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"Wir wollen Autos verkaufen!"

Olivier Quesnel, Teamchef von Citroen Sport, hat angedeutet, dass die Franzosen ab 2010 anstatt der Rallye-WM in die DTM einsteigen könnten...

Michael Noir Trawniczek

Am vergangenen Wochenende wurde in Jordanien erstmals ein Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft abgehalten. "Ich war froh, in Jordanien dabei gewesen zu sein - doch wo waren die Zuschauer?", fragt Citroen-Teamchef Olivier Quesnel die Kollegen von Autosport. Und er fügt hinzu: "Wir verkaufen zu wenig Autos in Jordanien - wir müssen auf den chinesischen Markt. Wenn es in der WRC keine Promotion gibt, ist es auch egal, ob die Kosten immer geringer werden."

Quesnel übt massive Kritik an der Vermarktung der Rallye-WM - deren oberste Spielklasse die WRC darstellt. Ab 2010 wird es zudem neue Regeln in der WM geben - das bisherige World Rally Car wird abgelöst von einem auffrisierten Super 2000-Boliden. Dafür muss auch Citroen ein neues Auto entwickeln.

"Wenn wir sicher sind, dass die WRC eine gute Idee darstellt, dann werden wir in die Entwicklung eines neuen Autos investieren - doch wir sind nicht allein des Rennsports wegen in diesem Sport vertreten, wir wollen Autos verkaufen", gibt Quesnel offen zu. Zudem ist die Zukunft von Citroen-Zögling Sébastien Loeb noch ungewiss - sein Vertrag läuft Ende 2009 aus. Der Franzose wurde zuletzt viermal in Folge Weltmeister und ist auf dem besten Wege, auch 2008 den Titel zu erobern - selbst wenn er zurzeit fünf Punkte hinter Mikko Hirvonen zurückliegt.

Doch Olivier Quesnel hat offenbar die DTM für sich entdeckt - als eine ernsthafte Alternative zur Rallye-WM! Er sagt: "Ich war in Hockenheim, um mir das DTM-Rennen anzusehen und die Promotion dieser Serie ist im Vergleich zur WRC wie auf einem anderen Planeten. Citroen gibt mir ein Budget und ich habe dieses Budget bestmöglich zu nützen. Wir haben einen neuen Wagen, den C5, der am gleichen Markt wie der Audi A4 und die Mercedes C-Klasse angeboten wird - wir müssen uns diese Dinge daher genauer ansehen."

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