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"Ich fahre, ich fahre nicht, ich fahre..."

Während Kris Meeke 2011 als Fixstarter im Mini WRC gilt, steht die Entscheidung von Marcus Grönholm noch aus, der Test verlief positiv.

In der vergangenen Woche war Marcus Grönholm wieder einmal auf der Rallyepiste unterwegs - nicht im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung, sondern zu Testzwecken für das britische Prodrive-Team, das ab 2011 für die Werkseinsätze des MINI verantwortlich zeichnet.

Und Grönholm hat schon ein Angebot für den Posten als Fahrer auf dem Tisch liegen, doch die Zu- oder Absage steht noch aus.

"Ich weiß nicht, was ich tun soll", wird Grönholm von 'Autosport' zitiert. "Das ist die große Frage. Jetzt muss ich mich halt entscheiden", meint der ehemalige Weltmeister.

Reizen würde ihn der MINI zweifelsohne, denn im Rahmen seiner Probefahrten hat sich Grönholm bereits mit dem neuen WRC-Auto angefreundet: "Das Fahrzeug ist toll. Beim ersten Test fühlte es sich durchaus positiv an." Dies sei einer der Gründe, die ihn zu einer Rückkehr in den Rallyesport bewegen könnten, meint Grönholm.

"Wenn ich zurückkomme, dann nicht des Geldes wegen. Dann liegt es einzig und alleine daran, dass ich eine große Leidenschaft für diesen Sport hege und an einem neuen und aufregenden Projekt teilhaben möchte", gibt der Champion von 2000 und 2002 diesbezüglich zu Protokoll.

Während Kris Meeke angeblich bereits als Fahrer für 2011 fixiert wurde, ist die Besetzung des zweiten Prodrive-Cockpits noch vollkommen offen.

Neben Grönholm werden auch Markko Märtin sowie Ott Tanak einige Chancen auf den Platz an der Seite des amtierenden Titelträgers der Intercontinental Rally Challenge (IRC) eingeräumt. Alle Genannten waren in der vergangenen Woche beim Test in Portugal am Start.

Damit sind die Probefahrten des neuen MINI aber noch lange nicht beendet, wie David Lapworth, der Technische Direktor von Prodrive, erläutert: "Bis Weihnachten haben wir pro Monat jeweils eine Testwoche geplant. Wir arbeiten an der Basis des Autos, den man als S2000 bezeichnen könnte. Dieses Fahrzeug stellt die Ausgangsbasis für den WRC-Wagen dar", sagt der Prodrive-Sprecher.

"Gerade weil sich diese Autos so ähnlich sind, sollten wir parallel an ihnen arbeiten können. Am Ende werden das aber zwei separate Projekte sein, denn der WRC wird eine andere Leistung haben und andere Aerodynamik-Teile", meint Lapworth. Derzeit beschäftige man sich allerdings vorrangig mit den Grundlagen und müsse sich noch nicht auf die Feinheiten am MINI-Rallyefahrzeug konzentrieren.

Dies sei auch die Vorgabe für die kommenden Testfahrten, stellt Lapworth heraus. "Wir werden das Auto unter verschiedenen Bedingungen ausprobieren. Es geht nicht darum, so und so viele Millimeter am Überrollbügel oder an den Stoßdämpfern zu verstellen. So sehr gehen wir noch nicht ins Detail", erklärt der Technische Direktor.

Eine endgültige Fahrerentscheidung wird indes in den nächsten Tagen erwartet.

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