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Rallye Casentino Toscana

Einsam? Nein!

Für Peter Schauberger und Hannes Blazek war die Rallye Casentino Toscana gleich aus vielerlei Hinsicht eine Reise wert.

Die Neulengbacher MSRR-Piloten Peter Schauberger und Hannes Blazek waren die einzigen die Österreich im Rahmen des Mitropa-Rallyecups vertraten und nach Italien in die wunderschöne Toscana nach Bibiena reisten.

Vor Ort wurde das Team von Norberto Droandi - der schon viele Rallyes in Österreich bestritt - über alle Gegebenheiten informiert und durch die winkeligen Strassen in den Bergen der Toscana begleitet. Bei allen Formalitäten die noch vor Ort zu erledigen waren stand Norbert mit Rat und Tat zur Seite und ermöglichte somit eine stressfreie Zeit vor dem Start.

Ein Rahmenprogramm für die angereisten 12 Teams des Mitropacups in der Altstadt von Bibiena mit Fahnenschwingern und kulinarischen Köstlichkeiten der Toscana sowie ein Zerimonienstart bei dem die 147 Starter - davon 12 WRC, fünf S2000 und 13 S1600 - zu bestaunen waren sorgte bei dem kleinen Team aus Österreich für manch staunenden Blick.

Auch die Servicezone wurde so eingerichtet, das alle Mitropacup Starter Zelt an Zelt standen um sich gegenseitig helfen zu können. Die Strecke: 385 km gesamt, davon 137 km Sonderprüfung. Hört sich kurz an, ist es aber nicht, wenn man den Aussagen aller Piloten glauben schenken darf.

Der Suzuki Swift fühlte sich auf der kurvenreichen Strecke sehr wohl, dennoch war man auf Grund mangelnder Leistung und zu langer Übersetzung der Italienischen Konkurrenz unterlegen.

Aufgefallen ist unserem Team, das auch das unauffälligste Rallyeauto in Italien über ein seqentielles Getriebe verfügt. Der Olympische Gedanke trug das Team über die selektiven Pfade und eine Zielankunft war oberste Priorität.

Nach der vorletzten Sonderprüfung waren die vorderen Bremsen komplett am Ende und Peter Schauberger und Hannes Blazek fuhren mit einem eher mulmigen Gefühl zu der 35,44km langen letzten Sonderprüfung Tala, in die sie um 23.20 Uhr starten sollten, aber auf Grund eines Unfalls nur mehr neutralisiert bezwingen mussten.

Nach Mitternacht wurden die MSRR-Piloten von hunderten Personen auf der Zielrampe in Bibiena empfangen und waren sich ganz sicher, dass man als Motorsportler in Italien nie einsam sein kann.

Die Belohnung für zwölfstündige Anreise sind viele neue Freunde, der 102. Platz Gesamt und der 2. Platz N2 sowie der 7. Platz in der Mitropa-Rallyecup Zwischenwertung und der 2. Platz in der Mitropa-Rallyecup Callenge (Zweiradwertung). Von 1.-3. September wird das Team bei der Alpi Orientali Rallye an den Start gehen.

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