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Trauer im VW Motorsport Team Austria

VW Motorsport Austria trauert um Hans Goudezeune, der Teamingenieur des Polo S2000 starb bei Testfahrten in Belgien.

Derzeit steckt das Volkswagen Motorsport Team Austria in den Vorbereitungen für den nächsten Lauf zur österreichischen Rallyemeisterschaft, der Lavanttal Rallye, am 4./5. April 2008.

Mitten in diese Arbeiten platzte gestern Abend die schreckliche Nachricht, dass Hans Goudezeune bei Testfahrten mit dem regierenden belgischen Rallyemeister Larry Cols, der 2008 einen neuen VW Polo S2000 in der belgischen Meisterschaft pilotieren sollte, tödlich verunglückt ist. Der Wagen prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum, Cols wurde bewusstlos ins Krankenhaus gebracht.

Hans Goudezeune fungierte für das österreichische Team bei den Einsätzen mit dem neuen VW Polo S2000 als Teamingenieur und Bindeglied zum Team von Rene Georges, der den Aufbau der VW Polo S2000 für diverse Europäische Meisterschaften koordinierte.

2008 sollte Hans Goudezeune wieder sein enormes Wissen um die diffizile Technik des VW Polo S2000 in die laufende Entwicklung und Abstimmung im Hinblick auf die österreichische Meisterschaft beisteuern.

Viele Pläne wurden in den vergangenen Wochen diesbezüglich geschmiedet und bei der Übernahme des VW Polo S2000 vor einer Woche in Belgien war man noch zuversichtlich einige wichtige Änderungen vorgenommen zu haben und freute sich schon gemeinsam auf den nächsten Einsatz bei der Lavanttal Rallye.

Am 10. März 2008, um ca. 15:30 Uhr, hatte das Schicksal jedoch andere Pläne mit Hans Goudezeune.

Sichtlich geschockt reagierte Andreas Waldherr auf die schreckliche Nachricht aus Belgien: „Hans verkörperte für mich sozusagen das Projekt VW Polo S2000. Er war bei meinen ersten Testfahrten mit dabei und von da an, bis zu diesem verhängnisvollen Unfall, war er immer für mich da und lehrte mich das Auto zu verstehen, diskutierte oft stundenlang mit mir über technische Fragen und war für mich außerhalb unseres österreichischen Kernteams die wichtigste Bezugsperson bei diesem Projekt.“

Natürlich wird das Projekt weitergehen, aber man muss jetzt gewisse Dinge neu strukturieren und klären wie in Zukunft die Abstimmung ohne die „Integrationsfigur Hans Goudezeune“ funktionieren soll.

Dazu Andreas Waldherr: „Ich glaube, dass es durch die momentane Situation für Kris Rosenberger und mich im Hinblick auf die bevorstehende Rallye schwieriger wird, als wir es erwartet haben, da einfach das Know-how von Hans fehlen wird. Aber ich werde meinen Einsatz bei der Lavanttal Rallye natürlich im Gedenken an Hans Goudezeune bestreiten und hoffentlich beweisen können, dass ich viel von ihm gelernt habe und er ein perfektes Fahrzeug entwickelt hat."

"Hans soll stolz sein können, auf das was er vorbereitet hat. Das Projekt mit dem VW Polo S2000 war ein wichtiger Teil in seinem Leben. Wir werden alles tun, um hier in seinem Sinne seine begonnene Arbeit fortzusetzen und zu einem Erfolg zu machen."

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