RALLYE

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Die Richtung stimmt

Endlich tut sich etwas in der Rallye-WM, 2011 gibt's eine TV-Prüfung mit Zusatzpunkten, kürzere Startintervalle und einen neuen 2WD-Cup.

Der FIA-Weltrat hat bei seiner heutigen Sitzung in Paris einige Neuerungen für die Rallye-Weltmeisterschaft beschlossen, die ab 2011 eingeführt werden. So wird es ab der kommenden Saison bei jedem WM-Lauf eine TV-Prüfung mit Bonuspunkten für die drei schnellsten Fahrer geben.

"Ab 2011 muss jede Veranstaltung der Rallyeweltmeisterschaft WRC am letzten Tag eine Wertungsprüfung für eine ausgeweitete TV-Berichterstattung beinhalten", teilt die FIA mit.

"Die schnellsten Fahrer und Beifahrer im Klassement dieser Prüfung erhalten zusätzliche Punkte (3-2-1)." Also: Wer in dieser Prüfung die Bestzeit fährt, darf sich auf seinem Konto drei weitere Zähler gutschreiben lassen. Die wichtigste Frage ist aber noch offen, welcher Sender wird diese Berichterstattung übernehmen und sind auch frei empfangbare dabei?

Um den Sport für die Zuschauer interessanter zu machen, wird auch das Startintervall verkürzt. Bisher starten die WRC-Piloten in Abständen von zwei oder drei Minuten in die Wertungsprüfungen, ab 2011 wird dieser Abstand auf eine Minute verkürzt.

Ab 2011 werden Piloten der Prioritäts-Klasse 2 automatisch für den Rest der Saison in den Priorität-1-Status eingestuft, wenn sie an mehr als zwei aufeinanderfolgenden WRC-Läufen teilnehmen.

Für diese Fahrer gilt dann das gleiche Reglement wie für die WRC-Teams. Das könnte Piloten wie Petter Solberg treffen. Er hat derzeit als Privatier Prio-2-Status und darf deshalb zum Beispiel vor Überseeveranstaltungen vor Ort testen. Die für die Markenwertung eingeschriebenen WRC-Teams dürfen das nicht.

In Sachen Motoren gibt es ab der kommenden Saison eine striktere Beschränkung: Nach dem vierten Saisonlauf 2011 dürfen Hersteller- und WRC-Teams in den verbleibenden neun Rallyes nur noch maximal zwei Motoren pro Auto einsetzen.

Ab 2011 gibt es einen FIA-Produktionswagen-Cup für Piloten, die mit 2WD-Fahrzeugen in der P-WRC antreten. Das soll einen Start für Fahrer von Gruppe-R-Fahrzeugen interessanter machen.

Bei jedem P-WRC-Lauf wird es eine eigene Wertung für 2WD-Autos geben, bei der die Punkte nach dem Meisterschaftsschema vergeben werden. Als P-WRC-Starter müssen die 2WD-Piloten ihre Läufe nominieren, und sie können sohl für die P-WRC als auch für den Produktionswagen-Cup punkten.

Auch für die S2000-Weltmeisterschaft gibt es ab dem kommenden Jahr etwas Neues: Dort müssen die Fahrzeuge mit einem herkömmlichen Saugmotor mit weniger als 2.000 ccm antreten. Einen FIA-WRC-Cup wird es ab dem nächsten Jahr nicht mehr geben.

In Zusammenarbeit mit dem WRC-Vermarkter wird die FIA eine Akademie für junge Fahrer ins Leben rufen. Zudem wird ein Expertenteam mit Vertretern interessierter Parteien prüfen, ob die Möglichkeit besteht, WRC-Rallyes auch für GT-Autos zu öffnen.

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