RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Waldherr auf dem Weg zum Sieg

Baumschlager kann zwar Zeit auf Waldherr gut machen, der Vorsprung sollte aber zum Sieg reichen. SP-Bestzeit für Stohl im Erdgas-Subaru.

Nach einem sehr ausfallsreichen ersten Tag bei der 27. Internationalen Jänner-Rallye, nur 45 von 77 gestarteten Teams standen am Start der zweiten Etappe, ging es auf die von den Zuschauern heiß ersehnten Schnee-Sonderprüfungen. Insgesamt vier Mal zeigten die Rallye-Asse ihr Können auf den stark vereisten Strecken im Osten von Freistadt.

Für Andreas Waldherr (VW Polo S2000) ging es darum seinen sehr komfortablen Vorsprung von über einer Minute zu verteidigen. Und der Niederösterreicher absolvierte seine Aufgabe mit Bravour.

Raimund Baumschlager (Mitsubishi Lancer Evo IX) konnte zwar eine halbe Minute aufholen. doch damit dürfte die diesjährige Jänner-Rallye zugunsten Waldherrs entschieden sein, auch wenn dieser noch zurückhaltend meint: „Ich habe schon am Samstag gesagt, dass die Rallye auf den letzten beiden Sonderprüfungen entschieden werden wird. Aber derzeit sieht es sehr gut für uns aus.“

Raimund Baumschlager absolvierte den Tanz auf Eis mit gemischten Gefühlen: „Die erste der beiden Prüfungen liegt mir überhaupt nicht. Da konnte ich auch keine Zeit auf Waldherr gut machen. Die lange SP mag ich gern und das habe ich auch ausgenützt. Dennoch wird es meiner Meinung nach um eine Spur zu wenig sein, denn auf Asphalt zeigte Andi bislang eine sehr starke Vorstellung."

Hermann Gassner (D/Mitsubishi Lancer Evo IX) hat den dritten Platz gegenüber seinem Sohn abgesichert, nachdem sich dieser 300 Meter vor dem Ziel der SP 13 drehte, nicht wenden konnte und die Reststrecke im Rückwärtsgang absolvierte. Der Zeitverlust von 1:30 Minuten warf Gassner jun. im Kampf ums Podest aussichtslos zurück.

Manfred Stohl (CNG Subaru Impreza MY07) belohnte sich selbst in der Früh des zweiten Tages mit der ersten Sonderprüfungsbestzeit. Damit sorgte Stohl-Racing gleich beim ersten Antreten mit einem gasbetriebenen Gruppe N-Turbofahrzeug für eine Premiere.

Stohl: „Man darf das nicht überbewerten. Auf Schnee herrschen andere Gesetze. Da kommt es nicht so auf die Leistung des Autos an. Aber für das Selbstvertrauen ist es schon sehr gut.“ Der Wiener liegt zwei Sonderprüfungen vor Schluss auf dem sechsten Gesamtrang und ist drittbester Österreicher.

Ebenso bewies Stig Blomqvist (Mitsubishi Lancer Evo IX), dass er auf Schnee mit 62 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen zählt. Der Schwede verbesserte sich auf Rang sieben.

Bemerkenswert ist auch die Leistung von Markus Benes (Subaru Impreza WRX STI 08). Der Niederösterreicher schob sich nach der ersten Sonderprüfung des zweiten Tages unter die Top-10 und hat vorerst sein erklärtes Ziel erreicht. Die fünftbeste Gesamtzeit auf SP 16 bestätigt das Gespür des Schweden WM-Starters von 2008 für Schnee.

Zwei Prüfungen stehen nun noch auf dem Programm, der Sieger der Jänner-Rallye 2009 wird gegen 16:45 Uhr feststehen.

News aus anderen Motorline-Channels:

Rallye-ÖM: Jänner-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Thierry Neuville fängt sich mehr als zehn Minuten Rückstand auf den Rallyesieger bei der Rallye Monte-Carlo 2026 ein - woran es bei Hyundai hapert

WRC Monte-Carlo: Nach SP3

Solberg führt bei Eis, Schnee und Nebel

Bei extrem tückischen Bedingungen auf der ersten Etappe der "Monte" behält Toyota-Neuzugang Oliver Solberg trotz "hundert Beinahe-Abflügen" kühlen Kopf. Keferböck/Minor auf Platz 19 der RC2 liegend bei den WRC Masters in Führung.

"Ouninpohja" gilt als Herzstück der Rallye Finnland: 2026 verschwindet die Kultprüfung aus dem Streckenplan - trotz gefeiertem Comeback nur zwei Jahre zuvor

Die 94. Rallye Monte Carlo wird in die Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft eingehen - das K4-Duo Johannes Keferböck und Ilka Minor konnte das große Abenteuer nicht nur bestehen, sondern auch einen überlegenen Sieg im WRC Masters Cup einfahren.

WRC Monte Carlo: K4 nach Shakedown

WRC Masters-Sieg als klares Ziel bei der „Monte“

Johannes Keferböck und Ilka Minor starten als einzige Österreicher bei der prestigeträchtigen Rallye Monte Carlo. Mit dem Einsatzteam Gazoo Racing France sowie Ex-Weltmeister Stephane Lefebvre und den „Spionen“ Franz Wittmann/Gerry Winter setzt das K4 Rally Team auf kompetente Unterstützung. Im Kampf um den WRC Masters Cup zählt für „Kefer“ nur der Sieg!

Jonne Halttunen, als Beifahrer von Kalle Rovanperä zweimal Rallye-Weltmeister, arbeitet nach dessen Wechsel in den Formelsport nun in völlig anderer Funktion