeiten erwartet – mit dabei: Ossi Posch und Hans Zwickl im Ford Escort Mk.1.

Mit der Rückkehr der Sommerzeit ist auch wieder die Zeit der populären Quertreiber-Gesellschaft angebrochen. Im Rahmen der Pirelli-Lavanttal-Rallye am kommenden Wochenende fällt auch der Startschuß zur Castrol-Historic-Rallye-Staatsmeisterschaft.

So wie es aussieht, wird in Kärnten das größte Feld an historischen Rallyefahrzeugen am Start stehen, das Österreich jemals gesehen hat, sogar mehr als bei den beiden Europameisterschaftsläufen des vergangenen Jahres, wozu auch einige Gäste aus Italien beitragen. Ganz allgemein aber ein deutliches Zeichen, daß der Run auf die attraktiven Autos, die überwiegend aus den 70er-Jahren stammen, ungebrochen ist.

Unter den österreichischen Piloten feiert auch der Niederösterreicher Ossi Posch sein Comeback. Der Historic-Meister des Jahres 2004 steht zum insgesamt dritten Mal mit seinem von Staatsmeister Sepp Pointinger technisch betreuten 1973er-Ford Escort RS 2000 Mk. 1 am Start und pilotiert damit eines der ältesten Fahrzeuge des Feldes. Womit wir schon beim Thema wären:

„Ich verstehe die OSK nicht wirklich. In dieser Saison geht es in der Meisterschaft nur noch um Hubraumklassen, das Alter des Fahrzeuges spielt im Gegensatz etwa zur Europameisterschaft überhaupt keine Rolle mehr. Für ein Auto wie meines ist das gegen die Zweier-Escort und Porsche Carrera schon ein gewichtiger Nachteil. Damals wie heute kann man Autos, die im Baujahr fünf und mehr Jahre auseinander liegen, nicht ernsthaft miteinander vergleichen. Trotzdem freue ich mich auf die Saison. Es wird spannend sein, zu beobachten, ob sich die Ford erneut gegen die viel PS-stärkeren Porsche werden durchsetzen können. Der Einstieg eines Klassemannes wie Michael Brandner ist da natürlich eine willkommene Blutauffrischung für die Szene.“

Erstmals in seiner Karriere wird Ossi Posch auch mit einem wirklichen Spitzenmann an seiner Seite antreten: Der Triestingtaler Hans Zwickl gehört zu den erfahrensten Co-Piloten in Österreich und hat bereits 1973 seine erste Rallye absolviert. Seither war er bei Dutzenden verschiedenen mehr oder weniger bekannten Piloten im Einsatz, greift aber auch immer wieder gerne selbst ins Lenkrad.

Zum sportlichen Ziel: „Das kann man wirklich sehr schwer abschätzen, auch weil es so viele Neueinsteiger gibt, die ich gar nicht kenne. Wir wollen uns einfach so gut wie möglich behaupten und eine fehlerlose Rallye absolvieren. Was im Lavanttal schon schwer genug ist, denn die Strecke ist durch das Wetter dieser Woche sicher ziemlich verwüstet worden.“

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