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Eine Liebeserklärung an das große Abenteuer Rallyesport

Helmut Deimel reicht 14 Jahre nach dem legendären Erstlingswerk "Die Evolution des Driftwinkels" einen zweiten Teil nach, der vor allem eines ist: Eine rührende Liebeserklärung an „seinen Rallyesport“.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Deimel Film

Es ist kalt, die Menschen auf der Schlossterrasse frieren – sie haben nicht damit gerechnet, dass es um diese Jahreszeit schon so kalt sein kann. Gebannt starren die frierenden Menschen auf einen viel zu kleinen Monitor: Sie sind gefesselt, sie sind gerührt - kaum einer, der nicht spürt, dass hier ein Lebenswerk gezeigt wird, viel mehr noch, es ist eine Liebeserklärung, die unter die Haut geht…

Bei der Uraufführung des Films „Die Evolution des Driftwinkels, Vol. 2“, im Vorfeld der Austrian Rallye Legends auf Schloss Kassegg, wurde klar, dass Kultfilmer Helmut Deimel mit dem zweiten Teil seines bereits legendären Werks eine vielleicht noch persönlichere Liebeserklärung nachreicht.

14 Jahre sind seit dem ersten Teil des Films, den auch Sebastian Vettel auf einem Flug zu einem Formel 1-Grand Prix kennen und lieben gelernt hat, vergangen. Deimel hat mittlerweile sein umfangreiches Archiv digitalisiert und kann auf Unmengen von Material zurückgreifen.

Nur eben: Es ist nicht einfach irgendein Archiv, nicht einfach irgendein Material, denn er hat all das selbst erlebt. Es ist „sein Rallyesport“, es ist das große Abenteuer seines Lebens.

Wenn Deimel im Film liebevoll von „seinen Piloten“ spricht, dann spürt man, dass er sie alle wirklich kennengelernt hat, Charakterköpfe wie ein Walter Röhrl, ein Sandro Munari, ein Stiq Blomqvist, ein Björn Waldegaard, ein Colin McRae, ein Franz Wittmann und wie sie alle heißen. Deimel hat mit ihnen die „goldenen Jahre des Rallyesports“ erlebt, die schönen und die dunklen Kapitel – nicht aus der Ferne, sondern hautnah. Die ölverschmierten Mechaniker, die irgendwo in der Pampas in Rekordzeit Bauteile wechselten – er hat sich zu ihnen unter das Auto gelegt und die Kamera hingehalten. Und er hat sich auch selbst in den Rallyeboliden gesetzt…

Der Film hat in all seiner Schönheit auch seine traurigen Momente. Wenn Deimel beispielsweise ein Orchester aus den verschiedensten Motoren, wie es sie damals gab, mit ihren unterschiedlichen Bauformen und den damit einhergehenden vielfältigen Sounds bastelt, dann spürt man deutlich, dass so etwas heute ganz einfach fehlt. Bei der Uraufführung mussten sich so manche schon mal eine Träne aus dem gefrorenen Antlitz wischen – vor Rührung. Aber vielleicht auch deshalb, weil der Film, immer wenn er in die Gegenwart zeigt, auch drastisch und ohne viele Worte verdeutlicht, dass so eine Zeit vielleicht nie mehr wiederkommt? Helmut Deimel: „Ja, das stimmt, das muss man wohl sagen. Ich denke auch, so eine Zeit wird nicht mehr kommen.“

Umso emsiger werkt Helmut Deimel, um diese schöne Zeit, in der dieser Sport noch neu, noch unerforscht und daher auch noch unverfälscht von den Marketingstrategen war, weiter zu dokumentieren. Dank der Digitalisierung kann er nun aus dem Vollen schöpfen, und er verspricht: „Ich möchte zügig weitermachen, es gibt noch so viele Themen und ich habe noch so viel unveröffentlichtes Material…“

Gewinnen Sie eine handsignierte „Evo2“-DVD

Ein/e motorline.cc-LeserIn erhält die DVD „Die Evolution des Driftwinkels, Vol.2“ direkt vom Meister signiert und kostenlos zugesandt. Doch dazu muss sie/er eine Frage beantworten, die so leicht nicht ist:

Wie oft hat Helmut Deimel als Copilot von Franz Wittmann eine Rallye gewonnen? Die Antwort senden Sie bitte per Mail an die Redaktion – aus den richtigen Antworten wird der glückliche Gewinner per Los ermittelt. Einsendeschluss ist der Sonntag, der 9. November um 8.08 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Wer den Film käuflich erwerben möchte, kann dies über die Website von Helmut Deimel tun. Dort gibt es auch einige Kapitelkostproben respektive Wissenswertes zu dem Film.

Unten sehen Sie den offiziellen Trailer zu "Die Evolution des Driftwinkels, Vol. 2"

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