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Rallye-HU: Mikulás Rallye

Heißersehnter Saisonabschluss

Expedition nach Ungarn: das Volvo Rallye Team Triestingtal erzählt uns im (Volvo)-Original-Ton von seinen spannenden Erlebnissen!

"Heißersehnt war der Saisonabschluss beim VRTT, jedoch nicht nur wegen des bevorstehenden vermeintlichen Winterschlafs, sondern, weil es davor für die Volvo Piloten nochmals ins Paradies ging.

Obwohl zu keinem Cup zählend fanden sich vier Schwedenschiffe am Start ein. Das Stammduo Michael Pap/ Marlies Mandl Georg Gschwandner, welcher von MCL 68 Clubkollegin Nina Irina Wassnig begleitet wurde.

Kurt „Apotheker“ Putz, musste noch auf seine für die nächste Saison geplante Beifahrerin verzichten und wurde von MCL 68 Kollegen Stefan Fehringer durch Ungarn navigiert!

Als zusätzliche Motivation und nicht zuletzt Gradmesser auf Grund seiner langjährigen Erfahrung stieß man im vierten Volvo auf Charly Rumpler samt Gattin. Gewohnt wurde ungewohnt nobel, stützte man sich doch bei der Herbergssuche auf die Erfahrungen der Globetrotter Willi Polesznig / Peter Stark.

Man stieg in einer Therme ab und musste feststellen, dass man ja „Rallye auch noch fahren müsse“ Also fuhr man am Samstag besichtigen, nach zwei Tagen Dauerregen fand man sehr interessante Sonderprüfungen vor! Teilweise verstärkt durch bereits wieder entgegenkommende andere Teilnehmer dachte man da und dort unmöglich richtig zu sein!

Zu groß waren die vorhandenen „Seen“, doch es war tatsächlich die richtige Strecke! Das ein oder andere „Links 3- 100 Durchkämpfen bis Kuppe“ wurde in den Schrieb eingebaut!

Für den Rallyetag wurde in die Volvos schweres Bergegerät eingepackt, um sich im Falle des Falles nach guter alter MCL 68/VRTT Manier gegenseitig zu helfen. Außerdem starteten am Ende des Feldes einige Raid Rallyeautos, wer weiß vielleicht hätte ja der ein oder andere Mitleid mit den armen Österreichern…..

Doch der Wettergott hatte ein Einsehen, in der Nacht vor der Rallye hörte der Regen auf und der einsetzende Wind begann die Strecke langsam zu trocknen! Außerdem taten die zahlreichen Allradautos das ihre zu Streckenverbesserung und drainagierten mit ihren vier angetriebenen Rädern und einer doch ausreichenden Motorleistung die Strecke!

So kam es, dass die Sonderprüfungen doch alle selbstständig bewältigt werden konnten, und das gar nicht einmal so langsam. Georg Gschwandner / Nina Irina Wassnig Volvo Platz 1 Ein eineinhalbjahre altes Versprechen von Nina wurde endlich eingelöst und die zweifellos schnellere Boliden gewohnte Fastprofibeifahrerin nahm im Elch Platz. Der Schrieb wurde souverän erstellt und so ging man am Sonntag Morgen motiviert zur Sache.

Der von Georg für Nina befürchtete Kulturschock hielt sich in Grenzen und Ninas Aussage nach der ersten SP, dass der Volvo am Schotter ja gar nicht so schlecht und vor allem auch gar nicht so langsam sei, ging runter wie Öl! Man war wirklich nicht langsam und nahm Charly Rumpler über eine halbe Minute auf 10,3km ab.

Dahinter tummelten sich die Volvos von Kurt Putz und Michael Pap! Es schien sich in diesem Trio ein Sekundenkrimi zu entwickeln. Auf SP2 ein ähnliches Bild, 27 Gutsekunden auf Rumpler gesellten sich dazu, dahinter das selbe Bild wie in SP 1!

Das Geheimnis um den Speed von Georg Gschwandner könnte daher gerührt haben, dass es für den doch schon arg gebeutelten 940er mit der deutschen Zulassung das letzte Auftreten war, die Technik bekommt nächstes Jahr ein neues Kleid!

Man war daher, vielleicht was die Möglichkeit der ein oder anderen Kaltblechverformung betraf, doch noch unbelasteter als sonst…. Auf SP3 war man wieder eine halbe Minute voran, diesmal aber zeigte Michael Pap, dass er Schotter lieber hat als Asphalt und nahm in dieser SP Platz zwei unter den Volvos ein. Georg und Nina rollten geruhsam ins lange Mittagsservice.

Da einer der beiden Stammmechaniker dieses Wochenende familiär verhindert war, stand Franz Seewald alleine im Service, nicht zuletzt deswegen war man bemüht eine entspannte Rallye zu absolvieren! Vorteilhafterweise standen alle Österreicher zusammen, und so kam es, dass man vom herrlichen „Willis non storeing Catering“ mitversorgt wurde.

Unvergessen die gute Suppe, 40 Liter Glühwein, 30kg Lebkuchen und mitten im Service eine Weihnachtslaterne -es war fast schon kitschig! Der Nachmittag verlief für Georg und Nina ähnlich wie der Vormittag, auf der letzten SP, welche in Servicenähe endete und naturgemäß viele Zuschauer beherbergte, fuhr man in das Infield mit den Worten „jetzt ist Showtime“ ein und verhielt sich zum Gaudium des Publikums auch dementsprechend!

