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Aigner: "Ich will am Ende vorne sein"

Aigner hat den Crash weggesteckt und bläst zum Angriff auf Baumschlager, Winter will ebenfalls mitmischen, Waldherr hofft auf Steigerung.

Wenn die Castrol Judenburg Pölstal Rallye 2010 nur annähernd das hält, was schon das Vorgeplänkel verspricht, dürfen sich die Motorsportfans auf ein Spektakel der Sonderklasse freuen. Denn die Meinung der Toppiloten ist eine einhellige und lautet klar:

Die Jagd auf den bisherigen zweifachen Saisonsieger Raimund Baumschlager wird beim dritten Event zur Österreichischen Rallyemeisterschaft am 4./5. Juni erbitterter denn je. „Die Zeit der Geschenke ist nun vorbei“, macht Andreas Aigner kein Hehl aus den Siegesabsichten in seiner steirischen Heimat.

Nachdem er die Lavanttal-Rallye nur durch einen Fahrfehler verlor und zuletzt in Pinggau sehr unsanft an einem Baum gelandet war, präsentiert sich der Gott sei dank wieder gesundete Mitsubishi-Pilot kampflustig wie immer.

„Der Crash ist abgehakt. Mein Streichresultat hab' ich damit praktisch verbraucht. Also sind Rechenspiele sowieso nicht mehr angebracht. Das einzige, was zählt, ist Gas zu geben und am Ende vorne zu stehen.“

Ins selbe Horn stößt Patrick Winter, der heuer schon zweimal am Stockerl stand: „Einmal Dritter, einmal Zweiter, also wär's langsam Zeit für einen Platz ganz vorn,“ Wenngleich das Geburtstagskind – Winter wurde am vergangenen Samstag 25 Jahre jung – realistisch bleibt. „Rang drei wäre freilich schon super, aber die Strecken im Bereich Judenburg liegen mir. Ich bin bereit für einen beinharten Fight bis zum letzten Sonderprüfungs-Meter.“

Große Hoffnungen setzt Andreas Waldherr in ein komplett neues Fahrwerk, das seinem VW Polo S2000 nach zwei bisher eher verhaltenen Auftritten endlich Flügel verleihen soll. „Wir haben von den Dämpfern bis zum Setup alles neu. Wenn alles klappt, sollten wir schon ein Wörtchen mitreden können.“

Zumindest nach außen hin entspannt sieht Raimund Baumschlager seine Rolle als Hauptdarsteller im Skoda S2000. Mit der Routine eines achtfachen Staaatsmeisters meint er: „Ich habe schon zwei Siege in der Tasche, kann mir also einmal in Ruhe ansehen, was die Konkurrenten so tun werden. Dass ich Gas geben muss und die Rallye nicht im Vorbeigehen gewinnen kann, habe ich auch vorher schon gewusst.“

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