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Unlauterer Wettbewerb?

Mikko Hirvonen ist sauer. Während für die Werksteams außerhalb Europas ein Testverbot herrscht, gilt das für Privatier Petter Solberg nicht.

Während Petter Solberg sich am Montag mit einem Kurztest auf die Rallye Japan vorbereitet hat, müssen seine Rivalen aus den eingeschriebenen Teams "kalt" in den Schotterlauf starten.

Der Shakedown wird auf Asphalt gefahren, und den Teams ist es außerhalb Europas verboten, vor einem Lauf zu testen. Das bedeutet, dass die Werkspiloten erst am Start in die erste richtige Prüfung zum ersten Mal auf dem japanischen Schotter fahren.

Ford-Pilot Mikko Hirvonen ärgert sich darüber, dass Solberg seiner Ansicht nach einen Vorteil hat. "Weil er nicht als Hersteller antritt, darf er machen, was er will und hat getestet. Das ist nicht wirklich fair", bemängelt Hirvonen gegenüber 'Autosport'.

"Er kämpft hier gegen alle anderen, aber kann in Sachen Testen machen, was er will. Okay, er fährt nicht um Herstellerpunkte, aber er hat trotzdem bei einigen Rallyes einen Vorteil."

Hirvonen selbst muss sich in der ersten Prüfung an die Bedingungen gewöhnen. "Das könnte eine Weile dauern. In der ersten Schotterprüfung braucht man wohl ein paar Kurven, bis man das Gefühl hat, aber hoffentlich nicht länger."

Der Finne gilt als einer der Favoriten in Japan, schließlich hat er die Rallye die letzten beiden Male gewonnen, 2007 und 2008. Hirvonen mag das Land, die Kultur und die Leute - und auch die Prüfungen. Er rechnet sich auch diesmal gute Chancen aus, vor allem wenn es trocken bleibt.

"Und warum nicht auch, wenn es matschiger wird? Wenn es hier regnet, wird es richtig tückisch, dann gibt es viel tiefen Schlamm und auch Wasserlöcher", weiß er. Generell sei der Schotterbelag in Japan so weich, dass man stellenweise sogar noch die Spurrillen von vor zwei Jahren erkennen kann.

Für Hirvonen ist der Titeltraum für dieses Jahr bereits ausgeträumt. Jetzt konzentriert er sich auf Einzelresultate: "Es ist natürlich schade, aber die ganze Saison war etwas enttäuschend. Jetzt wollen wir das Jahr einfach so gut wie möglich beenden", kündigt er an. "Ich möchte sie einfach mit guten Rallyes abschließen - und hier hoffentlich um den Sieg kämpfen."

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