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Noch ist alles offen

Saibel führt nach SP 9 mit 10,3 Sekunden vor Waldherr, Baumschlager lauert mit 16,9 Sekunden Rückstand, dahinter Stengg und Harrach.

Mit der ersten Bestzeit am zweiten Tag holte sich Andreas Waldherr im zweiradangetriebenen VW Golf IV KitCar die Führung von Mario Saibel (Mitsubishi Lancer Evo VIII, Gr.-A). Für Waldherr war dies vorerst einmal die Bestätigung, dass der neue Wärmertauscher funktioniert.

Dieser wurde in der Nacht geschweißt und beim ersten Service am Samstag eingebaut. Waldherr: „Die Reparatur verlief erfolgreich. trotzdem verlieren wir noch immer Öl. Die Temperatur ist aber im grünen Bereich. Und solange fahren wir auch weiter.“

Doch Saibel ließ sich nicht lange Zeit und schlug mit zwei Bestzeiten auf SP 8 und 9 zurück. Damit liegt er nun nach neun Sonderprüfungen 10,3 Sekunden vor Waldherr. Der bislang größte Vorsprung an diesem Rennwochenende bei der Castrol Judenburg-Pölstal Rallye.

Saibel: „Nach dem jetzigen Stand bin ich sehr zuversichtlich. Anscheinend ist doch nicht Baumschlager mein Gegner, sondern Waldherr. ich möchte jetzt ohne Risiko weiterfahren.“

Der Vorjahressieger kümmert sich hingegen auch nicht um Saibel, der mit seinem Gruppe-A-Boliden in der Meisterschaft nicht punkteberechtigt ist. Sein Konzentration gilt Waldherr im KitCar: „Ich muss jetzt nur geduldig sein. Auf der letzten Runde habe ich gegenüber dem KitCar sicher Vorteile.“

Willi Stengg (Mitsubishi Lancer Eo IX, Gr.-N) und Beppo Harrach (Biogas Mitsubishi Lancer Evo IX) haben hingegen ihre Plätze vier und fünf gefestigt.

Mit einer Aufholjagd der besonderen Art begeistert Kris Rosenberger (VW Golf IV KitCar) das Publikum. Der Sieger des Stadtkurses in Judenburg vom Freitag hat bereits 82 (!) Plätze gut gemacht. Denn nach dem Querlenkerbruch auf der ersten Sonderprüfung lag er auf Rang 94.

Nach neun Sonderprüfungen findet man den Niederösterreicher wieder auf Platz zwölf. Rosenberger: „Ich bin sehr zufrieden, da ich die Aufholjagd ohne Risiko bestreiten konnte.“

In der Dieselwertung (Division III) setzt sich Willi Rabl jun. (VW Golf IV TDi KitCar) weiter von Michael Böhm (Fiat Stilo 1.9 JTD) ab. In der Ford Fiesta Sporting Trophy hat wieder Patrick Winter die Führung übernommen und liegt nun 1,0 Sekunden vor Christoph Leitgeb.

Im Suzuki Motorsport Cup heisst der neue Leader Mario Klammer, nachdem Hermann Berger jun. am Rundkurs in Pöls (SP 9) die Halbachse gebrochen ist. Vorjahresmeister Thomas Heuer ist auf der SP 7 durch Unfall ausgeschieden und wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

In der Castrol Historic Rallye-Staatsmeister-schaft führt weiterhin Christian Rosner (Porsche 911) vor Josef Pointinger (Ford Escort) und Johannes Huber (Porsche 911).

Bei der Castrol Judenburg-Pölstal Rallye wird aber auch Frauenpower groß geschrieben. Allein unter den ersten zwölf der Gesamtwertung vertrauen gleich sechs Piloten auf die Ansage von Damen. Das beginnt bei Daniela Weissengruber am heißen Sitz des Führenden Mario Saibel, der darin die natürlichste Sache der Welt sieht: „Es hat sich einfach so ergeben.“

Daniela Bayer ist für den Schrieb von Willi Stengg (derzeit Platz vier) verantwortlich. Und ihr Pilot ist voll des Lobes: „Ihre Stimme ist sehr angenehm. Das sorgt für die nötige Ruhe im Auto.“

Ebenso wandelt Tina-Maria Monego auf den Spuren von Ilka Minor, die in der Weltmeisterschaft als einzige Frau und den Spitzen-Copiloten ihren Mann steht.

Monego weist Kris Rosenberger den Weg, der nicht nur von ihrem Liebreiz angetan ist: „Sie sieht auf jeden Fall viel besser als meine bisherigen Beifahrer aus. Außerdem: wenn eine Frau Achtung sagt, dann nimmst du das wesentlich ernster, als bei einem Mann.“

Die übrigen Co-Pilotinen unter den Top-12: Uschi Breineßl (Willi Rabl jun.), Belinda Ettenhuber (Ludwig Holnburger) und Pia-Maia Schirnhofer (Hannes Danzinger).

Sechs Prüfungen stehen noch auf dem Plan, gegen 17:00 Uhr wird der Sieger der Castrol-Rallye feststehen.

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