Kurt Putz / Stefan Fehringer Volvo Platz 2
Der Apotheker, beruflich zu Zeit völlig ausgelastet, kam sah und siegte fast. Nach dem das Ex-Steinmayer Auto das Christbaumfällen schon im Waldviertel erledigt hatte, galt es die Karosserie wieder gerade zu biegen. Kurt erklärte seinen Farbwunsch und der Rest wurde vom VRTT Chef Georg Gschwandner organisiert.

So kam es, dass die neue schwarze Farbe gerade noch Zeit hatte, vor der Fahrt nach Ungarn zu trocknen! Auf SP1 war man nur um eine Sekunde langsamer als Rumpler. Dementsprechend motiviert ging man in SP 2 um wieder nur eine Sekunde auf Rumpler zu verlieren.

Jetzt war der Apotheker heiß, lag doch sein mit Abstand bestes Saisonergebnis zum Greifen nah. Profitierend von den Tipps seiner heurigen erfahrenen Beifahrerinnen namens Auer-Kaller und Wassnig und den Fahrtipps von Georg Gschwandner, gab sich Kurt selbst den Befehl zum Angriff!

Auf SP3 war man nun endlich schneller als Charly Rumpler, jedoch trotzdem nur dritter Volvo, da nun auch Michi Pap seine Schotterleidenschaft neu entdeckte. Zu Mittag lagen also die Drei nur um Sekunden auseinander. Georg Gschwandner startete als letzter der Volvos, als er auf SP 4 eine österreichische Kennzeichentafel auf der Strecke liegen sah.

Im Ziel trat das Befürchtete ein, Kurt hatte auf dieser SP erhebliche Gewichtsreduktion betrieben und neben seinem Kennzeichen gleich auch seinen Endtopf liegen gelassen. Zum Drüberstreuen war die Sicht durch eine fahrerseitig stark gewölbte Motorhaube auch noch geringfügig eingeschränkt.

Ursache dafür war ein Federbein, das auf Grund eines defekten Domlagers den Weg ins Freie suchte. Ein Defekt, der eben heuer schon öfters aufgetreten ist, und daher die Meinung des VRTT verstärkt, sich in diesem Punkt so wie in manchen anderen vom Volvo Original Cup Reglement etwas abzuheben, dafür aber länger fahren zu können….

Kurt wurde ob nur mehr zwei ausstehender SPs angehalten, vorsichtig darüber zu rollen. Was sich in Zeiten widerspiegelte die um 20(!!!!) Sekunden schneller waren als beim ersten Umlauf! Belohnt wurden Kurt und Stefan mit dem zweiten Platz bei den Volvos!

Michael Pap / Marlies Mandl VRTT Platz Vier Volvo
Auch Michi hatte vor der Rallye sowohl beruflich als auch privat noch einiges zu erledigen und kam samt Marlies erst nach Mitternacht im Hotel an. Nach ein paar Stunden Schlaf ging es zur Besichtigung. Michis müde Augen funkelten ob der schönen Schottersonderprüfungen. Da er mit einem Pajero besichtigte, waren ihm die „Seen“ relativ egal!

Auf SP1 war man nur um 4 bzw. 3 Sekunden langsamer als die beiden anderen im Sekundenkrimi verstrickten Volvos und das, obwohl man in der Zielkurve einen Stein rammte, der für jedes andere Auto das sofortige Aus bedeutet hätte. Der Volvo nahm es mit einem Achselzucken und einer leicht verbogenen vorderen Stoßstange zu Kenntnis.

Auf SP2 wäre ihm fast eine Rolle gelungen. Eine um einen Feldherrenhügel des ungarischen Truppenübungsgelände führende Linkskurve, die noch dazu auf einer Kuppe lag, wurde sehr motiviert und vor allem seeeeeeehr innen angefahren, was den Elch, linksseitig mächtig aushob. Nur einem physikalischen Zufall war es zu verdanken, dass der Elchtest bestanden wurde. Dialog zwischen Michi und Marlies im Auto nach dieser Aktion:

Michi : “Jetzt hätt mas fost gschofft!“
Marlies: “Ich hab schon die Erde durchs Seitenfenster gesehen“.

Die Landung am rechten Vorderhuf des Elchs hatte zur Folge, dass man nach dem Stopp der SP jenen wechseln musste. Selbstredend halfen die anderen beiden VRTT Besatzungen dabei! Der Schock schien aber nicht tief zu sitzen, da man in SP3 gleich wieder die zweitbeste Volvozeit fuhr.

Auf SP 4 war man noch einmal um ein paar Sekunden langsamer als Putz und Rumpler, um aber auf den letzten beiden SPs noch stark aufzuholen. Leider starb auf der letzten SP kurz der Motor ab, was zeittechnisch den Verlust des dritten Volvo Platzes an Rumpler bedeutete.

Die mitgereisten Fans konstatierten Michael aber eine tolle Leistung auf seinem Lieblingsuntergrund! Es war ein toller versönlicher Saisonabschluss 2008, danke noch mal an Franz, Herwig, Peter, Reini und Bernie für die Serviceunterstützung in diesem Jahr sowie an Mama und Papa Schenk für das gute Essen bei den österreichischen Rallyes und zuletzt in Ungarn an die Polesznig Mannschaft für das Miteinbeziehen in sowohl die technischen als auch in die kulinarischen Aktivitäten und insbesondere danke an Willi und Petzl für die abendlichen kulturellen Berichte aus den langjährigen Rallyeerfahrungen Das VRTT hat in jeder Hinsicht Appetit auf mehr!"

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